Unternehmen

BMW investiert in US-Lithium-Startup - und treibt damit E-Mobilität voran

Der bayerische Autobauer BMW hat sich bei der Einführung der E-Mobilität ehrgeizige Ziele gesetzt. Jetzt macht das Unternehmen dabei einen Schritt nach vorne.
19.10.2021 16:17
Lesezeit: 1 min

Die BMW Group investiert über ihren Venture-Capital-Fonds BMW i Ventures in ein besonderes Lithium-Verfahren, das das US-Startup Lilac Solutions entwickelt hat. Die US-Amerikaner haben eine Technologie entwickelt und patentieren lassen, die den Abbau des Stoffes aus den E-Batterien wirtschaftlicher und effizienter machen soll. Dies ist ein wichtiges Problem, das alle Hersteller unbedingt lösen müssen.

„Innovative Technologien führen zu einem besseren, nachhaltigeren und effizienteren Zugang zu Rohstoffen. Mit der Investition in Start-Ups beschleunigen wir die Entwicklung neuer Technologien, fördern den Wettbewerb und setzen Impulse, die jungen Unternehmen den Marktzugang erleichtern,“ sagte Wolfgang Obermaier, der Vertreter der BMW Group. „Durch die Investition in Lilac Solutions fördern wir den Technologiefortschritt im Bereich des Lithiumabbaus. Dabei steht der verantwortungsvolle und nachhaltige Abbau im Vordergrund", fügte Obermaier hinzu.

Damit macht BMW einen Schritt nach vorne, um die Elektromobilität voranzutreiben. Das Management hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden zehn Jahren etwa zehn Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Bereits 2030 soll mindestens die Hälfte des weltweiten Absatzes aus vollelektrischen Fahrzeugen bestehen.

Zur Einordnung: Der Hersteller hat bis Ende Juni des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Auslieferungen von elektrischen und plug-in-hybriden Fahrzeugen um fast 150 Prozent auf mehr als 153.000 erhöht. Das entspricht elf Prozent an den gesamten Auslieferungen. Der deutsche Autohersteller hat überwiegend davon profitiert, dass sich die internationalen Märkte nach der Pandemie insgesamt wieder erholt haben.

"Die neue Technologie beruht auf dem Austausch von Ionen und soll die Auswirkungen auf die Umwelt im Vergleich zu konventionellen Methoden deutlich verringern", schreiben die Fachleute des Portals www.chemie.de. "Sie hat sich bereits in ersten Feldpilotprojekten bewährt und muss nun beweisen, dass sie skalierbar ist und mittelfristig in die Industrialisierung gehen kann. Das Verfahren wäre dann weltweit in Solen einsetzbar, auch wenn diese nur einen geringen Lithiumgehalt haben," werfen sie einen Blick nach vorne.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Politik
Politik Sorge um Stabilität: Berlin fordert mehr EU-Hilfe für Syrien
18.03.2026

In Deutschland leben auch mehr als ein Jahr nach dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad noch Hunderttausende Flüchtlinge aus...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Krise in deutscher Autobranche - Rüstungsindustrie als Rettungsanker
18.03.2026

Die Absatzschwäche der Autohersteller trifft viele Zulieferbetriebe in Deutschland. Deswegen sind Alternativen gefragt. Wie die boomende...

DWN
Politik
Politik Rheinland-Pfalz wählt am 22. März: Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und CDU
18.03.2026

Seit 1991 besetzt die SPD in Rheinland-Pfalz durchgehend das Amt des Ministerpräsidenten. SPD und CDU liegen momentan in den Umfragen fast...

DWN
Finanzen
Finanzen Volkswagen T-Roc im Marktcheck: Warum der T-Roc dem Golf Konkurrenz macht
18.03.2026

Der Volkswagen T-Roc steht exemplarisch für den Wandel im Automarkt, in dem kompakte SUVs zunehmend klassische Modelle wie den Golf...

DWN
Panorama
Panorama BER-Warnstreik: Flüge gestrichen – welche Rechte Passagiere jetzt haben
18.03.2026

Der Warnstreik am BER bringt den Flugverkehr in Berlin komplett zum Erliegen. Tausende Reisende stehen vor kurzfristigen Änderungen ihrer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Google investiert in Batteriespeicher: Neues Rechenzentrum nutzt Langzeitspeicher
18.03.2026

Google investiert in neue Energiespeicher, um den steigenden Strombedarf von Rechenzentren abzusichern, und setzt dabei auf die...

DWN
Politik
Politik Cum-Ex-Skandal: Kronzeuge Steck im DWN-Interview – der Betrug, den Politik und Banken gemeinsam möglich machten
17.03.2026

Zehn Milliarden Euro Schaden, tausende Beschuldigte – und bis heute keine politische Verantwortung. Der Cum-Ex-Kronzeuge und Autor Dr....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Straße von Hormus im Krisenmodus: Globale Lieferketten geraten unter Druck
17.03.2026

Die faktische Blockade der Straße von Hormus bringt zentrale Handelsströme ins Stocken und treibt Energie- sowie Transportkosten weltweit...