Politik

Weitere Einschnitte: Griechenlands Regierung will 11,7 Milliarden Euro sparen

Um die Troika von dem guten Willen zur Umsetzung der Sparmaßnahmen zu überzeugen, hat der griechische Finanzminister ein Sparpaket in Höhe von 11,7 Milliarden Euro vorgelegt. Am stärksten trifft es abermals die Bürger selbst. Besonders bei den Renten und im Gesundheitssystem soll gespart werden.
26.07.2012 16:00
Lesezeit: 1 min

Vor den Wahlen hatten nahezu alle griechischen Parteien noch angekündigt, sofort das Bailout-Programm neu verhandeln zu lassen. Doch die Politiker mussten einsehen, dass sie eine ganz schlechte Verhandlungsposition haben, weil etliche Sparmaßnahmen bisher nicht umgesetzt worden sind. Nun versucht die griechische Regierung die Troika mit einem neuen Sparpaket in Höhe von 11,7 Milliarden Euro, die in den nächsten zwei Jahren eingespart werden sollen, vom Reformwillen des Landes zu überzeugen. Nachdem das Paket den drei Regierungsparteien vorgestellt wurde, soll es der Troika präsentiert werden, so das griechische Finanzministerium.

Doch die Sparmaßnahmen werden nicht einfach umzusetzen sein, die Gewerkschaften haben es bereits heftig kritisiert, da es wieder die griechischen Bürger am stärksten trifft. Genau das, so hatte es Antonis Samaras vor der Wahl versprochen, sollte nicht wieder geschehen. So sieht das Paket etwa Kürzungen aus den Gebieten des Arbeitsministeriums in Höhe von 5 Milliarden Euro vor. Die Renten sind beispielsweise erneut betroffen. Es soll in Zukunft in Griechenland keine Rentenauszahlungen mehr geben, die den Betrag von 2.200 Euro übersteigen.

Im Gesundheitssystem wird Regierungsquellen zufolge ebenfalls gespart. Wenn die Arztkosten eines Bürgers 1.500 Euro im Jahr übersteigen, muss der Versicherte bei jedem weiteren Arztbesuch 10 Euro zahlen und bei einem Krankenhausaufenthalt soll der Patient 15 Prozent der Kosten übernehmen.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie BradyPrinter i7500: Revolution im Hochpräzisionsdruck

Sie haben genug vom altmodischen Druck großer Etikettenmengen? Keine Kalibrierung, keine Formatierung, kein umständliches Hantieren mit...

DWN
Politik
Politik Trump Strafzölle: Warum fehlt Russland auf Trumps Zölle-Liste?
03.04.2025

Die von US-Präsident Donald Trump verkündeten Strafzölle treffen eine Liste von 185 Handelspartnern – Russland fehlt darauf, im...

DWN
Panorama
Panorama April 2025: Lohn, Pakete, Elterngeld - die wichtigsten Änderungen
03.04.2025

Beschäftigte im Bau erhalten mehr Lohn, Pakete werden teurer und auch im neuen Bundestag steht einiges an. Der neue Monat bringt zudem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DGB-Studie: Chinesische Investoren auf Rückzug in Europa
03.04.2025

Eine Analyse der SPD-nahen Hans-Böckler-Stiftung vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) analysiert, dass die Firmen-Mitbestimmung nach...

DWN
Panorama
Panorama Marode Infrastruktur: Deutschlands bröckelnde Brücken - Geld allein reicht nicht
03.04.2025

500 Milliarden aus dem Schuldenpaket von Union und SPD sollen in die marode Infrastruktur fließen: Brücken, Schienen und Straßen – oft...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trump-Zölle könnten Preiskarussell, Zinserhöhungen und Insolvenzen anheizen - die EU bereitet sich vor
02.04.2025

Die Regierungen weltweit bereiten sich auf die massive Einführung von Zöllen durch US-Präsident Donald Trump vor, die, so sein Plan,...

DWN
Finanzen
Finanzen Tesla-Aktie stürzt ab: Miese Tesla-Auslieferungen belasten - was das für Anleger bedeutet
02.04.2025

Die weltweiten Auslieferungen des US-Autobauers Tesla sind im vergangenen Quartal um 13 Prozent auf 336.681 Fahrzeuge zurückgegangen....

DWN
Panorama
Panorama Polizei: Kriminalstatistik 2024 zeigt Ausländeranteil bei Gewaltdelikten in Deutschland steigt deutlich
02.04.2025

Die Kriminalstatistik der Polizei offenbart ein besorgniserregendes Bild: Die Zahl der erfassten Gewalttaten ist 2024 um 1,5 Prozent...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes-Benz erwägt Ausstieg aus dem Billigsegment in den USA aufgrund von Trump-Zöllen
02.04.2025

Die Mercedes-Benz Group prüft derzeit, ob sie ihre günstigsten Fahrzeugmodelle in den USA aus dem Sortiment nimmt. Hintergrund sind die...