Panorama

Die reichsten Länder der Welt 2025

Reichtum ist relativ – doch wer lebt 2025 wirklich gut? das neue Ranking der reichsten Länder der Welt 2025 offenbart Gewinner, Verlierer und überraschende Wahrheiten über unser Wohlstandsverständnis.
24.07.2025 16:01
Lesezeit: 2 min

Was sind die reichsten Länder der Welt 2025? Die Kriterien

Reich zu sein bedeutet nicht nur, viel zu verdienen. Die Preise unterscheiden sich von Land zu Land – ein bescheidener Lohn kann dort mehr wert sein, wo Waren und Dienstleistungen günstiger sind. Auch die Arbeitszeit variiert: In manchen Ländern kann man mehr verdienen, obwohl man weniger arbeitet – das lässt mehr Zeit für Erholung. Bleibt die Frage: Was sind die reichsten Länder der Welt 2025?

Um diese Frage zu beantworten, hat „The Economist“ 178 Länder anhand dreier Indikatoren bewertet. Der erste: das BIP pro Kopf zu Marktwechselkursen. Einfach, anschaulich und weit verbreitet – aber er berücksichtigt keine Preisunterschiede zwischen Ländern. Der zweite Indikator: Einkommen, angepasst an lokale Lebenshaltungskosten (bekannt als Kaufkraftparität oder PPP). Dieser Wert gibt den Lebensstandard besser wieder, blendet aber die Freizeit aus – Erwerbsquote und Arbeitsstunden variieren je nach Land. Der dritte Indikator bezieht Preise und Arbeitsstunden zugleich ein. Die ersten drei Plätze des Rankings belegen: Schweiz, Singapur und Norwegen. In Dollar gerechnet liegt die Schweiz vorn – dort lag das durchschnittliche Jahreseinkommen 2024 bei über 100.000 US-Dollar. Singapur und Norwegen folgen mit 90.700 bzw. 86.800 US-Dollar.

Schweiz top, Burundi flop: Was unser Bild von Reichtum verzerrt

Laut „The Economist“ spiegeln Unterschiede zwischen den Indikatoren teils soziale Strukturen wider. Länder, in denen wenige Frauen erwerbstätig sind – etwa Saudi-Arabien oder die Türkei – stehen bei Stundenlöhnen besser da als bei Durchschnittseinkommen, weil der Lohn auf weniger Erwerbstätige entfällt. Auch Länder mit ungewöhnlich alten oder jungen Bevölkerungen wechseln im Ranking: In Italien sind viele im Ruhestand, in Nigeria viele noch nicht im Erwerbsalter. In beiden Fällen tragen relativ wenige Arbeitende viele Nichterwerbstätige. Am stärksten aufgestiegen ist seit dem Vorjahr Guyana – im Schnitt um 17 Plätze.

Ein Ölboom ließ die Durchschnittseinkommen gegenüber 2024 um über 40 Prozent steigen. Die USA kletterten um durchschnittlich 1,6 Punkte, obwohl Trumps aktuelle Zölle die Kaufkraft im Land belasten. Am Ende des Rankings: Burundi. Die Mehrheit der Bevölkerung ist jünger als 17 Jahre. Das kleine Land in der Region der Großen Afrikanischen Seen erzielt gerade einmal 0,15 Prozent des Schweizer Einkommensniveaus. Selbst preisbereinigt entspricht das Durchschnittseinkommen eines Schweizers dem von 100 Burundiern.

Einige Gebiete wurden nicht berücksichtigt. Etwa Bermuda – britisches Überseegebiet im Atlantik – ist zu klein für eine verlässliche Bewertung. Irland wurde wegen verzerrter BIP-Zahlen durch Steuerarbitrage ausgeschlossen, ebenso Luxemburg, wo viele Einkommen durch Grenzpendler entstehen. Ungleichheit oder Vermögen flossen nicht ins Ranking ein. Auch sind offizielle Daten mancher Länder lückenhaft oder fragwürdig – es gibt keinen perfekten Indikator für Lebensqualität. Doch als Orientierung taugen die Daten allemal.

Die reichsten Länder der Welt: Ranking 2025

  1. Norwegen
  2. Katar
  3. Dänemark
  4. Belgien
  5. Schweiz
  6. Vereinigte Staaten
  7. Niederlande
  8. Singapur
  9. Island
  10. Deutschland
  11. Vereinigte Arabische Emirate
  12. Macau
  13. Österreich
  14. Frankreich
  15. Guyana
  16. Saudi-Arabien
  17. Andorra
  18. Schweden
  19. Finnland/Großbritannien
  20. Australien

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Samsung-Aktie: KI-Boom treibt Rekordgewinn
07.07.2026

Die Samsung-Aktie erhält kräftigen Rückenwind: Der Konzern meldet den höchsten Quartalsgewinn seiner Geschichte und übertrifft selbst...

DWN
Politik
Politik Präsidentschaftswahl Frankreich 2027: Europas Albtraum steht vor der Tür
07.07.2026

Frankreich steht vor einer Entscheidung, die weit über Paris hinausreicht. Wird Marine Le Pen endgültig aus dem Rennen gedrängt, könnte...

DWN
Politik
Politik Längere Befristung bei Arbeitsverträgen: Mehr als jeder Zweite ist dagegen
07.07.2026

Die Regierungskoalition plant im Zuge der Sozialstaatsreformen die Möglichkeit einer längeren Befristung von Arbeitsverhältnissen. In...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Infrastruktur: Der Hype um künstliche Intelligenz hat neue Gewinner
07.07.2026

Nvidia ist der Star des KI-Booms, doch im Schatten der Chipgiganten entsteht eine zweite Gewinnerwelle. Rechenzentren brauchen Strom,...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: AMD-Aktien steigen kräftig, während Tech-Sektor Wall Street beflügelt
06.07.2026

Ein spektakulärer Wochenauftakt an den US-Märkten sorgt für Aufsehen – erfahren Sie, welche Entwicklungen die Kurse jetzt antreiben.

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
06.07.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Finanzen
Finanzen Steuererhöhungen 2027: Steuer auf Spirituosen steigt um 20 Prozent - Zuckersteuer kommt auch
06.07.2026

Hochprozentige alkoholische Getränke sollen zum 1. Januar 2027 höher besteuert werden. "Was krank macht, wird teurer" - Finanzminister...

DWN
Politik
Politik Haushalt 2027: Klingbeil plant 200 Milliarden Euro neue Schulden für Deutschland
06.07.2026

Mehr Milliarden vor allem für Verteidigung, höhere Schulden - das prägt den Haushaltsentwurf von Finanzminister Klingbeil für...