Technologie

US-Marine testet neuartige Laserwaffe im Golf von Aden

Die USA haben im Golf von Aden eine neuartige Laserwaffe getestet.
16.12.2021 10:57
Aktualisiert: 16.12.2021 10:57
Lesezeit: 1 min
US-Marine testet neuartige Laserwaffe im Golf von Aden
Die US-Marine im Golf von Aden. (Foto: US Naval Forces Central Command / Devin Kates)

Am 14. Dezember 2021 hat die US-Marine einen Prototyp eines des Laser Weapon System Demonstrator (LWSD) eingesetzt, um ein schwimmendes Ziel im Golf von Aden erfolgreich zu zerstören, teilte die Fünfte Flotte der US-Marine mit. Die Waffe, die als Nachfolger ihres bestehenden Laserwaffensystems (LaWS) der nächsten Generation gilt, wurde an Bord der USS Portland, einem amphibischen Transportdockschiff, montiert.

Von der US-Marine geteilte Falschfarbenbilder zeigen einen Laserstrahl, der vom Bug des Schiffes ausgeht und auf das statische Ziel fokussiert, berichtet die „Navy Times“.

Mit einer Leistung von 150 Kilowatt ist der LWSD der stärkste Laser der US-Marine, etwa fünfmal stärker als der 30-Kilowatt-LaWS. Der Testschuss war nicht der erste Probelauf, da die Waffe im vergangenen Jahr verwendet wurde, um eine Drohne über dem Pazifischen Ozean abzuschießen.

Der jüngste Test wurde jedoch in einem politisch angespannten Teil der Welt durchgeführt. Der Golf von Aden trennt Ostafrika von der Arabischen Halbinsel. Er grenzt an die die Südküste des Jemen an, wo eine von Saudi-Arabien geführte und von den USA unterstützte Militärkoalition seit 2015 Krieg gegen vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen führt. Die Huthis haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit Sprengstoff beladene Drohnenboote einzusetzen, um die saudische Schifffahrt im Golf zu bedrohen, der das Rote Meer mit der Außenwelt verbindet und ein wichtiger Schifffahrtskorridor ist.

Auch die Schifffahrt im Golf von Aden ist ständig von Piratenüberfällen aus Somalia bedroht. Die USA, China, Russland und Japan haben in den letzten zehn Jahren alle Anti-Piraterie-Missionen im Golf unternommen.

Die USA sind nicht die einzige Weltmacht, die auf Laserwaffen setzt. Nach einer frühen Führungsrolle bei der Entwicklung von Hyperschallraketen wird Russland sein Arsenal bald um Hochleistungslaser erweitern, sagte Präsident Wladimir Putin im April 2021. In einem Interview im vergangenen Monat sagte Putin, die russische Marine werde bald mit „neuen Hyperschall-Waffensystemen, Hochleistungslasern und Robotersystemen ausgestattet, die in der Lage sein werden, potenziellen militärischen Bedrohungen effektiv zu begegnen“.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Fed-Zinsentscheid: Höhere Zinsen treffen auch Deutschland
17.09.2026

Die Fed dreht wieder an der Zinsschraube und macht klar, dass weitere Erhöhungen folgen könnten. Das verteuert Kredite, setzt Aktien und...

DWN
Finanzen
Finanzen Platzt die KI-Blase aufgrund des überhitzten Anleihemarktes?
17.09.2026

Ist der KI-Boom nur ein überzogener Hype? Wann ziehen die Investoren die Bremse - oder werden alle Erwartungen an die Einnahmen durch...

DWN
Finanzen
Finanzen Bilfinger-Aktie bricht ein: 1.500 Stellen gefährdet
17.09.2026

Die Bilfinger-Aktie stürzt ab, nachdem der Konzern seine Prognose erneut senkt und bis zu 1.500 Stellen streicht. Für die Bilfinger-Aktie...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienmarkt kühlt ab: Bauzinsen durchbrechen neue Marke
17.09.2026

Ob Eigenheim oder Wohnung: Viele Menschen wollen in die eigenen vier Wände. Doch stark steigende Bauzinsen machen für viele die Rechnung...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zweite Meerenge Bab al-Mandab zu: Dieselpreis schon jetzt auf Rekordhoch
17.09.2026

Die Huthi haben die strategisch wichtige Insel Perim im Bab al-Mandab erobert und ihre Stellungen an der Meerenge ausgebaut. Neben der...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Erholung nach dem Fed-Schock – doch Dollar und Zinsen bremsen
17.09.2026

Der Goldpreis holt nach heftigen Ausschlägen wieder auf. Doch die erste US-Zinserhöhung seit drei Jahren verändert das...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Gegen den Trend: KI-Start-up Langdock verlegt Sitz nach Deutschland
17.09.2026

Langdock kehrt mit seinem Hauptsitz aus den USA nach Deutschland zurück und plant Investitionen in ein eigenes Rechenzentrum für mehr...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nach Drei-Euro-Zoll kommt die nächste Gebühr
17.09.2026

Neben Zöllen auf Onlinekäufe aus China kommt nun auch eine Gebühr für die Bearbeitung von Sendungen. Die Verantwortung des Verkäufers...