Finanzen

Russische Bank: Kommen auch ohne Zahlungssystem Swift klar

Das russische Finanzsystem kann der zweitgrößten Bank des Landes zufolge einen vom Westen wegen des Ukraine-Konflikts angedrohten Ausschluss vom internationalen Zahlungssystem Swift wegstecken.
20.12.2021 10:14
Lesezeit: 1 min
Russische Bank: Kommen auch ohne Zahlungssystem Swift klar
Das Logo der internationale Zentrale für Finanztransaktionen SWIFT aufgenommen am 23.06.2006 an der Geschäftsstelle in Frankfurt. (Foto: dpa) Foto: Fredrik v. Erichsen

Das russische Finanzsystem kann der zweitgrößten Bank des Landes zufolge einen vom Westen wegen des Ukraine-Konflikts angedrohten Ausschluss vom internationalen Zahlungssystem Swift wegstecken. „Natürlich werden wir überleben“, sagte der Chef der VTB Bank, Andrej Kostin, am Sonntag dem staatlichen Fernsehsender Rossija 1. „Es wäre eine sehr ernste Maßnahme. 'Unfreundlich' wäre noch zu milde ausgedrückt.“ Er halte einen solchen Schritt aber nicht für wahrscheinlich.

Die USA und ihre westlichen Verbündeten haben Moskau vor ernsten wirtschaftlichen Folgen gewarnt, sollte Russland in die Ukraine eindringen. Im Raum steht dabei auch, Russland von Swift abzuschneiden, das für den globalen Geldfluss sehr wichtig ist. Russland hat sein eigenes Bankinformationssystem eingerichtet, bekannt als SPFS. Sollte der Ausschluss von Swift erfolgen, sollen so Turbulenzen eingedämmt werden. Zuvor hatte bereits der Chef des größten russischen Geldhauses Sberbank, German Gref, Berichte als Unsinn zurückgewiesen, wonach neue US-Sanktionen sich auf Moskaus Fähigkeit auswirken könnten, Rubel in Dollar und andere Währungen umzutauschen.

Russische Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine haben im Westen Besorgnis ausgelöst. US-Präsident Joe Biden hat seinen russischen Kollegen Wladimir Putin vor einer militärischen Eskalation der Ukraine-Krise gewarnt. Die Regierung in Moskau verneint Invasionspläne. Sie fordert eine Zusicherung des Westens, militärische Aktivitäten in der Ukraine und Osteuropa aufzugeben und auf eine Erweiterung der Nato zu verzichten. Die Nato müsse ihre Truppen auf die Positionen von 1997 zurückziehen.Wie di

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie Wind- und Solarenergie in EU übertrifft fossile Brennstoffe
22.01.2026

Wind- und Solarenergie haben 2025 in der EU erstmals mehr Strom erzeugt als fossile Brennstoffe. Gut 30 Prozent des Stroms stammten aus...

DWN
Politik
Politik Machtverschiebung in Syrien: Rückzug der Kurden und Neuausrichtung der USA
22.01.2026

Der Rückzug der Kurden aus Nordostsyrien markiert eine strategische Zäsur und verschiebt das Machtgefüge zwischen Damaskus und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Boykott: Wie Dänen amerikanische Produkte aus dem Einkauf verbannen
22.01.2026

Der politische Streit um Grönland erreicht den Alltag der Verbraucher. In Dänemark meiden viele gezielt US-Produkte, unterstützt von...

DWN
Politik
Politik US-Präsident Trump gründet Friedensrat: Wer teilnimmt und wer ablehnt
22.01.2026

Trumps neuer "Friedensrat" sorgt international für Diskussionen. Während Ägypten, Albanien und Argentinien sofort zusagen, halten...

DWN
Politik
Politik Europa, die digitale Kolonie: Fünf Risiken im Umgang mit Trump
22.01.2026

Donald Trumps Umgang mit Europa sorgt für Alarm: Nach Zolldrohungen und dem Grönland-Konflikt wirkt die EU machtlos. Berlin und Brüssel...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Spielwarenhändler Rofu insolvent: So geht es jetzt für Kunden und Mitarbeiter weiter
22.01.2026

Der Spielwarenhändler Rofu steht plötzlich im Fokus einer drastischen Entwicklung: Nach Problemen im Geschäft rutscht das...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienmarkt im Schockzustand: Zinswende, Preisverfall, Baukrise – wie geht es 2026 weiter?
22.01.2026

Auf dem Immobilienmarkt setzt nach dem Zinsschock und einem Preissturz im Jahr 2025 eine zarte Gegenbewegung ein – aber mit völlig...

DWN
Politik
Politik Trump reist ohne Erfolge vom Weltwirtschaftsforum in Davos ab
22.01.2026

Mit Drohungen über neue Zölle und dem Anspruch auf eine stärkere US-Dominanz über Grönland versuchte US-Präsident Donald Trump, die...