Finanzen

JPMorgan erwartet anhaltende Rohstoffen-Rallye

Laut einer aktuellen Prognose der US-Investmentbank JPMorgan steht in der gegenwärtigen Situation eine Rohstoff-Rallye um weitere 40 Prozent bevor.
08.04.2022 10:00
Aktualisiert: 08.04.2022 10:30
Lesezeit: 1 min

Die Rohstoffpreise könnten laut JPMorgan Chase um bis zu 40 Prozent ansteigen, sobald Anleger aufgrund der steigenden Inflation wieder stärker auf Sachwerte setzen. Damit würden die Rohstoffpreise ein neues Rekordniveau erreichen. Zwar liegen die Allokationen bei Rohstoffen bereits über den historischen Durchschnittswerten. Sie sind aber bisher nicht sehr übergewichtet. Dies deutet auf Spielraum für Gewinne bei Rohstoffen hin, sagen die JPMorgan-Strategen um Nikolaos Panigirtzoglou.

Die Rohstoffpreise erreichten im März ein neues Rekordniveau, als der russische Angriff auf die Ukraine die Märkte in Aufruhr versetzte und die Preise für Rohstoffe von Öl bis Weizen in die Höhe trieb. Dies hat dazu beigetragen, die weltweit hohen Inflationsraten weiter anzuheizen. In der Folge hat die US-Notenbank Federal Reserve angekündigt, ihre Geldpolitik zu straffen, was Anleger dazu veranlasst hat, die Gewichtung zwischen Aktien, Anleihen und Rohstoffen in ihren Portfolios neu zu verteilen.

"In der gegenwärtigen Situation, in der der Bedarf an Inflationsabsicherungen höher ist, ist es denkbar, dass die längerfristigen Rohstoffallokationen schließlich auf über 1 Prozent der gesamten Finanzanlagen weltweit ansteigen und damit die bisherigen Höchststände übertreffen", schreiben die JPMorgan-Strategen in einer Mitteilung vom 6. April. Unter sonst gleichen Bedingungen würde dies für Rohstoffe einen weiteren Aufwärtstrend von 30 bis 40 Prozent bedeuten", zitiert Bloomberg aus der Mitteilung.

Energierohstoffe, Metalle und Nutzpflanzen sind seit Jahresbeginn auf breiter Front gestiegen. Zu den größten Gewinnern gehört die Rohölsorte Brent, die um mehr als 30 Prozent gestiegen ist und im vergangenen Monat den höchsten Stand seit 2008 erreicht hat. Unter den führenden Banken hat sich zuletzt auch Goldman Sachs durchweg positiv zu Rohstoffen geäußert, auch wegen ihrer Rolle als Inflationsschutz. Goldman warnte in einer Notiz vom 7. April, dass ein globaler Kupferschock im Gange ist.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien im Fokus, während die Wall Street im Minus bleibt
23.10.2026

Spannung an den Finanzmärkten: Warum Technologiewerte und Rohstoffe die Anleger derzeit in Atem halten.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Erfolgreich mit Bio-Erdnüssen: Zwei Bauern sparen mit KI 90 Prozent der Arbeitskosten
23.10.2026

Trockenheit wird für Europas Landwirtschaft zum immer größeren Problem. Zwei Brüder aus Österreich reagieren darauf mit einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Firma gründen in 24 Stunden: Was jetzt wirklich möglich ist – und was nicht
23.10.2026

Ein eigenes Unternehmen an nur einem Tag gründen: Das neue Bundesportal G24 soll dem behördlichen Zickzackkurs ein Ende setzen. Seit Ende...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum Frankreich weniger Schulden hat als die USA, dafür aber härter bestraft wird
23.10.2026

Die neuesten Eurostat-Daten für das zweite Quartal zeigen, dass die französische Staatsverschuldung im Verhältnis zur...

DWN
Politik
Politik Bundeswehr: Wehrdienst-Fragebogen ignoriert? Dann droht ein Bußgeld
23.10.2026

Seit Januar werden in Deutschland junge Menschen ab 18 von der Bundeswehr zu ihrer Bereitschaft eines möglichen Wehrdiensts angeschrieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DWN-Podcast Folge 48: Die Woche im Rückblick – KW 43
23.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Länderfinanzausgleich: Söder will AfD- und Linke-Ländern Geld streichen
23.10.2026

Mit einer sogenannten "Extremismusklausel" will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mögliche von der AfD oder der Linken geführten...