Ratgeber
Anzeige

Welche Möglichkeiten gibt es, um den Klimawandel einzudämmen?

Kurzstreckenflugverbot, Zusatzzahlungen beim Kauf von Plastiktüten, die Subventionierung von Elektroautos. All das waren einmal Ideen um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Davon gibt wahrscheinlich noch tausende andere, angefangen dabei, was der Verbraucher machen kann, bis hin zum direkten Eingriff in die Marktwirtschaft. Doch welche Vorschläge sind effizient? Welche Auswirkung haben sie?
06.09.2021 10:35
Aktualisiert: 06.09.2021 10:35
Lesezeit: 2 min

Quelle: pexels

Kurzstreckenflugverbot, Zusatzzahlungen beim Kauf von Plastiktüten, die Subventionierung von Elektroautos. All das waren einmal Ideen um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Davon gibt wahrscheinlich noch tausende andere, angefangen dabei, was der Verbraucher machen kann, bis hin zum direkten Eingriff in die Marktwirtschaft. Doch welche Vorschläge sind effizient? Welche Auswirkung haben sie?

CO2-Zertifikate

Co2-Zertifikate, oder auch Kohlendioxid-Zertifikate genannt, sollen den Markt regulieren, ohne direkt einzugreifen. Kurz gesagt sollen Unternehmen verpflichtet werden, sich Rechte an CO2-Emissionen zu kaufen, wenn sie dieses weiterhin produzieren wollen. Das schafft einen Anreiz in klimafreundliche Techniken zu investieren und damit die Unternehmen dazu zu bringen von sich aus Klima-positiver zu arbeiten. Diese Form von Anreizen ist in unserer freien Marktwirtschaft üblich und hat in der Vergangenheit schon bei anderen Themen positive Ergebnisse erzielt. Es sorgt dafür, dass sich die Unternehmen selbst bestimmen, wie lange sie bereit sind, viel Geld für Kohlendioxid-Zertifikate auszugeben, bzw. wie schnell sie in Richtung klimaneutral steuern.

Kohleausstieg

Kohleausstieg bezeichnet die Entscheidung, Kohle nicht mehr abzubauen oder zu verwenden. Das ist etwas, was die Menschen schon seit langem fordern und noch länger sinnvoll ist. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass der Kohleabbau weder effizient, noch lukrativ ist. Nur wegen der staatlichen Zuschüsse schöpfen die Betreiber von Kohlekraftwerken noch Gewinn. Sie ist außerdem bekanntermaßen eines der Dinge, die den Klimawandel schnell vorantreiben. Der konkrete Ausstieg wird von Klimaaktivisten weit früher gefordert, als die Politik aktuell plant.

Deutschland ist noch lange nicht so weit komplett auf erneuerbare Energien umzuschwenken, eine Idee ist aber sich vorerst auf diese und Atomenergie zu stützen. Atomenergie birgt, im Gegensatz zur Kohle, wenig Risiken für die Umwelt, das Größte liegt in den Reaktoren, welche in Deutschland allerdings häufig gewatet werden und somit Gefahren schon früh erkannt werden können. Dadurch steigen auch Uran Aktien, welche mit dieser Planung noch eine lange Zukunft haben.

Massentierhaltung stoppen

Auch diese Forderung stellen Klimaaktivisten, als auch Tieraktivisten schon lange. Deutschland gehört zu den Vorreitern, was Massentierhaltung betrifft und die Politik arbeitet aktuell in nicht daran, das zu ändern. Dabei ist schon längst klar, dass Tierwohl und Umweltfreundlichkeit im Einklang miteinander stehen. Denn Stalltiere, wie zum Beispiel Kühe, produzieren Methan, also Treibhausgase, welche sich in der Erdatmosphäre sammeln und damit den Treibhauseffekt vergrößern. Der Effekt funktioniert wie folgt: Die Sonne strahlt auf die Erde, was diese erwärmt. Die Erde wiederum gibt einen Teil dieser Wärme zurück in die Atmosphäre. Die Treibhausgase verursachen nun, dass die zurückgesendete Wärme nicht vollständig in die Atmosphäre gelangen, sondern größtenteils wieder zurück auf die Erde getrieben werden. Das hat zur Folge, dass sich die Erde mehr erwärmt, was sich negativ auf Wetter, Temperaturen, Flora und Fauna auswirkt. Ein Verbot oder mindestens eine Einschränkung der Massentierhaltung wäre also sinnvoll.

Quelle: pixabay

Was ist nun am sinnvollsten?

Das lässt sich pauschal wohl nicht genau sagen. Im Endeffekt ist es einfach wichtig, dass die Politik nun tatsächlich damit anfängt große Maßnahmen zu ergreifen, denn diese lassen schon lange auf sich warten. Die Einhaltung der 1,5 °C ist keine utopische oder extreme Forderung, sondern ein Kompromiss-ziel, welches sich einzuhalten lohnt.


DWN
Politik
Politik Straße von Hormus: Militärische Eskalation zwischen USA und Iran erreicht neue Stufe
20.07.2026

Nach weiteren Angriffen beider Seiten verschärft sich die Lage im Nahen Osten zusehends. Während Washington seine Militärpräsenz...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Aquaductus: Erste Nordsee-Wasserstoffpipeline nimmt konkrete Formen an
20.07.2026

Eine Wasserstoffpipeline soll künftig grünen Wasserstoff aus der Nordsee an Land bringen und die Energieversorgung stärken. Jetzt...

DWN
Finanzen
Finanzen Ein Gewinn für Unternehmen und Bürger: Brüssel lockert die strengsten Regeln des Emissionshandels
20.07.2026

Die Europäische Kommission wird am Freitag einen Vorschlag zur Überarbeitung des Emissionshandelssystems (ETS) vorlegen. Wir haben uns...

DWN
Politik
Politik US-Inflation außer Kontrolle? Warum Amerikas Wähler die Geduld verlieren
19.07.2026

Die offiziellen Wirtschaftsdaten wirken solide, doch viele Amerikaner empfinden ihre finanzielle Lage als zunehmend bedrückend. Bidens...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BMW-Werksleiter Schröder: Wie ein Maschinenbauingenieur erfolgreich durch turbulente Jahre führt
19.07.2026

Der Leiter des BMW-Werks in Dingolfing, dem größten in Europa, setzt auf die Qualifikation der Mitarbeiter, was sich in der stetig...

DWN
Finanzen
Finanzen Gefällt Dir das Produkt? Dann kaufe die Aktie!
19.07.2026

Früher war Aktienauswahl oft erstaunlich einfach: Wer ein Produkt mochte und verstand, investierte auch in das Unternehmen dahinter. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Die zehn reichsten Deutschen – und der Vergleich zu Elon Musk
19.07.2026

Deutschlands reichste Menschen sind Unternehmer und Erben von Unternehmern, deren Firmen weltweit Milliarden Euro umsetzen. Gründer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Japan: Der Feind ist nicht das Elektroauto, der Feind ist der Kohlenstoff
19.07.2026

Autos aus diesem asiatischen Land stehen ganz oben auf der Wunschliste potenzieller Käufer. Zu den Stärken der Branche zählen die...