Finanzen

BayernLB kommt gut durch Krise und erhöht erneut Prognose für 2021

Die BayernLB hat ihren Gewinn mehr als verdoppelt und profitiert dabei von günstiger Refinanzierung bei der EZB.
11.11.2021 11:51
Lesezeit: 1 min

Die BayernLB hat ihren Gewinn mehr als verdoppelt und profitiert dabei von günstiger Refinanzierung bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Ergebnis vor Steuern stieg in den ersten neun Monaten auf 644 Millionen Euro von 276 Millionen vor Jahresfrist, wie die nach der LBBW zweitgrößte Landesbank am Donnerstag mitteilte. Alle Kundensegmente hätten sich operativ gut entwickelt und man habe trotz Corona-Krise vergleichsweise wenig notleidende Kredite, sagte Vorstandschef Stephan Winkelmeier. Deshalb erwarte die Bank vor Steuern einen Gewinn, der über der zum Halbjahr angehobenen Prognose von 500 bis 700 Millionen Euro liege.

Winkelmeier betonte, man habe Rückenwind bekommen durch die Teilnahme an den Finanzspritzen der EZB und durch eine positive Risikovorsorge. Denn die BayernLB konnte sich über diese sogenannten TLTRO-Tender günstig refinanzieren und spürte dies beim Anstieg des Zinsüberschusses von 9,1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. In der Folge kletterte auch die Bilanzsumme auf 293 Milliarden Euro und lag damit deutlich über den gut 256 Milliarden Euro von Ende 2020. Zudem konnte das Institut 52 Millionen Euro mehr Risikovorsorge auflösen als es neu bilden musste.

Größter Gewinnbringer war abermals die Direktbank DKB, die mit rund 4,9 Millionen Kunden ein Ergebnis von 356 (Vorjahr: 234) Millionen Euro vor Steuern erwirtschaftete.

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