Politik

Dänemark streicht Corona als „gesellschaftsgefährdende“ Krankheit und schafft Corona-Pass in Bars ab

In Dänemark überschlagen sich angesichts der Corona-Krise die Ereignisse.
27.08.2021 21:49
Aktualisiert: 27.08.2021 21:49
Lesezeit: 1 min

Die Zeitung „Der Nordschleswiger“ berichtet: „Die Regierung hält die Einstufung von Covid-19 als ,gesellschaftsgefährdende‘ Krankheit in Dänemark nicht aufrecht. Ab dem 10. September wird Covid-19 in Dänemark nicht mehr als Krankheit angesehen, die die Gesellschaft bedroht. Alle Beschränkungen werden aufgehoben. Dies teilt das Gesundheitsministerium mit. ,Die Epidemie ist unter Kontrolle, wir haben rekordverdächtig hohe Impfraten', so Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) in einer Pressemitteilung. ,Daher können wir am 10. September bestimmte Sonderregelungen aufheben, die wir im Kampf gegen Covid-19 einführen mussten.‘ (…) Am 1. September sollen bereits eine Reihe von Beschränkungen aufgehoben werden, darunter die Abschaffung der Corona-Pass-Pflicht in Restaurants und Bars.'“

Doch dem „Guardian“ zufolge warnte Heunicke auch davor, nachlässig zu werden. Die Pandemie sei noch nicht vorbei. „Reisebeschränkungen nach Dänemark bleiben jedoch mindestens bis Oktober in Kraft, da sie durch ein separates Abkommen zwischen den Regierungsparteien des Landes geregelt werden, das erst zu einem späteren Zeitpunkt ausläuft“, so das Blatt.

Allerdings muss sich das Land bald mit einem anderen Problem beschäftigen. In Dänemark steht ein Streik von Krankenschwestern nach einem Parlamentsbeschluss vor dem Ende. Die Abgeordneten stimmten am Freitag mehrheitlich einem entsprechenden Notstandsgesetz zu. Dieses setzt effektiv einen Tarifabschluss durch, den die Pflegekräfte als unzureichend abgelehnt hatten. Im Zuge des Streiks waren Tausende Operationen und anderen Behandlungen aufgeschoben worden. Mehr als 6000 Pflegekräfte hatten die Arbeit niedergelegt, das sind über ein Zehntel der dänischen Beschäftigten in dem Sektor. Sie hatten gegen den von der Gewerkschaftsführung ausgehandelten Tarifabschluss gestimmt, der eine fünfprozentige Lohnsteigerung für die kommenden drei Jahre vorsieht. Der Streik traf Dänemark mitten in der Corona-Krise. Allerdings ließ der Druck auf das Gesundheitssystem nach, weil das Land von einer dritten Infektionswelle nicht so stark getroffen wurde, meldet Reuters.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Israelische Medien: USA könnten Iran in Stunden oder Tagen angreifen
02.02.2026

Ein israelischer Medienbericht warnt vor einem unmittelbar bevorstehenden US-Angriff auf Iran. Militärische Vorbereitungen, europäische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Eurozone: Industriestimmung hellt sich auf – Einkaufsmanagerindex steigt nach Neunmonatstief
02.02.2026

Zu Beginn des neuen Jahres zeigt die Industrie in der Eurozone eine leichte Stabilisierung. Ein zentraler Stimmungsindikator legte im...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft SpaceX IPO: Wie Musks Börsenpläne eine ganze Branche antreiben
02.02.2026

Der geplante Börsengang von SpaceX entfacht Fantasien an den Kapitalmärkten. Noch bevor eine Aktie handelbar ist, treiben Erwartungen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschlands neue Energiestrategie: Saudi-Arabien als Partner
02.02.2026

Als künftiger Anbieter von klimafreundlichem Wasserstoff rückt Saudi-Arabien international in den Fokus. Für deutsche Unternehmer ist...

DWN
Finanzen
Finanzen Europäischer Börsen und Aktienmärkte im Aufwind: Wall Street fällt trotz guter US-Konjunktur zurück
02.02.2026

Die Weltwirtschaft zeigt sich robust und treibt die internationalen Aktienmärkte auch 2026 an. Trotz solider Konjunkturaussichten in den...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell deutlich schwächer: Preiseinbrüche am Edelmetall-Markt, auch Silberpreis tief im Minus
02.02.2026

Zum Start in die neue Handelswoche tendiert der Goldpreis aktuell tief im Minus, noch schlimmer hat es den Silberpreis erwischt. Nach einer...

DWN
Immobilien
Immobilien Interhyp sieht keinen starken Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland
02.02.2026

Viele hoffen auf eine Trendwende bei den Immobilienpreisen in Deutschland. Doch Experten von Interhyp sehen weiterhin keinen deutlichen...

DWN
Politik
Politik EU-Verbündete zweifeln an Trump: Neue Spannungen hinter den Kulissen
02.02.2026

Das transatlantische Verhältnis gerät unter Druck, nachdem intern Zweifel am Auftreten von US-Präsident Donald Trump laut wurden. Welche...