Politik

„Bataillon Kastuś Kalinoŭski“ aus Belarus schließt sich ukrainischer Armee an

Das belarussische „Bataillon Kastuś Kalinoŭski“ hat sich offiziell der ukrainischen Armee angeschlossen. Die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja, die sich in Warschau aufhält, ist aktiv an der Mobilisierung von Freiwilligen beteiligt.
26.03.2022 22:48
Aktualisiert: 26.03.2022 22:48
Lesezeit: 1 min
 „Bataillon Kastuś Kalinoŭski“ aus Belarus schließt sich ukrainischer Armee an
Das Telegram-Konto des „Bataillon Kastuś Kalinoŭski“. (Screenshot)

Am 25. März 2022 hat sich das nationalistische belarussische „Bataillon Kastuś Kalinoŭski“ der ukrainischen Armee angeschlossen, berichtet „The Kiev Independent“. Das Bataillon verfügt über ein Telegram-Konto. Kastuś Kalinoŭski war ein belarussischer Volksheld und einer der Anführer des antirussischen Aufstands von 1863-64. Er wurde vor 158 Jahren getötet. Am 22. März 1864 erhängten die russischen Besatzer Kalinoŭski. Vor seinem Tod gelang es ihm, einen Appell zu schreiben, der heute als „Briefe vom Galgen“ bekannt ist.

Lesen Sie auch: Militärische Aktivitäten des „Bataillon Azov“ seit 2014

Ab dem 5. März 2022 traten etwa 200 Weißrussen in die Reihen des Bataillons ein. Seit dem 13. März 2022 wurden mindestens zwei Mitglieder des Bataillons getötet. Das Bataillon wurde nach Beginn der russischen Invasion der Ukraine von belarussischen oppositionellen Formationen geschaffen. Die belarussische Oppositionelle Swetlana Tichanowskaja, die sich in Warschau aufhält, ist aktiv an der Mobilisierung von Freiwilligen beteiligt.

Die Bürgerrechtlerin traf sich mit Pavel Kukhta, Koordinator des Ausbildungszentrums für die Freiwilligen, die in die Ukraine geschickt werden sollen, einschließlich des „Bataillons Kastuś Kalinoŭski“.

Der Chefberater der Bürgerrechtlerin, Franak Viačorka, teilt über Twitter mit: „An diesem wichtigen Tag in der Geschichte von Belarus legten die Freiwilligen des Bataillons von Kastuś Kalinoŭski den Treueeid ab. Es wurde von den Freiwilligen selbst in belarussischer Sprache verfasst. Ich hoffe, dass dieser Text die Grundlage des Eids für die neue belarussische Armee wird.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie unter Druck: Analysten senken Kursziele deutlich
05.02.2026

Die Rheinmetall-Aktie hat am Donnerstag stark nachgegeben. Analysten senken ihre Prognosen, charttechnische Signale verschärfen den...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienmarkt verliert an Schwung
05.02.2026

Der Boom auf dem deutschen Immobilienmarkt gerät ins Stocken. Nach Jahren kräftiger Zuwächse steigen die Preise nur noch minimal – bei...

DWN
Politik
Politik New Start läuft aus: Nukleare Ordnung vor dem Zerfall
05.02.2026

Der letzte große Vertrag zur Begrenzung von Atomwaffen ist Geschichte. Mit dem Auslaufen von New Start verlieren die USA und Russland das...

DWN
Finanzen
Finanzen Tonies-Aktie: Toniebox 2 mit großem Erfolg für SDAX-Wert – Tonies-Zahlen schlagen Erwartungen
05.02.2026

Der Spielwarenhersteller Tonies sorgt mit starkem Wachstum und einem erfolgreichen Produktlaunch für Aufmerksamkeit an der Börse. Die...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-News: Kryptowährungen brechen ein – Bitcoin-Kurs auf tiefstem Stand seit Trumps Wahlsieg
05.02.2026

Am Donnerstag geht der Krypto-Crash weiter, Star-Investor Michael Burry warnt bereits vor einer "Todesspirale". Der Bitcoin-Kurs gerät...

DWN
Immobilien
Immobilien Fördergelder: KfW bündelt Wohnförderung in zwei Basisprogramme
05.02.2026

Weniger Programme, mehr Tempo: Die KfW verspricht schnellere Kredite für Hausbauer und Sanierer. Dem Standort Deutschland insgesamt will...

DWN
Technologie
Technologie Google Project Genie: KI verändert die Gaming-Branche
05.02.2026

Google Project Genie hat kurzfristige Marktreaktionen ausgelöst und die Debatte über KI in der Spielebranche verschärft. Handelt es sich...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Die Ergebnisse von Alphabet übertrafen die Erwartungen, doch der Anstieg der Ausgaben verschreckte die Anleger
04.02.2026

Im Jahr 2026 plant das Unternehmen, im Wettlauf um künstliche Intelligenz durchschnittlich 180 Milliarden Dollar auszugeben.