Finanzen

Jetzt fallen sogar die großen Tech-Aktien: Kündigt sich der "totale Absturz" an?

Während viel andere Aktien sich schon längst im freien Fall befinden, konnten sich Big-Tech-Riesen wie Alphabet, Meta und Co. lange stabil halten. Das scheint sich jetzt zu ändern.
26.04.2022 18:14
Lesezeit: 1 min
Jetzt fallen sogar die großen Tech-Aktien: Kündigt sich der "totale Absturz" an?
Seit Jahresbeginn stürzen die Aktienkurse deutlich ab. Jetzt trifft es Big-Tech-Unternehmen wie Amazon, die lange Zeit als stabil galten.

Seit Beginn des Krieges befinden sich unzählige Aktien im freien Fall. Selbst als Hoffnungsträger gehandelte Aktien sind in vielen Fällen nur wenige Monate nach Aufnahme in den Börsenhandel eingestürzt. Vor dem "totalen Absturz" hätten die Börsenindizes lange nur die Giganten unter den Aktien bewahrt, wie es auf dem Finanzblog Wolfstreet in einem Börsenreport über den Absturz der auch als "Big Five" bezeichneten Big-Tech-Unternehmen Alphabet, Meta, Amazon, Apple und Microsoft heißt.

Nur Meta bilde dabei eine Ausnahme. Die Aktien des Technologie-Riesen mit Sitz in Kalifornien, dem unter anderem Facebook, WhatsApp und Instagram gehören, seien laut dem Blog-Gründer und Finanzexperten Wolf Richter bereits in den vergangenen Monaten gefallen.

Seit ihrem Höchststand am 1. September 2021 (384 $) seien die Aktien des Unternehmens so um insgesamt 52 % abgestürzt. Die Aktien von Alphabet hingegen seien seit dem 52-Wochen-Hoch am 2. Februar dieses Jahres um 21,4 % gefallen – und stünden nun kurz davor, im Jahresvergleich rote Zahlen zu schreiben.

Ähnlich erging es laut Richter Windows-Entwickler Microsoft: Seit dem Höchststand am 22. November seien die Aktien des Konzerns um 21,6 % eingebrochen. Richter witzelt: "Erstaunlich ist, dass CEO Satya Nadella am 22. und 23. November fast auf die Minute genau die Hälfte seiner Microsoft-Aktien auf dem Höchststand abgestoßen hat."

Der Kurs der Amazon-Aktien wiederum sei seit seinem Höchststand im Juli 2021 um 23,5 % abgesackt. Apple schließlich habe es am wenigsten getroffen: Seit dem Höchststand der Apple-Aktien am 4. Januar seien diese, in Anführungszeichen, wie Richter betont, nur um 11,5 % gefallen – und das obwohl Apple, "gemessen an der Marktkapitalisierung (2,64 Billionen Dollar), der größte der Tech-Riesen" sei.

"Und angesichts der enormen Größe von Apple", führt der Finanz-Blogger aus, "hat das Unternehmen im Alleingang den Rückgang der Gesamtindizes gebremst." Wenn nun also auch Apple absacke, würde das "einige zusätzliche Wellen schlagen" – oder auch den totalen Absturz, von dem Richter eingangs sprach?

Auch US-Investor Harry Dent prognostiziert der globalen Wirtschaft düstere Aussichten. So könnten China und Russland eine "verheerende" globale Depression auslösen, sollte die "größte Blase der Geschichte" platzen. Die Schuld daran schreibt Dent den Zentralbanken zu: Diese führten einen "Krieg gegen die freie Marktwirtschaft", der auf lange Sicht lediglich noch mehr Probleme aufwerfe.

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