Politik

Spahn will nach der Bundestagswahl ein politisches Amt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Deutschen auch in der kommenden Legislaturperiode mit seinen politischen Geschicken beglücken.
15.09.2021 11:48
Aktualisiert: 15.09.2021 11:48
Lesezeit: 1 min
Spahn will nach der Bundestagswahl ein politisches Amt
CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn (r) freut sich neben Daniel Funke am 09.12.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen) beim Parteitag der CDU nach der Bekanntgabe der Ergebnisse für den ersten Wahlgang der weiteren Mitglieder des Präsidiums der CDU. (Foto: dpa) Foto: Michael Kappeler

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht noch Chancen für die Union auf den Sieg bei der Bundestagswahl und strebt ein politisches Amt an. „Ja, ich möchte ein Amt“, sagte Spahn am Montag in Düsseldorf beim Ständehaustreff der „Rheinischen Post“. Nur aus einem Amt heraus lasse sich gestalten. „Das ist auch das Ziel nach dem 26. September.“ Spahn gehört nicht zu dem achtköpfigen sogenannten Zukunftsteam, das Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) Anfang September für den Wahlkampfendspurt vorgestellt hatte.

Trotz der historisch schlechten Umfragewerte für die Union seien noch „viele Chancen“ da, sagte Spahn. 41 Prozent der Wahlberechtigten hätten noch nicht entschieden, wo sie ihr Kreuz auf dem Wahlzettel machten. Ein Ergebnis über 25 Prozent sei „ohne Zweifel erreichbar“. Die CDU habe als Volkspartei ein Potenzial auch „deutlich über 30 Prozent“, sagte Spahn, der auch stellvertretender CDU-Vorsitzender ist. Im Gegensatz zu 1998, als die Union unter dem langjährigen Kanzler Helmut Kohl die Bundestagswahl verlor, spüre er beim derzeitigen Wahlkampf nicht die Stimmung, dass Deutschland ein „linkeres Land“ werden solle. Spahn lobte Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU). Er könne zuhören, Kompromisse aushandeln, sei zugewandt und bringe „Dinge nach vorn“.

Die CDU habe aber auch Fehler im Wahlkampf gemacht, gestand er ein. So habe sie ihre „Offensive“ im Wahlkampf „im Zweifel eine Woche zu spät begonnen“. Zu lange sei im Wahlkampf über „Nebensächlichkeiten“ geredet worden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Die Produktionskosten in Deutschland sind astronomisch
03.09.2026

In den Jahren 2031, 2032 und 2034 sollen Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm geschlossen werden. Dort arbeiten 45.000 Menschen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Hoffnung für die Wirtschaft? Ifo erhöht Prognose deutlich
03.09.2026

Die deutsche Wirtschaft kommt überraschend kräftig aus der Krise – doch der Aufschwung hat einen hohen Preis. Das Ifo-Institut hebt...

DWN
Politik
Politik Deutschland entkommt russischem Gas und landet in der nächsten Falle
03.09.2026

Deutschland hat sich vom russischen Pipelinegas gelöst und setzt nun stark auf Flüssiggas. Doch inzwischen kommt ein Großteil des...

DWN
Finanzen
Finanzen Niederländische Zentralbank holt 86 Tonnen Gold von USA und Kanada nach Europa
03.09.2026

Die Niederlande ziehen 86 Tonnen Gold aus New York und Ottawa ab und bringen sie nach London. Dahinter steckt die Sorge vor geopolitischen...

DWN
Politik
Politik Neueste Gespräche zwischen USA und Russland irritieren Europa
03.09.2026

Zuletzt schienen die USA beschlossen zu haben, die tief eingeschlafenen Gespräche mit Moskau wiederzubeleben. Zwar liegt über dem Besuch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Warum die Inflation in Deutschland (bislang) niedriger als im Euroraum ist – und warum das kein Vorteil ist
03.09.2026

Noch steht Deutschland im Vergleich mit vielen europäischen Ländern gut da, was die Inflationsrate angeht. Doch das könnte sich bald...

DWN
Finanzen
Finanzen Chronische Unterfinanzierung der Bahn: Bündnis fordert langfristig mehr Geld
03.09.2026

Der neue Haushaltsentwurf kürzt ausgerechnet die Mittel für Sanierung und Ausbau des Schienennetzes um 1,3 Milliarden Euro....

DWN
Panorama
Panorama Neom: Saudi-Arabien bremst seinen Billionen-Traum
03.09.2026

Saudi-Arabien wollte mit Neom zeigen, wie die Stadt der Zukunft aussieht. Doch nun stockt ausgerechnet das spektakulärste Prestigeprojekt...