Politik

Das neue DWN-Magazin ist da: Von China bis Trump - wie Europa seine Zukunft sichern kann

Die Weltordnung, wie wir sie kannten, steht vor einer epochalen Transformation: Die Ukraine gerät in die Defensive, die deutsche Wirtschaft lahmt und Donald Trump kehrt auf die globale Bühne zurück. Was liegt 2025 vor uns - sowohl wirtschaftlich als auch geopolitisch?
13.12.2024 06:00
Aktualisiert: 01.01.2030 15:34
Lesezeit: 2 min
Das neue DWN-Magazin ist da: Von China bis Trump - wie Europa seine Zukunft sichern kann
Donald Trump, designierter Präsident der USA (Foto: dpa).

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

inmitten globaler Unruhen und tiefgreifender geopolitischer Veränderungen drängt sich eine zentrale Frage auf: Sind wir bereit, die Herausforderungen der Gegenwart mit Entschlossenheit zu meistern und die Zukunft aktiv zu gestalten? Die Weltordnung, wie wir sie kannten, steht vor einer epochalen Transformation. Konflikte zwischen den großen Mächten, die Rückkehr protektionistischer Wirtschaftspolitik und die schwelende Frage der europäischen Eigenständigkeit fordern uns alle heraus. Deutschland, als Herz Europas und Motor seiner Wirtschaft, spielt in diesen Entwicklungen eine Schlüsselrolle.

Die Rückkehr von Donald Trump auf die globale Bühne, ist mehr als nur ein politisches Spektakel. Seine Wiederwahl und seine zweite Amtszeit als US-Präsident steht symbolisch für eine Verschiebung der tektonischen Platten der Macht. Trumps protektionistische „America First“-Politik könnte die transatlantischen Beziehungen auf eine harte Probe stellen. Sie signalisiert eine neue Ära der Unsicherheiten, die unser exportorientiertes Wirtschaftsmodell herausfordert. Gleichzeitig bietet sie eine Chance, Europas wirtschaftliche und sicherheitspolitische Eigenständigkeit neu zu definieren. Was Europa und Deutschland nun brauchen, ist Mut, mehr Mut, denn die Botschaft aus Washington ist eindeutig: Amerika erwartet von seinen Partnern mehr Eigenverantwortung. Für Europa ist dies keine Drohung, sondern eine Gelegenheit. Wir müssen lernen, uns selbst zu vertrauen, strategische Allianzen zu schmieden und unsere Abhängigkeiten von den Vereinigten Staaten und China zu reduzieren.

China wiederum, dessen Einfluss kontinuierlich wächst, bietet sowohl Risiken als auch Möglichkeiten. Die Belt and Road Initiative und die expansive Wirtschaftspolitik Pekings sind Mahnungen an Europa, eigene Pläne mit gleichem Ehrgeiz zu verfolgen. Unser Kontinent braucht eine klare, mutige Vision, um im globalen Wettbewerb zu bestehen und unsere Werte und Interessen zu verteidigen. In diesen Zeiten der Verunsicherung ist es leicht, sich in Ängsten zu verlieren, die „German Angst“ ist ja schon ein geflügeltes Wort. Doch Angst ist ein schlechter Ratgeber. Stattdessen müssen wir Klarheit gewinnen: Klarheit über unsere Ziele, unsere Verantwortung und unsere gemeinsamen Werte. Europa hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es aus Krisen gestärkt hervorgehen kann – wenn es geeint handelt: Investitionen in Schlüsseltechnologien, in eine widerstandsfähige Infrastruktur und in unsere Sicherheit sind nicht länger Optionen, sondern Notwendigkeiten. Es geht darum, Zukunft zu schaffen, nicht nur auf Veränderungen zu reagieren.

Dieses Magazin bietet Ihnen Perspektiven und Analysen, die zum Nachdenken und Handeln anregen sollen. Von den politischen Implikationen der Trump-Wiederwahl über die Dynamiken des Konflikts in der Ukraine bis hin zur Frage, wie wir uns in einer multipolaren Weltordnung positionieren können. Wir stehen an einem Scheideweg, doch jede Krise birgt die Möglichkeit, etwas Neues zu schaffen. Lassen Sie uns die Gegenwart mit Entschlossenheit annehmen, die Vergangenheit als Lehrmeister nutzen und die Zukunft mit Mut gestalten.

Die gesamten DWN wünschen uns allen ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten und ein friedlicheres Jahr 2025.

Ihr Markus Gentner

(Chefredakteur)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
avtor1
Markus Gentner

Markus Gentner ist seit 1. Januar 2024 Chefredakteur bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Zuvor war er zwölf Jahre lang für Deutschlands größtes Börsenportal finanzen.net tätig, unter anderem als Redaktionsleiter des Ratgeber-Bereichs sowie als Online-Redakteur in der News-Redaktion. Er arbeitete außerdem für das Deutsche Anlegerfernsehen (DAF), für die Tageszeitung Rheinpfalz und für die Burda-Tochter Stegenwaller, bei der er auch volontierte. Markus Gentner ist studierter Journalist und besitzt einen Master-Abschluss in Germanistik.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Angst der Investoren schwindet, Apples neue Strategie stützt die Märkte
17.02.2026

Die US-Aktienmärkte schlossen am Dienstag leicht im Plus und versuchten, sich von den Ängsten rund um künstliche Intelligenz der...

DWN
Finanzen
Finanzen Bayer-Aktie größter DAX-Gewinner: Milliarden-Vergleich könnte Rechtsrisiken entschärfen
17.02.2026

Ein Milliarden-Vergleich könnte jahrelange Rechtsrisiken bei Bayer entschärfen und dem Bayer-Aktienkurs weiteren Auftrieb verleihen. Doch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zekiwa-Insolvenz: Traditionsmarke in der Krise – Produktion der Zekiwa-Kinderwagen soll weiterlaufen
17.02.2026

Die Zekiwa-Insolvenz trifft eine Traditionsmarke, die Generationen von Familien geprägt hat. Sinkende Geburtenzahlen, steigende Kosten und...

DWN
Politik
Politik Sabotage in der Ostsee: NATO setzt verstärkt auf Unterwasserdrohnen
17.02.2026

Beschädigte Seekabel in der Ostsee rücken autonome Unterwasserdrohnen verstärkt in den sicherheitspolitischen Fokus der NATO-Staaten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industrie unter Druck: Warum der Stellenabbau trotz Krise erst am Anfang steht
17.02.2026

Der Stellenabbau in der deutschen Industrie nimmt dramatische Ausmaße an. Hunderttausende Jobs stehen auf dem Spiel, besonders in...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Kursrückgänge bei Tech-Aktien nutzen – rutscht der Bitcoin-Kurs unter 60.000 US-Dollar?
17.02.2026

Technologieaktien stehen unter Druck, mutige Investoren könnten diese Kursrückgänge ausnutzen – und jetzt Tech-Aktien kaufen....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im Februar unerwartet: Trendwende rückt in weite Ferne
17.02.2026

Die aktuellen ZEW-Konjunkturerwartungen sorgen für Stirnrunzeln an den Märkten. Trotz zuletzt wachsender Hoffnungen auf eine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrige Gasspeicher-Füllstände: Grüne kritisieren Ministerin Reiche – kommt die strategische Gasreserve?
17.02.2026

Deutschlands Gasspeicher-Füllstände sind ungewöhnlich niedrig, während der Winter andauert und politische Debatten an Schärfe...