Politik

Geht uns der Sprit aus? Deutsche Top-Ökonomin plädiert für Verzicht auf Autofahrten

Nach Ansicht der Wirtschaftsweisen Monika Schnitzer sollten Verbraucher und Wirtschaft mit Verzicht auf knapperes Öl reagieren: Fahrgemeinschaften, Nahverkehr und erneuerbare Energien sind für sie Alternativen. Kommt es bald zu einer Art Energie-Lockdown?
01.04.2026 15:36
Lesezeit: 1 min

Teurer Sprit: Ökonomin plädiert für Verzicht auf Autofahrten

Die Top-Ökonomin Monika Schnitzer hat sich gegen staatliche Eingriffe beim Spritpreis ausgesprochen. Stattdessen sollte man die höheren Preise wirken lassen, sagte das Mitglied des Konjunktur-Sachverständigenrats im ZDF-Morgenmagazin. Durch die Schließung der Straße von Hormus als Folgen des Iran-Krieges habe sich Öl verknappt, das müsse entsprechend eingespart werden.

«Und da muss es eine Reaktion geben: Die Menschen müssen sich überlegen, wo ist es wirklich wichtig zu fahren, wo kann ich darauf verzichten, wo kann ich eine Fahrgemeinschaft bilden, wo kann ich vielleicht mal mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren», fügte die Wirtschaftsweise hinzu.

Preissignal auch an die Wirtschaft weitergegeben

Das Preissignal müsse auch an die Wirtschaft weitergegeben werden, damit sie sich anpasse. «Wir müssen uns unabhängiger machen von diesen fossilen Energieträgern», sagte Schnitzer. Es sei erkennbar, «dass wir als wirklich beste Lösung aus dieser Situation heraus mit voller Kraft auf den Ausbau der Erneuerbaren setzen sollten.»

Seit Mittwoch gilt in Deutschland eine neue Regel für Tankstellen in Deutschland. Sie dürfen nur noch einmal am Tag, um 12 Uhr, die Preise erhöhen, aber jederzeit senken. Experten bezweifeln, dass sich dadurch das Preisniveau verändert.

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