Wirtschaft

Rohstoff-Giganten warnen vor Diesel-Knappheit

Top-Manager der weltgrößten Rohstoff-Händler warnen vor einem Diesel-Defizit.
06.04.2022 11:00
Aktualisiert: 06.04.2022 11:03
Lesezeit: 1 min

Top-Managern der weltweit größten Ölhändler zufolge riskiert Europa, bald einem „systemischen“ Versorgungsdefizit bei Diesel-Kraftstoffen ausgesetzt zu sein, das sich im Zeitablauf verschlimmern und sogar zu einer Rationierung führen könnte.

Als Folge der Sanktionen gegen Russland wegen der Invasion in der Ukraine könnten den Weltmärkten rund 3 Millionen Barrel pro Tag (bpd) an russischem Rohöl und Öl-Produkten fehlen, zitiert das Portal Oilprice Manager, die Ende März auf dem FT Commodities Global Summit teilnahmen.

„Das Ding, um das sich alle Sorgen machen, ist die Versorgung mit Diesel“, wird Russell Hardy, der Vorstandsvorsitzende des Rohstoffhändlers Vitol zitiert. Insbesondere gelte dies für Europa: der Kontinent beziehe rund die Hälfte seiner Diesel-Kraftstoffe aus Russland. „Dieser systemische Mangel an Diesel ist da“, fügte er hinzu.

Torbjörn Törnqvist, der Vorstandsvorsitzende von Gunvor, wird folgendermaßen zitiert: „Dies ist ein globales Problem, aber für Europa ist es besonders schwer, weil Europa so unterversorgt bei Diesel ist.“ Europas Dieselknappheit verschlechtere sich, weil russische Ölraffinerien damit begonnen hätten, den Durchlauf zu drosseln, fügte Törnqvist hinzu.

Die weltweiten Dieselvorräte lagen schon vor dem Krieg auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Warum ich bei der Moderna-Aktie trotz 130 Prozent Kurssprung noch genau hinschaue
08.10.2026

Die großen Gewinner der ersten Jahreshälfte geraten ins Hintertreffen, während plötzlich Pharma-, Energie- und Industriewerte die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Berufestudie: Viele Menschen arbeiten nur noch fürs Geld
08.10.2026

Wer sich mit seiner Arbeit identifiziert, ist in der Regel motiviert bei der Sache. Doch laut einer neuen Umfrage empfindet eine steigende...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Entstehung eines Mega-Reeders stockt: Israel hat ZIM-Übernahme noch nicht genehmigt
08.10.2026

Hapag-Lloyd will mit der Übernahme von ZIM einen der größten Deals seiner Geschichte abschließen. Doch Israel hat dem 4,2 Milliarden...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Renditen von US-Staatsanleihen belasten die Wall Street
07.10.2026

Steigende Renditen und neue Zinsängste bringen die US-Märkte ins Wanken – erfahren Sie, welche Schwergewichte es besonders hart trifft.

DWN
Finanzen
Finanzen Beitragsbemessungsgrenzen 2027: Millionen Bürger müssen mehr vom Lohn abgeben
07.10.2026

Für Gutverdiener steigen kommendes Jahr die maßgeblichen Beitragsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung. Besonders deutlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
07.10.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wang Fengying von XPeng im Porträt: Eine Chinesin mit amerikanischer Erfolgsgeschichte
07.10.2026

Wang Fengying gehört zu den einflussreichsten Managerinnen der chinesischen Autoindustrie. Bei Great Wall Motor prägte sie Vertrieb,...