Technologie

Patente für generative KI: China deklassiert Deutschland

Künstliche Intelligenz ist aktuell das Hype-Thema schlechthin. Jeden Tag kommen neue Anwendungen auf den Markt. China schlägt alle bei den Patentanmeldungen, während Deutschland in diesem Haufischbecken kaum mithalten kann.
03.07.2024 10:50
Aktualisiert: 03.07.2024 14:33
Lesezeit: 1 min
Patente für generative KI: China deklassiert Deutschland
Zhu Hanlin, ein Robotik-Ingenieur des chinesischen KI-Unternehmens iFLYTEK, testet einen humanoiden Roboter in einem Park in Hefei in der chinesischen Provinz Anhui. (Foto: dpa) Foto: /Zhang Duan

Das Thema künstliche Intelligenz (KI) hat zu einer wahren Explosion von Patentanmeldungen aus China geführt. Im Bereich generative KI sind aus China seit 2017 jedes Jahr mehr Patente angemeldet worden als aus dem gesamten Rest der Welt, wie die UN-Organisation für geistiges Eigentum (Wipo) in Genf berichtete. Über einen Zeitraum von zehn Jahren war Deutschland in der Rangliste der meisten Patentanmeldungen in diesem Bereich auf Platz 6.

Mit generativer KI können Anwender gestützt auf Trainingsdaten Texte, Bilder und andere Inhalte produzieren. Beispiele sind KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Gemini.

China: 38.000 KI-Patente, Deutschland: 708

In den zehn Jahren bis 2023 haben Unternehmen und Institute aus China nach Wipo-Angaben mehr als 38.000 Patente im Bereich generative KI angemeldet. Weit abgeschlagen dahinter lagen die USA mit 6.300, gefolgt von Südkorea, Japan und Indien. Großbritannien war mit 714 auf Platz fünf, dicht gefolgt von Deutschland mit 708, das nach Angaben der Wipo in den vergangenen Jahren aber jeweils mehr Patente angemeldet hat als Großbritannien.

Dass der Sektor boomt, zeigt auch die Entwicklung der Patentanmeldungen weltweit: von 2014 bis 2023 gab es nach Wipo-Angaben 54.000 Patentanmeldungen im Bereich generative KI, aber mehr als ein Viertel davon stammt allein aus dem vergangenen Jahr.

„Generative KI hat sich als eine bahnbrechende Technologie herausgestellt, die das Potenzial hat, die Art und Weise, wie wir arbeiten, leben und spielen zu verändern“, sagte Wipo-Generaldirektor Daren Tang.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie KI-Abhängigkeit: So erpressbar ist Deutschland von den USA
12.09.2026

Im Juni sperrte das US-Handelsministerium den Zugang zu KI-Modellen des Anbieters Anthropic für ausländische Nutzer. Der Ausfall...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische Autoindustrie: China greift Europas Käufer an
12.09.2026

Europäische Autos werden immer sicherer, digitaler und leistungsfähiger. Doch viele Käufer können sich diesen Fortschritt kaum noch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wenn Kinder zerbrechen, gerät auch die Arbeitswelt ins Wanken
12.09.2026

Zuerst brach ihr Sohn am ersten Schultag zusammen, dann brach sie selbst bei der Arbeit zusammen. Kinder in schwerer Belastung beeinflussen...

DWN
Panorama
Panorama Rolex Daytona: Vier Einzelstücke könnten Millionenrekord brechen
12.09.2026

Vier Rolex Daytona, vier Jahreszeiten und kein einziges zweites Exemplar auf der Welt: Rolex bricht mit einer Tradition, die den Mythos der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen AeroSHARK-Installation: Airbus-Flugzeuge bekommen "Haifischhaut"
12.09.2026

Flugzeuge könnten künftig mit einer Oberfläche starten, deren Prinzip aus dem Meer stammt. Die sogenannte AeroSHARK-Folie soll...

DWN
Panorama
Panorama Angst vor dem Älterwerden: Wie aus Sorge neue Freiheit wird und was Experten raten
12.09.2026

Der Blick in den Spiegel, ein runder Geburtstag oder erste körperliche Beschwerden können plötzlich Angst vor dem Älterwerden...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Berufswahl und KI: Warum junge Menschen mehr auf Praxiserfahrungen achten sollten
12.09.2026

Die traditionellen Ratschläge zur Berufsorientierung greifen nicht mehr. Lange Zeit galt das Absolvieren eines rein akademischen Studiums...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Handel schließt trotz heißgelaufener Inflationsdaten im grünen Bereich
11.09.2026

Überraschende Wende an der Wall Street: Warum eine vermeintliche Hiobsbotschaft die Märkte beflügelt.