Technologie

Verschollen in Kanada? In den Fall der Nordstream-Turbine kommt Bewegung

In den Fall der in Kanada feststeckenden Turbine für die Pipeline Nordstream 1 kommt Bewegung.
18.07.2022 11:00
Aktualisiert: 18.07.2022 11:00
Lesezeit: 1 min
Verschollen in Kanada? In den Fall der Nordstream-Turbine kommt Bewegung
Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, wurde von Deutschland aufgefordert, die Turbine zu liefern. (Foto: dpa) Foto: Sean Kilpatrick

Die in Kanada gewartete Turbine des deutschen Energiekonzerns Siemens Energy, welche für den Weiterbetrieb der Erdgaspipeline Nordstream 1 wichtig ist, wurde von der Wartungseinrichtung in Kanada inzwischen per Flugzeug nach Deutschland verschifft. Sie soll am 24. Juli in Russland eintreffen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Zeitschrift Kommersant. Kommersant wiederum beruft sich auf namentlich nicht genannte Quellen, die der Situation nahe stehen.

Die reparierte Turbine wird per Flugzeug statt wie ursprünglich geplant per Schiff angeliefert. Die Turbine wird dann per Fähre verschifft und auf dem Landweg über Finnland nach Russland geliefert.

Laut Kommersant sollte die Gasleitungsausrüstung Anfang August in Betrieb gehen, wenn man die Zeit berücksichtigt, die für das Installationsverfahren erforderlich ist. Einen Kommentar konnte die Zeitung weder von Siemens Energy noch von Gazprom erhalten.

Nach zahlreichen Aufforderungen aus Deutschland hat Kanada entschieden, die reparierte Siemens-Turbine am 9. Juli zurückzugeben, obwohl dies gegen die gegen Russland verhängten Sanktionen verstößt. Die Europäische Kommission behauptete inzwischen, dass die Lieferung nicht gegen EU-Sanktionen verstoße, wohl, um ein energiepolitisches Desaster in Deutschland als Folge der Blockade von Nordstream 2 zu verhindern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau in Deutschland: Angebot an Zeitarbeit schrumpft
13.10.2026

Früher war Zeitarbeit ein boomendes Geschäft: 2017 arbeiteten noch mehr als eine Million Deutsche als Zeitarbeiter. Heute kämpft...

DWN
Finanzen
Finanzen Inflation steigt auf über 3 Prozent
13.10.2026

Die Energiepreise treiben die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren: Im September verteuerten sich Waren...

DWN
Politik
Politik Strategische Ölreserven schrumpfen: Wie viel noch verfügbar ist
13.10.2026

Die Freigabe strategischer Reserven sorgt zunehmend für Sorgen. Die Bestände schrumpfen, da sie zur Dämpfung des Preisdrucks eingesetzt...

DWN
Finanzen
Finanzen Trade Republic lockt Sparer mit kostenlosem Altersvorsorgedepot
13.10.2026

Keine Depotgebühren, kostenlose ETFs und staatliche Zuschüsse: Trade Republic will das Altersvorsorgedepot besonders günstig machen....

DWN
Finanzen
Finanzen Hersteller von Metas „Perversen-Brillen“ überrascht mich mit starkem Wettbewerbsvorteil
13.10.2026

Meta bringt künstliche Intelligenz mit seinen Smartbrillen immer näher an den Alltag. Produziert werden sie ausgerechnet von einem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kapitalflucht aus China: Superreiche fliehen vor Pekings Steuerjagd
13.10.2026

Chinas Superreiche geraten ins Visier des Staates. Peking durchleuchtet Auslandsvermögen, friert Konten ein und verhängt Ausreiseverbote....

DWN
Politik
Politik Russlands ehemaliger Ministerpräsident: Putin machte einen Fehler, den er nicht eingestehen kann
13.10.2026

Russlands früherer Ministerpräsident Michail Kasjanow glaubt nicht an ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs. Putin wisse vermutlich, dass...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte: Wall Street uneinheitlich vor Beginn der Berichtssaison
12.10.2026

Spannung an den US-Börsen: Erfahren Sie, welche entscheidenden Faktoren und Quartalszahlen die Märkte aktuell bewegen.