Finanzen

Österreichs Zentralbankchef will zwei bis drei Zinsanhebungen noch dieses Jahr

Nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Holzmann ist es höchste Zeit. Wegen der hohen Inflation sollte die Notenbank den Leitzins noch dieses Jahr zwei bis dreimal anheben.
07.05.2022 10:10
Lesezeit: 1 min
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann hat sich angesichts der hohen Inflation für bis zu drei Zinserhöhungen noch in diesem Jahr ausgesprochen. "Ich glaube, es wäre angemessen, mindestens zwei oder auch drei Schritte zu setzen. Das können kleinere, also jeweils 0,25 Prozentpunkte, sein. Wenn das bis Dezember eintritt, hätte es den Effekt, dass man 2023 bei den Einlagezinsen für Banken, die jetzt bei minus 0,5 Prozent liegen, im positiven Bereich ist", sagte der Chef der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) den Salzburger Nachrichten.

"Man ist dann noch immer um einiges weg vom natürlichen Nominalzins. Also ist noch ein gutes Stück des Weges zu gehen. Aber es wäre ein gutes Signal an die Öffentlichkeit."

Die EZB sei nicht zu spät dran, aber sie hätte vielleicht früher tätig werden können, sagte er der Zeitung. Am Mittwoch hatte die US-Notenbank Fed auf die hohe Inflation mit dem größten Zinssprung seit 22 Jahren reagiert, sie will weitere Erhöhungen folgen lassen.

Am Freitag hatten sich die Signale der Europäischen Zentralbank auf eine baldige Zinswende gemehrt. EZB-Direktorin Isabel Schnabel hatte der Bild gesagt:

"Nach heutigem Stand gehe ich davon aus, dass wir im Juli die Zinsen erstmalig erhöhen können."

Nach Ansicht von Bundesbank-Chef Joachim Nagel ist Eile geboten. Auch sein französischer Kollege Francois Villeroy de Galhau ist mit Blick auf die rekordhohe Teuerungsrate von zuletzt 7,5 Prozent alarmiert und sieht die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde unter Zugzwang.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen Saab-Aktie: Neue Drohnenkiller-Rakete Nimbrix soll den Markt revolutionieren
31.08.2025

Saab hat eine neue Waffe entwickelt, die Drohnen und ganze Schwärme zerstören soll. Mit dem Projekt „Nimbrix“ hofft der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zwischen Stagnation und Rezession: Was es konkret heißt, dass die deutsche Wirtschaft schrumpft
31.08.2025

Deutschlands Wirtschaft steckt weiter fest: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpft stärker als erwartet, die Rezession dauert an. Während...

DWN
Immobilien
Immobilien House Flipping: Wie Sie mit sanierungsbedürftigen Objekten Geld machen können
31.08.2025

Der USA-Trend findet auch hierzulande immer mehr Anklang: Beim House Flipping geht es darum, möglichst günstig Immobilien zu erwerben,...

DWN
Technologie
Technologie Fachkräftemangel? Roboter bauen schon heute Häuser – schneller, günstiger, sicherer
31.08.2025

Die Baustelle der Zukunft: Roboter, Drohnen und autonome Helfer übernehmen Aufgaben rund um den Bau – präzise, effizient und 24 Stunden...

DWN
Politik
Politik Was will Trump, der „amerikanische Erdogan“?
31.08.2025

Donald Trump greift die Fed und Amerikas Institutionen frontal an – mit Folgen, die weit über die USA hinausreichen. Droht Europa ein...

DWN
Politik
Politik Trump-Krise: Rebellion im Herzen der MAGA-Bewegung
31.08.2025

Donald Trump sieht sich mit der größten internen Rebellion seiner Amtszeit konfrontiert. Der Epstein-Skandal droht, seine Machtbasis in...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienerwerb: Umfrage offenbart Wissenslücken beim Immobilienkauf
31.08.2025

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung kann schnell Hunderttausende Euro kosten, doch viele Menschen kennen wichtige Bedingungen nicht....

DWN
Finanzen
Finanzen Polen setzt auf Atomenergie: Orlen verspricht den Bau des ersten SMR-Reaktor Europas
31.08.2025

Polen baut Europas ersten Small Modular Reactor (SMR) vom Typ BWRX-300. Während Warschau auf Kernkraft setzt, könnte Deutschland bald...