Finanzen

Deutsche Börsianer zittern sich in den neuen Tag - Ökonomen machen Mut

Die Anleger sind heute Morgen wieder sehr nervös. Deswegen versucht das ZEW-Institut, sie zu beruhigen.
18.01.2022 11:54
Aktualisiert: 18.01.2022 11:54
Lesezeit: 1 min
Deutsche Börsianer zittern sich in den neuen Tag - Ökonomen machen Mut
Die Börsen brauchen wieder positive Impulse. (Foto: dpa)

Der Dax hat bis 12 Uhr 1,1 Prozent auf 15.751 Punkte verloren.

Die Börsianer bleiben die ganze Zeit unruhig. Neue Nachrichten, die den Abwärtsgang der Märkte heute Morgen bewirkt haben, gibt es nicht. Händler sprechen wieder von den Zinssorgen, welche die Runde machen. Doch steckt dies die ganze Zeit schon in den Köpfen der Anleger. Es kann somit auch sein, dass sich der aktuell starke Verkauf schon sehr bald wieder beruhigt. Das Gezitter der Börsen bleibt wohl noch eine ganze Weile bestehen.

Diejenige Aktie, die besonders gebeutelt wurde, war Delivery Hero, das 3,2 Prozent auf 75,52 Euro verlor. Dahinter kam Sartorius, das 2,6 Prozent auf 447,90 Euro einbüßte. Darüber hinaus verzeichnete Covestro ein Minus von 2,4 Prozent auf 53,80 Euro.

Zu sehen ist auch, dass die Experten versuchen, die Börsen mit positiven News wieder zu stimulieren. So berichtet das renommierte Institut ZEW, dass in der aktuellen Umfrage in Deutschland die Konjunkturerwartungen vom Januar 2022 einen Sprung um 21,8 Punkte nach oben gemacht haben und auf einem neuen Wert von 51,7 Punkten gelandet sind. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich nach Auskunft des ZEW aber erneut verschlechtert. Der Wert des Lageindikators fällt um 2,8 Punkte und liegt damit bei minus 10,2 Punkten. Es sieht ganz danach aus, dass sie den positiven Teil ihrer Statistik bewusst nach oben gezogen haben.

„Der Konjunkturausblick verbessert sich mit Beginn des neuen Jahres ganz erheblich. Die Finanzmarktexpertinnen und -experten gehen mehrheitlich davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im kommenden halben Jahr verbessern wird. Die konjunkturelle Schwächephase vom vierten Quartal 2021 dürfte bald überwunden sein. Der wesentliche Grund dafür ist die Vermutung, dass sich die Corona-Inzidenzen bis Frühsommer deutlich abschwächen werden. Die positiveren Konjunkturerwartungen betreffen mit den konsumnahen und den exportorientierten Sektoren einen großen Teil der deutschen Wirtschaft“, kommentiert ZEW-Präsident Professor Achim Wambach die aktuellen Erwartungen.

Gestern sah die Entwicklung des Dax noch wesentlich besser aus. So hat der Index noch 0,3 Prozent auf 15.933 Punkte gewonnen. Diejenige Aktie, die am meisten zulegte, war FMC, das mit einem Plus von 2,9 Prozent auf 60,66 Euro aus dem Handel ging. Dahinter kam Qiagen, das 2,8 Prozent auf 43,15 Euro verlor. Darüber hinaus gewann Brenntag zwei Prozent auf 79,36 Euro.

Doch trugen sich auch Verlierer in die Kurslisten ein: Dazu gehörte Henkel, das 2,8 Prozent auf 80 Euro, gefolgt von HelloFresh (minus 1,4 Prozent auf 55,50 Euro) und Covestro (minus ein Prozent auf 55,10 Euro).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Brady TwinLead: Wenn das Etikett plötzlich mitdenkt

Ein Etikett bleibt am Produkt, doch die Informationen dahinter können sich verändern. Mit TwinLead verbindet Brady physische...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Technologie
Technologie Starlink in der Ukraine: Streit um neue Geschwindigkeitsgrenze
14.10.2026

In der Ukraine wächst der Ärger über eine offenbar neue Einschränkung beim Satelliteninternet Starlink. Nach Angaben aus dem Umfeld von...

DWN
Politik
Politik Zuckersteuer beschlossen: Kabinett bringt Extra-Steuer auf den Weg
14.10.2026

Zwischendurch hatte das Kanzleramt sie gestoppt, das Finanzministerium musste nacharbeiten - jetzt ist die Zuckersteuer in der...

DWN
Politik
Politik Grüngasquote für private Haushalte ab 2028 sorgt für Kritik
14.10.2026

Die schwarz-rote Koalition hatte sich bei der Einigung auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz - als Nachfolger des...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Prognose: Warum die nächsten Tage alles verändern könnten
14.10.2026

Bitcoin steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Nach massiven Kapitalabflüssen aus Bitcoin-ETFs und einem Kursrutsch auf nahezu...

DWN
Finanzen
Finanzen Sollte ich US-Banken kaufen? Warum ich Citigroup und Wells Fargo genauer prüfe
14.10.2026

Nach der starken Rally ist bei US-Bankaktien Ernüchterung eingekehrt. Gleichzeitig steigen die Gewinne vieler Institute weiter. Für mich...

DWN
Technologie
Technologie Kühlschränke im Auftaumodus: Cyberangriff stört Kühlanlagen französischer Handelsketten
14.10.2026

Eine Cyberattacke störte die Funktion von Kühlschränken mehrerer französischer Handelsketten. Lebensmittel müssen weggeworfen werden -...

DWN
Politik
Politik Regierungsbildung liegt auf Eis: Schwerdtner bedauert Gesprächspause in Berlin
14.10.2026

Die Gespräche über eine rot-grün-rote Regierung in Berlin liegen auf Eis. Linken-Chefin Ines Schwerdtner hält die Erklärung ihrer...

DWN
Immobilien
Immobilien Nach Fehlstart: „Jung kauft Alt“ wird massiv aufgestockt – lohnt sich die Eigenheimförderung?
14.10.2026

Bis zu 40.000 Euro mehr Kredit, Zinsen weit unter Marktniveau und lockerere Sanierungsvorgaben: Nach schwachem Start bessert der Bund bei...