Finanzen

DWN-Aktienticker: Diese Blockchain-Aktien bilden den Krypto-Hype ab

Der Kryptomarkt erlebte Anfang 2022 einen Kaltstart, doch in den letzten Monaten sind steigende Kurse zu beobachten. Anleger, die von diesem Aufschwung profitieren möchten, sollten sich unter anderem Blockchain-Aktien genauer anschauen.
11.07.2023 12:34
Aktualisiert: 11.07.2023 12:34
Lesezeit: 3 min
DWN-Aktienticker: Diese Blockchain-Aktien bilden den Krypto-Hype ab
Der DWN-Aktienticker stellt jeweils drei interessante Unternehmen aus einen Bereich vor. (Foto: iStock.com/monsitj) Foto: monsitj

An der Börse gibt es Bullen- und Bärenmärkte. Während eines Bärenmarkts fallen die Kurse, während im Bullenmarkt eine große Aufwärtsbewegung stattfindet. Im Fall von Bitcoin und Co. wird dies als Krypto-Sommer bezeichnet. Einige Experten sind der festen Überzeugung, dass der Kryptomarkt bereits wieder im Aufwind ist, nachdem er Ende des letzten Jahres seinen Tiefpunkt erreicht hat. Auch die technischen Indikatoren zeigen dies bereits an. Die Saisonalität, auf die Profis gerne achten, deutet ebenfalls auf steigende Kurse in naher Zukunft hin.

Bitcoin und Co. sehen sich zwar immer wieder Gegenwind ausgesetzt, wie beispielsweise durch die Klagen der US-Börsenaufsicht SEC, doch es gibt auch finanzkräftige Befürworter. Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock hat in den USA beispielsweise einen Antrag für einen Bitcoin-Spot-ETF gestellt. Dies wird allgemein als positives Signal für die gesamte Anlageklasse angesehen. Aber mit welchen Aktien können Anleger am Aufschwung partizipieren?

Im DWN-Aktienticker stellen wir ab sofort drei interessante Unternehmen aus einem Bereich vor. Bitte beachten Sie, dass jede Investition mit Risiken verbunden ist.

Riot Platforms (ISIN US7672921050) – The Vanguard Group und BlackRock sind an Bord

Riot Platforms ist ein Unternehmen, das hauptsächlich Bitcoin schürft. Es betreibt ein Bitcoin-Mining-Rechenzentrum in Zentral-Texas und einen Betrieb zur Entwicklung und Herstellung von elektrischen Schaltanlagen in Denver, Colorado. Interessanterweise sind einige der größten Vermögensgesellschaften der Welt an Bord.

Die Kurse von Riot Platforms haben bereits stark zugelegt, aber in den letzten Wochen mussten die Analysten ihre Kursziele immer weiter nach oben anpassen. Auch die Prognosen für 2024 sind positiv. Während im Jahr 2022 ein Umsatz von 259 Millionen US-Dollar erzielt wurde, gehen sechs Finanzanalysten davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2024 bereits bei 514 Millionen US-Dollar liegen wird.

Marathon Digital Holdings (ISIN US5657881067) – Ein Champion nach Marktkapitalisierung

Mit einer Marktkapitalisierung von 2,60 Milliarden US-Dollar steht Marathon Digital Holdings nur knapp hinter Riot Platforms (2,38 Milliarden US-Dollar). Diese beiden Unternehmen sind also echte Schwergewichte. Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie im Aufwärtstrend, da die langfristig relevante 200-Tage-Linie überschritten wurde und weiterhin steigt. Auch aus markttechnischer Sicht ergibt sich ein Aufwärtstrend. Das Unternehmen schürft Kryptowährungen mit Fokus auf das Blockchain-Ökosystem und die Erzeugung digitaler Vermögenswerte.

Experten erwarten in den kommenden Quartalen bis 2024 deutlich steigende Gewinne. Während im ersten Quartal dieses Jahres noch ein Verlust von 4 Millionen US-Dollar verbucht wurde, könnte das Unternehmen bis zum ersten Quartal 2024 einen Gewinn von 60 Millionen US-Dollar erzielen. Dies schafft auch fundamentale Unterstützung für das Unternehmen.

Coinbase (ISIN US19260Q1076) – Die größte Kryptowährungsplattform in den USA

Zuletzt sei Coinbase erwähnt. In jüngster Zeit gab es kontroverse Nachrichten. Doch jüngst gab es eine positive Entwicklung, als der Börsenbetreiber Cboe bekannt gab, dass er mit dem Kryptounternehmen zusammenarbeitet, um einen börsengehandelten Bitcoin-Spotfonds aufzulegen. Cboe versucht, die Bedenken der SEC auszuräumen, indem sie die Krypto-Handelsplattformen nennt, die ihnen dabei helfen würden, Betrug auf den zugrunde liegenden Bitcoin-Märkten aufzudecken, wie Reuters unter Berufung auf eine informierte Person berichtet.

