Ratgeber
Anzeige

Nach der Pandemie: Kreuzfahrtbranche hat wieder Rückenwind

Nun stehen die Zeichen für die Kreuzfahrtindustrie wieder auf „volle Kraft voraus“.
01.09.2022 11:00
Aktualisiert: 01.09.2022 17:00
Lesezeit: 2 min

Bei diesem Text handelt es sich um eine Anzeige unseres Werbepartners:

2022 ist das Jahr der großen Hoffnungen und Erwartungen: Denn nach zwei entbehrungsreichen Pandemie-Jahren bietet die Kreuzfahrtindustrie ihren Fans nun wieder das volle Programm. Die vier großen Kreuzfahrthäfen Hamburg, Kiel, Warnemünde und Bremerhaven haben durchweg doppelt und dreifach so viele Abfahrten auf dem Plan wie noch 2021. In einzelnen Häfen übersteigt die Zahl der Anläufe sogar 2019, das letzte Jahr vor der Pandemie, die den jahrelangen Boom dieser bei einer treuen Fangemeinde beliebten Urlaubsart unterbrach.

Für die Erfolgsrechnung der Reedereien wäre das dringend nötig, denn die oft Hunderte Millionen Euro teuren und mehrere Tausend Passagiere fassenden Schiffe rechnen sich nur, wenn sie möglichst voll belegt sind. Die Belegung war aus Sicherheitsgründen 2020 und 2021 weltweit nicht der Fall, wenn die Schiffe überhaupt fuhren. 2020 gab es in Deutschland 112 Anläufe, im Jahr darauf immerhin 326. Nun sind es der dpa zufolge deutlich mehr: Allein in Hamburg mit seinen drei über die Stadt verstreuten Kreuzfahrtterminals sind über 300 Anläufe geplant. In Kiel sind es rund 250, in Warnemünde knapp 150 und in Bremerhaven mehr als 110 – So der Stand im Frühjahr 2022.

Wie bedrückend die Situation zuletzt war, zeigt die Jahresbilanz des Deutschen Reiseverbandes (DRV). Demnach betrug der Umsatz der Hochsee- und Flusskreuzfahrten 1,1 Milliarden Euro und damit 52 Prozent weniger als im ersten Corona-Jahr. „Verglichen mit der Zeit vor Corona ist der Umsatz innerhalb von zwei Jahren um über 80 Prozent eingebrochen“, heißt es beim DRV. Global betrachtet war das vergangene Jahr für die Branche ähnlich desaströs wie 2020.

Neue Angebote locken Kunden

Dass die Bilanz für 2022 besser werden soll, liegt aus Sicht der Branche an der aufgestauten Reiselust, die sich laut DRV auch bei Kreuzfahrten in steigenden Vorausbuchungen niederschlägt. „Die Unternehmen sind sehr zuversichtlich, dass das Geschäft anzieht und im Sommer und im nächsten Winter auch wieder deutlich mehr Ziele angesteuert werden können.“ Auch einzelne Reedereien berichten von einem hohen und wachsenden Interesse der Kundschaft, die der Kreuzfahrtindustrie bis 2019 einen Dauerboom beschert hatte. Neue Angebote locken zusätzlich: So bietet zum Beispiel Costa Kreuzfahrten nun umso mehr lukrative Kreuzfahrt-Angebote. Unter anderem ist die Türkei erstmals Start- und Zielhafen für regelmäßige Kreuzfahrten. Als einzige Reederei überhaupt startete Costa Kreuzfahrten ab Mai 2022 mit der Costa Kreuzfahrten Venezia ab Istanbul. Bis zum 22. November sind Kreuzfahrt-Angebote die Flüge in der aktuellen Costa Kreuzfahrten All-Inklusive Aktion bereits im Reisepreis enthalten.

Weiteren Rückenwind erhielt die Branche bereits aus Berlin. So verzichtete das Auswärtige Amt inzwischen auf den pauschalen Rat an Reisende, wegen der schwer vorhersehbaren Entwicklung der Pandemie, auf Kreuzfahrten zu verzichten. Wie Deutschland Anfang April haben seither auch viele Zielländer ihre Corona-Regeln heruntergefahren. Die bereits im Sommer 2020 branchenweit eingeführten Corona-Regeln scheinen sich bislang bewährt zu haben.

Kreuzfahrtgäste können sich sicher fühlen

Nichtsdestotrotz bleiben die Reedereien auf der vorsichtigen Seite. Während bundesweite Maskenvorgaben und strenge, an den Impfstatus geknüpfte Zugangsrechte Anfang April fielen, setzten die Reedereien bei ihren Gästen auf der Kreuzfahrt noch auf erhöhte Sicherheit. Doch bei allen Zahlen und Vorschriften: Laut einer aktuellen australischen Studie bietet Reisen nicht nur viele unvergessliche Erlebnisse, sondern fördert auch unsere psychische Gesundheit. Reisen auch therapeutisch sein kann: Raus aus dem familiären Umfeld, durchatmen ohne Stress und Verpflichtungen, den Horizont erweitern, Natur erleben und nicht zuletzt eine angepasste Ernährung.

Quelle: pixabay


DWN
Politik
Politik Vereinbarung zu Grönland mit Trump: Doch keine Zölle gegen Europäer ab 1. Februar
21.01.2026

Donald Trump nimmt seine Zolldrohung gegen Deutschland und weitere EU-Staaten überraschend zurück – zumindest vorerst. Doch der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nvidia-Chef Huang auf dem WEF in Davos: Hier könnte Europa an den USA vorbeiziehen – „einmalige Chance“
21.01.2026

Europas starke industrielle Basis verschafft dem Kontinent eine einmalige Chance, die Vorteile der Künstlichen Intelligenz (KI) gezielt zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zolldeal mit USA auf Eis: EU-Parlament reagiert auf Trump
21.01.2026

Der EU-Zolldeal gerät plötzlich ins Wanken: Das Europäische Parlament stoppt zentrale Arbeiten, nachdem neue Drohungen aus Washington...

DWN
Finanzen
Finanzen Intel-Aktienkurs springt an: Jetzt zählen die Intel-Zahlen
21.01.2026

Nach einer starken Rally erreichen die Intel-Aktien den höchsten Stand seit Jahren. Doch vor den anstehenden Quartalszahlen wächst die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft BDI warnt: Deutsche Industrie zwischen Stillstand und Hoffnungsschimmer
21.01.2026

Deutschlands Industrie ringt um den Ausweg aus einer zähen Krise, während neue US-Zölle drohen und die Stimmung fragil bleibt. Auch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Weltwirtschaftsforum Davos: JP Morgan-Chef Dimon weicht Fragen zu Trumps Außenpolitik aus
21.01.2026

JP Morgan-Chef Jamie Dimon sagt, die USA hätten recht, Europa unter Druck zu setzen, seine Verteidigungsfähigkeit auszubauen....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Boris Vujčić wird EZB-Vizepräsident: Ein neuer Akteur in der Führungsebene
21.01.2026

Die Europäische Zentralbank steht vor einer Phase tiefgreifender personeller und strategischer Weichenstellungen. Welche Bedeutung kommt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mercosur-Abkommen gestoppt: Europaparlament bringt Mercosur-Deal vor Gerichtshof
21.01.2026

Am Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten gibt es viel Kritik. Das Europäische Parlament lässt den Deal jetzt vom obersten...