Politik

Viele Firmen werden professionelle Hilfe brauchen

Lesezeit: 1 min
13.01.2014 17:46
Für Verbraucher wird sich im Zuge der SEPA-Umstellung nur wenig verändern. Die IBAN besteht nunmehr aus 22-Stellen, die es sich zu merken gilt. Wirklich neu sind hieran aber nur die Länderkennung und eine zweistellige Prüfziffer.

Ansonsten sind in der IBAN die bisherige Kontonummer und die bisherige Bankleitzahl enthalten. Die große Arbeit bei der Umstellung haben dabei die Unternehmen.

Der Stichtag für die SEPA-Umstellung steht schon seit Längerem fest, doch irgendwie hat bisher nur ein Bruchteil der kleineren und mittelständischen Unternehmen das Verfahren zur SEPA-Umstellung durchlaufen. Die meisten scheinen das Problem aussitzen zu wollen. Doch der Stichtag rückt nicht nur unaufhaltsam näher (1.Februar 2014!), die Umstellung ist beschlossene Sache und wird sich auch nicht rückgängig machen lassen. Alles, was den Unternehmen durch ihre Zögerlichkeit bleibt, ist der finanzielle Mehraufwand.

Auswirkungen der nicht rechtzeitigen Umstellung

Der Mittelstand, Kleinunternehmen, Vereine, ja sogar die Versicherungen scheinen noch immer den immensen Aufwand zu unterschätzen, der mit der Umstellung auf das EU-einheitliche Zahlungsverfahren einhergeht. Zudem sind Viele verunsichert, was auch auf mangelnde Informationen seitens der Politik und der Banken zurückzuführen ist. Letztere legen sich nun einen Notfallplan zurecht.

Unternehmen, die nicht bis zum 1.Februar 2014 auf das SEPA-Verfahren umgestellt haben, können ab diesem Tag keine Zahlungen mehr abwickeln. Auch wenn sich in den ersten Tagen Engpässe bei den Zahlungen noch überbrücken lassen, wird es spätestens im März zu erheblichen Liquiditätsengpässen kommen.

Für den Fall, dass die Geschäftskunden von Banken und Versicherern nicht rechtzeitig auf das neue System umgestellt haben, wird es Urlaubssperren für Banken-Mitarbeiter, eine Aufstockung der Unterstützungskapazitäten und ein verstärktes Anbieten von Konvertierungsdienstleistungen geben. Interessant ist auch, dass einige Banken in ihren Notfallplänen vorsehen mit nicht komplett SEPA-konformen Zahlungsaufträgen etwas lockerer umzugehen.

Umstellung „last-minute“: Schnelle Hilfe vom Profi

Was alles im Zuge der Umstellung beachtet werden muss, macht die Artikelserie auf dem Blog des SAP-Fullservice Providers „ itelligence“ deutlich. Hierzu gehört nicht nur die korrekte Änderung der Stammdaten, die teils über ein automatisiertes System, teilweise aber auch nur unter Mithilfe der Geschäftspartner, angepasst werden können. Hinzu kommt, dass Anwender überprüfen müssen, ob die verwendeten Software-Lösungen überhaupt das SEPA-Verfahren vollständig unterstützen. Außerdem können auch nicht ERP-Programme von der Umstellung betroffen sein. Vom Stresstest nach der Umstellung ganz zu Schweigen.

Kostenintensiv wird die Umstellung im Übrigen nicht nur, weil die Banken ordentlich hinlangen. Je näher der Stichtag rückt umso größer wird der Druck, sich einen qualifizierten Berater zu holen, um die Umstellung so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen. Unternehmensberatungen wie itelligence rechnen mit einer hohen Auftragsquote im neuen Jahr. Ohnehin herrscht in diesem Wirtschaftszweig selten Flaute, was auch das immense Aufkommen an Stellenangeboten von solchen Firmen auf Portalen wie Stepstone.de zeigt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsches Leitbarometer mit neuen Rekorden über 14.400 Punkten - Continental erschreckt krachlaut die Anleger

Der Dax erreicht immer neue Rekordstände. Eine Aktie aus der Automobilbranche macht gerade besonders auf sich aufmerksam.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutschland ist einer der Haupt-Profiteure der Globalisierung

Ein Ende der Globalisierung und eine mögliche Aufteilung der Welt in chinesisch und amerikanisch dominierte Blöcke würde den Wohlstand...

DWN
Politik
Politik China führt digitalen Impfpass ein – Deutschland und EU werden folgen

China führt ein digitalen Impfpass ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass der digitale EU-Impfpass auch bald entwickelt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die neue Völkerwanderung: Amerikaner verlassen in Scharen die Großstädte, um aufs Land zu ziehen

In den USA findet seit einiger Zeit eine starke Binnenwanderung statt. Viele Bürger verlassen die Städte, um in ländlichere Regionen zu...

DWN
Politik
Politik Putin und Assad machen türkisch-kontrollierten Schwarzmarkt in Nordsyrien dem Erdboden gleich

Russland und Syrien haben am Freitag einen Markt und eine Raffinerie in Brand geschossen, an denen geraubtes syrisches Erdöl gehandelt und...

DWN
Deutschland
Deutschland Bürgermeister in Bayern trotz Impfung infiziert – er bekam AstraZeneca

In Bayern wurde ein Bürgermeister mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft. Trotzdem infizierte er sich mit dem Corona-Virus.

DWN
Finanzen
Finanzen Die lange Zutatenliste für den Inflations-Cocktail 2021

Mehrere Faktoren stehen bereit, um die Geldentwertung im laufenden Jahr anzufachen.

DWN
Unternehmen
Unternehmen EZB-Chefin Lagarde mit wichtigen Versprechen an den deutschen Mittelstand

Angesichts der Corona-Krise hat EZB-Chefin Christine Lagarde dem deutschen Mittelstand versprochen, dass die Währungshüter den...