Politik

China säubert Online-Inhalte, die seine Wirtschaft „schlecht machen“ – fordert Fakten statt Propaganda

Die Kommunistische Partei China hat eine Kampagne zur „Säuberung“ der sozialen Medien gestartet. Die Aktion richtet sich gegen inländische und ausländische Inhalte, die Chinas Wirtschaft „schlecht machen“. Damit soll ein „gutartiges“ Online-Umfeld für die öffentliche Meinung geschaffen werden.
31.08.2021 13:39
Aktualisiert: 31.08.2021 13:39
Lesezeit: 1 min
China säubert Online-Inhalte, die seine Wirtschaft „schlecht machen“ – fordert Fakten statt Propaganda
Ein Leinwand in einem Pressezentrum in Chinas südlicher Inselprovinz Hainan zeigt den Präsidenten des Landes, Xi Jinping, bei einer online übertragenen Rede auf der Jahreskonferenz des Boao Forum for Asia (BFA). (Foto: dpa) Foto: -

Diese Woche hat China eine zweimonatige Kampagne gestartet, die darauf abzielt, gegen „kommerzielle Plattformen und Social-Media-Konten vorzugehen, die finanzbezogene Informationen veröffentlichen, die als schädlich für seine Wirtschaft gelten“, berichtet Bloomberg .

Die Initiative wird sich auf die Behebung von Verstößen konzentrieren, einschließlich solcher, die „böswillig“ Chinas Finanzmärkte „beschimpfen“ und die Innenpolitik und Wirtschaftsdaten falsch interpretieren, teilte die Cyberspace Administration of China am späten Freitag in einer Erklärung mit.

Auch ausländische Medien oder Kommentare, die chinesische Themen „falsch“ präsentieren, sind von der medialen „Säuberungsaktion“ betroffen.

Der Schritt ziele darauf ab, ein „gutartiges“ Online-Umfeld für die öffentliche Meinung zu schaffen, das eine „nachhaltige und gesunde Entwicklung“ von Chinas Wirtschaft und Gesellschaft ermöglichen kann, heißt es in der Erklärung.

Technologieunternehmen und Betreiber von sozialen Medien, darunter Tencent Holdings Ltd. und der Nachrichtenaggregator Toutiao von ByteDance Ltd. und Douyin, das chinesische Äquivalent von TikTok, haben sich verpflichtet, die Regeln einzuhalten und finanzbezogene Inhalte zu regulieren.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Führungswechsel in Kiew: Proteste überschatten Wahl der neuen ukrainischen Regierung
16.07.2026

Mitten im Abwehrkampf gegen Russland erlebt die Ukraine eine dramatische Regierungsumbildung. Während das Parlament in Kiew mit Serhij...

DWN
Politik
Politik Konflikt im Nahen Osten: Iran signalisiert Verhandlungsbereitschaft trotz neuer Drohungen
16.07.2026

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erreicht eine neue Rolltreppe der Eskalation. Während Washington den militärischen Druck...

DWN
Politik
Politik EU-Asylreform: Italien blockiert weiter Rücknahmen
16.07.2026

Die neuen EU-Asylregeln sollen eigentlich klären, welcher Mitgliedstaat für Schutzsuchende zuständig ist. Doch ein Bericht der...

DWN
Finanzen
Finanzen Fed-Aktienkäufe: Die Notenbank als letzter Retter der Börse
16.07.2026

Beim nächsten großen Börsencrash könnte die US-Notenbank zu einem Mittel greifen, das bislang als Tabubruch gilt: dem Kauf von...

DWN
Panorama
Panorama Miteinander statt Frust: Wie der Bund das Heimatgefühl vor Ort stärken will
16.07.2026

Geschlossene Läden, fehlende Ärzte und teurer Wohnraum sorgen vielerorts für Frust. Die Bundesregierung will Alltagsproblemen in Stadt...

DWN
Politik
Politik Steuerbetrug: Bundesregierung will härter durchgreifen
16.07.2026

Die Bundesregierung will Steuerkriminalität stärker bekämpfen und Ermittlungen besser bündeln. Finanzminister Lars Klingbeil und...

DWN
Politik
Politik Zivilschutz und Abschreckung: Deutschland stellt sich auf neue Bedrohungslage ein
16.07.2026

Deutschland richtet seine Sicherheitsstrategie stärker auf die Bedrohung durch Russland aus. Außenminister Johann Wadephul fordert ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Chemie verliert den Anschluss: Investitionen brechen weiter ein
16.07.2026

Die Produktion der Chemiebranche sinkt weiter, die Investitionen gehen zurück. Der Branchenverband VCI sieht keine Trendwende und senkt...