Während es in den USA zu Meinungsverschiedenheiten kommt, scheint dies in Hongkong kein Thema zu sein. HSBC, eine der größten Banken weltweit, hat bekannt gegeben, Bitcoin und Ethereum ETFs auf ihrer Plattform in Hongkong zu unterstützen. Dies ist ein wichtiger Schritt, der zeigt, dass der Kryptomarkt eine neue Reife erreicht hat.

Mit welcher Rendite können Anleger bei Blockchain-Aktien rechnen?

Geoff Kendrick, Analyst bei der britischen Großbank Standard Chartered, ist der Ansicht, dass mit dem Überschreiten der 30.000-Dollar-Marke der Weg nach oben frei ist. Kendrick und sein Team sind der Meinung, dass Bitcoin bis Ende 2024 die Marke von 100.000 US-Dollar erreichen kann. Einige Aktien haben bereits eine gute Performance gezeigt, aber Experten wie Kendrick gehen davon aus, dass im angesprochenen Krypto-Sommer die Höchststände der letzten Jahre erreicht und übertroffen werden.

Das absolute Hoch von Bitcoin liegt bei rund 67.000 US-Dollar, das im November 2021 erreicht wurde. Daher ist es durchaus realistisch, dass die Marke von 100.000 US-Dollar erreicht wird. Dies würde eine Verdreifachung allein für Bitcoin bedeuten, welcher derzeit bei rund 30.000 US-Dollar notiert. Für Anleger winken somit bei Blockchain-Aktien sogar Renditen von mehreren 100 Prozent. Doch eines ist klar: Wo hohe Renditen möglich sind, gibt es auch ein erhöhtes Risiko.

Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein. Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrags kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.
Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Wenn ein Schnäppchen wie eine Falle wirkt

Ein Schnäppchen kann sich schon wie ein Gewinn anfühlen, noch bevor es im Warenkorb landet. Der Preis scheint niedriger zu sein, der...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

Andreas Opitz

                                                                            ***

Andreas Opitz ist ein freier Journalist und beschäftigt sich hauptsächlich mit Finanzthemen. Er hat sich auf die technische Analysen und Fundamentaldaten von Aktien spezialisiert.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Personalabbau in den USA: Warum Massenentlassungen großer Konzerne zunehmen
17.04.2026

In den USA mehren sich die Anzeichen für Massenentlassungen, die zunehmend auch an den Aktienmärkten positiv aufgenommen werden. Zeichnet...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Neue App gegen KI-Bots: Hilfeforum gutefrage.net setzt auf echte Menschen
17.04.2026

Die KI-Offensive von Google trifft die Plattformökonomie ins Mark – gutefrage.net verliert massiv Reichweite. CEO Nepomuk Seiler kontert...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschlands Exportmodell: Wachstum bis 2035 spürbar gebremst
17.04.2026

Deutschlands Exportmodell steht vor einem strukturellen Umbruch, da sich globale Handelsströme und Absatzmärkte spürbar verschieben....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bosch-Aktie und Konzernbilanz unter Druck: Erster Verlust seit Finanzkrise
17.04.2026

Der weltweit größte Automobilzulieferer Bosch steht vor einer historischen Herausforderung: Erstmals seit der globalen Finanzkrise vor 17...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 16: Die wichtigsten Analysen der Woche
17.04.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 16 aus dem Jahr 2026 fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nullrunde statt Bonus-Regen: Widerstand der Länder blockiert 1.000-Euro-Versprechen
17.04.2026

Die als Entlastung gedachte 1.000-Euro-Prämie der Bundesregierung droht zum politischen Rohrkrepierer zu werden. Was als steuerfreies...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Teure Quittung an der Zapfsäule: Energiekrise belastet Familienbudget
17.04.2026

Der anhaltende Iran-Krieg entwickelt sich zunehmend zu einer sozialen Zerreißprobe für Deutschland. Während die Ölpreise auf den...

DWN
Technologie
Technologie Digital-Gesetz steht: Justizministerin verschärft Kampf gegen Netz-Gewalt
17.04.2026

Die Bundesjustizministerin zieht die Zügel im Internet an: Mit einem neuen Gesetzentwurf will Stefanie Hubig (SPD) den Wildwest-Zuständen...