Technologie

Cloudflare down: Internetdienste X und ChatGPT massiv von Cloudflare-Störung betroffen

Die Cloudflare-Dienste sind seit Dienstagmittag weltweit massiv gestört, betroffen sind darunter große Plattformen wie X und ChatGPT. Das Unternehmen untersucht die Ursache für die Cloudflare-Störung und liefert Status-Updates, während Nutzer weiterhin auf Probleme stoßen. Wie sollten Unternehmen reagieren und wann sind die Cloudflare-Probleme behoben?
18.11.2025 15:37
Aktualisiert: 18.11.2025 15:37
Lesezeit: 3 min
Cloudflare down: Internetdienste X und ChatGPT massiv von Cloudflare-Störung betroffen
Aktuelle Cloudflare-Störungen führen zu globalen Problemen für große Internetdienste (Foto: DWN). Foto: Sundry Photography

Weltweite Cloudflare-Störung: Große Internetdienste betroffen

Weltweit kommt es beim Netzwerk-Betreiber Cloudflare zu Störungen. Auch große Internetdienste wie X und ChatGPT sind davon betroffen. Auch die DWN waren zwischenzeitlich kurz nicht aufrufbar.

Seit 12:48 Uhr mitteleuropäischer Zeit funktionieren die Dienste von Cloudflare nicht wie gewohnt. Der Anbieter bestätigte die Probleme umgehend und begann mit der Ursachenforschung. Da Cloudflare den Zugang zu schätzungsweise 20 Prozent aller Webseiten absichert, führte der Ausfall zu einem Dominoeffekt. Die betroffenen Dienste zeigten Fehlermeldungen an, die oft direkt auf die Cloudflare-Störung hinwiesen. Bei ChatGPT beispielsweise wurde am Dienstagnachmittag folgende Meldung angezeigt: „Lassen Sie [challenges.cloudflare.com] zu, um fortzufahren.“

Cloudflare down: Anbieter gibt erste Entwarnung

Um 13.21 Uhr gab der Anbieter die erste Entwarnung: „Wir beobachten eine Erholung der Dienste, aber Kunden können weiterhin überdurchschnittlich hohe Fehlerraten feststellen, da wir unsere Abhilfemaßnahmen fortsetzen.“ Das genaue Problem nannte Cloudflare bisher nicht. Auf der Website allestörungen.de meldeten vor allem Nutzer von ChatGPT und X Probleme, inzwischen gehen die Störungsmeldungen wieder zurück.

Cloudflare: Netzwerkbetreiber und Sicherheitsdienst

Cloudflare ist ein globaler Internet-Infrastruktur- und Sicherheitsanbieter, der Webseiten und Online-Anwendungen schneller, sicherer und stabiler machen soll. Der Dienst schützt unter anderem vor Cyberbedrohungen wie DDoS-Angriffen und filtert unerwünschte Bot-Zugriffe aus. Die aktuelle Cloudflare-Störung unterstreicht, wie abhängig das moderne Internet von der Infrastruktur weniger großer Anbieter ist. Ausfälle haben aufgrund dieser Verbreitung oft unmittelbar globale Auswirkungen, ähnlich wie bei einem Amazon-Ausfall vor rund vier Wochen, der Messenger-Dienste wie Signal lahmlegte.

Cloudflare down: Aktuelle Auswirkungen der Cloudflare-Störung

Ausfälle von Cloud-Systemen haben aufgrund ihrer Verbreitung inzwischen oft globale Auswirkungen. Das musste auch Amazon erfahren, als vor rund vier Wochen eine Störung einer zentralen Datenbank zu weltweiten Problemen führte. Messenger-Dienste wie Signal waren dadurch ausgefallen, und einige vernetzte Matratzen funktionierten ohne Serververbindung nicht richtig und bereiteten ihren Besitzern so eine schlaflose Nacht.

Gegen 14:09 Uhr meldete Cloudflare, die Ursache gefunden zu haben und eine Fehlerkorrektur zu implementieren. Zuvor hatte das Unternehmen seinen VPN-artigen WARP-Dienst in London vorübergehend deaktiviert, was zu einer Normalisierung der Fehlerraten führte. Der Status-Tracker des Unternehmens wies zunächst auf weitverbreitete 500-Fehler sowie Probleme mit dem Cloudflare Dashboard und der API hin. Auch das Support-Portal war zeitweise nicht erreichbar. Die Auswirkungen der Cloudflare-Störung waren in verschiedenen Cloudflare-Rechenzentren, darunter Warschau, Berlin und Amsterdam, spürbar.

