Politik

UN warnen vor Hungerkrise in Afghanistan

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen warnt vor einer steigenden Zahl Hungernder in Afghanistan.
15.11.2021 11:00
Aktualisiert: 15.11.2021 11:15
Lesezeit: 1 min
UN warnen vor Hungerkrise in Afghanistan
Die zweijährige Guldana, die unterernährt ist, sitzt auf einem Krankenhausbett im Indira-Gandhi-Krankenhaus. Die Zahl der Menschen, die in Afghanistan unter der Hungersnot leiden, ist nach Angaben des Welternährungsprogramms auf 8,7 Millionen angestiegen. (Foto: dpa) Foto: Bram Janssen

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen warnt vor einer steigenden Zahl Hungernder in Afghanistan. 18,8 Millionen Menschen litten laut einer Prognose derzeit täglich Hunger, erklärte der FAO-Vertreter in der afghanischen Hauptstadt Kabul, Richard Trenchard, am Donnerstag. Er forderte ein sofortiges Handeln, um eine Katastrophe zu verhindern. Ihm zufolge könnte die Zahl der Hungernden bis Jahresende auf 22,8 Millionen steigen.

Die Dürre-Krise der vergangenen Monate habe sich durch den Zusammenbruch der Wirtschaft und das Ausbleiben internationaler Hilfe zu einer nationalen Krise entwickelt, erklärte Trenchard weiter. In Afghanistan sei Landwirtschaft ein Rückgrat der Ökonomie. Humanitäre Hilfe sei nun nötig, um Bauern, Tierhalter und Hirten zu unterstützen.

Auch das Welternährungsprogramm WFP warnte am Donnerstag vor den Folgen der Klimakrise für den Welthunger. „Für viele Menschen in Madagaskar, Afghanistan oder Mosambik ist es bereits fünf nach zwölf“, erklärte der neue Leiter des Berliner WFP-Büros, Martin Frick. Wegen des Klimawandels, Konflikten und der Corona-Pandemie schössen humanitäre Bedarfe explosionsartig in die Höhe. Weltweit litten bereits 811 Millionen Menschen an Hunger.

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