Finanzen

Saudi-Arabien erwägt Abwicklung von Öl-Exporten in chinesischen Renminbi

Medienberichten zufolge könnten die Saudis bald chinesische Renminbi für ihre Exporte nach Fernost akzeptieren - Geburtsstunde für einen „Petro-Yuan“?
15.03.2022 16:36
Aktualisiert: 15.03.2022 16:36
Lesezeit: 1 min
Saudi-Arabien erwägt Abwicklung von Öl-Exporten in chinesischen Renminbi
Vertreter der staatlichen saudi-arabischen Ölgesellschaft Aramco und Börsenvertreter feiern während der offiziellen Zeremonie anlässlich des Debüts des Börsengangs von Aramco an der Riyadh Stock Exchange. (Foto: dpa) Foto: -

Der saudi-arabische Ölkonzern Aramco könnte in naher Zukunft einen Teil seiner Rohölverkäufe nach China in der chinesischen Landeswährung Renminbi (Yuan) abwickeln - und nicht mehr wie bisher ausschließlich US-Dollar akzeptieren.

Wie das Wallstreet Journal berichtet, sollen sich beide Seiten in dieser Frage derzeit annähern. Über die Umstellung der Bezahlungsmodalitäten würden Riad und Peking dem Bericht zufolge schon seit sechs Jahren verhandeln, nun aber käme Bewegung in die Sache.

China kauft mehr als ein Viertel des von Saudi-Arabien exportierten Rohöls. Eine (teilweise) Umstellung würde den Yuan weiter aufwerten, weil die Saudis die signifikanten Yuan-Erträge wiederum in Wertpapiere und Anlagen investieren müssten und dadurch die Herausbildung einer entsprechenden Infrastruktur beschleunigt wird.

Die chinesische Regierung käme ihrem Ziel, den Renminbi zu einer weltweit akzeptierten Handels- und Reservewährung aufzubauen, näher. In Analogie zum vorherrschenden System des „Petro-Dollar“ müsste im Fall einer Einigung zwischen Riad und Peking von der Entstehung eines „Petro-Yuan“ gesprochen werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Draghi stößt Grundsatzdebatte an: Europäische Föderation für mehr Handlungsfähigkeit?
25.02.2026

Mario Draghi löst mit seiner Forderung nach einer europäischen Föderation eine Grundsatzdebatte über die Zukunft der EU aus. Kann eine...

DWN
Politik
Politik Kuba im geopolitischen Spannungsfeld: Díaz-Canel vor strategischer Bewährungsprobe
25.02.2026

Kubas Regime gerät durch Energiekrise, geopolitischen Druck und wachsende Isolation zunehmend unter strukturellen Stress. Steht das...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Börsentag: Technologiesektor erholt sich, AMD und Softwarefirmen glänzen
24.02.2026

Die US-Aktienmärkte legten am Dienstag zu, da die Ängste der Investoren vor KI-bedingten Umwälzungen nachließen. Der Fokus des Marktes...

DWN
Politik
Politik Düsterer Jahrestag des Ukraine-Kriegs: Ungarn blockiert EU-Hilfen für die Ukraine
24.02.2026

Fünf Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs steht die Ukraine weiter unter massivem Druck. Politische Blockaden in der EU,...

DWN
Finanzen
Finanzen MTU-Aktie nach Rekordhoch unter Druck: Ausblick und sinkende Margen belasten
24.02.2026

Die MTU Aero Engines-Aktie gerät nach starken Zahlen und ehrgeizigen Zielen spürbar unter Druck. Trotz Rekordhoch mehren sich Zweifel an...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Schweiz-Abkommen: EU-Staaten ebnen Weg für intensivere Zusammenarbeit mit der Schweiz
24.02.2026

Die Europäische Union und die Schweiz rücken politisch und wirtschaftlich enger zusammen. Neue Abkommen sollen zentrale Bereiche wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Fedex-Aktie: Versandriese klagt auf Rückerstattung von Trump-Zöllen
24.02.2026

Der Logistikriese Fedex zieht gegen die US-Regierung vor Gericht – mit potenziell weitreichenden Folgen für die Fedex-Aktie und den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Aldi und Lidl vor juristischen Hürden: Expansion in Irland stößt auf Widerstand
24.02.2026

Aldi und Lidl stoßen bei ihrer Expansion in Irland zunehmend auf Widerstand durch Wettbewerber, die Planungsverfahren und Gerichte...