Die wirtschaftlichen Folgen und die Reaktion der Cloudflare-Aktie

Solche Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Fragilität der digitalen Infrastruktur. Die aktuelle ChatGPT-Störung ist ein weiteres Beispiel dafür, wie anfällig KI-Dienste für Probleme bei zugrundeliegenden Cloud-Diensten sind. Die Ausfallzeit großer Plattformen kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.

Die Cloudflare-Aktie brach in einer ersten Reaktion auf den fehlerhaften Cloudflare-Status kräftig ein. Vor Börsenstart an der Wall Street rutschte das Papier des Sicherheitsanbieters über 8 Prozent ab und notierte zeitweise unter 192,45 US-Dollar. Die Anleger beobachten solche Ereignisse stets genau. Es bleibt abzuwarten, wie lange Cloudflare down ist und was das letztlich für die Cloudflare-Aktie bedeutet. Die Tatsache, dass sich das Unternehmen schnell um den Ausfall kümmerte, könnte beruhigend wirken.

Wie sollten Unternehmen auf einen Cloudflare-Fehler reagieren?

Unternehmen, die von der Cloudflare-Störung betroffen waren oder weiterhin betroffen sind, sollten nun systematisch vorgehen. Als erste Maßnahme ist eine vollständige Überprüfung der eigenen Dienste auf Restprobleme essenziell. Anschließend sollte die Kommunikation mit Kunden und Partnern im Fokus stehen, um über die Ursache der Ausfälle – die externe Cloudflare-Störung – transparent zu informieren und Vertrauen zurückzugewinnen.

Langfristig ist es ratsam, die eigene IT-Infrastruktur auf Redundanz zu prüfen. Die Abhängigkeit von einem einzigen Infrastrukturanbieter kann durch die Implementierung von Fallback-Lösungen oder einem Multi-Cloud-Ansatz verringert werden, um die Auswirkungen künftiger Vorfälle, sei es Cloudflare down oder eine andere ChatGPT-Störung, zu minimieren.

Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Ripple startet RWA-Strategie, AMT DeFi-Verträge für erneuerbare Energien gehen live – XRP beginnt einen neuen Aufwärtszyklus

Mit der beschleunigten Einführung der RWA-Strategie (Real World Assets) durch Ripple entwickelt sich die Blockchain-Branche von reinem...

DWN
Finanzen
Finanzen Kupferpreis treibt Fusion an: Rio Tinto plant Übernahme von Glencore
17.01.2026

Die Dynamik auf den Rohstoffmärkten verschiebt derzeit die strategischen Gewichte in der globalen Industrie. Entsteht hier ein neuer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ölpreisgrenze: EU senkt Preisobergrenze für russisches Öl ab 1. Februar
17.01.2026

Der Westen zieht die Daumenschrauben bei russischem Öl weiter an: Ab Februar sinkt die Preisobergrenze erneut. Ziel ist es, Moskaus...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldanlage 2026: Welche Assets Anleger und Sparer im Blick behalten sollten
17.01.2026

2026 bringt Anlegern neue Unsicherheiten – und neue Chancen. Zwischen schwankenden Börsen, geopolitischen Risiken und persönlichen...

DWN
Immobilien
Immobilien Risiken für Hausbesitzer: Top-Ökonom Asmussen warnt vor Preisschock bei Versicherungsprämien
17.01.2026

Extreme Wetterereignisse verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa und belasten zentrale Sicherungssysteme. Warnt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KfW Research: Ausgaben bei Forschung und Entwicklung stagnieren – Deutschlands Vorsprung schmilzt
17.01.2026

Deutschland zählt noch immer zu den größten Forschungsnationen – doch der Vorsprung schmilzt. Während andere Länder ihre...

DWN
Finanzen
Finanzen PayPal-Datenschutz: In drei Schritten zu mehr Privatsphäre beim Bezahlen
17.01.2026

PayPal weiß oft mehr über Ihre Zahlungen, als Ihnen lieb ist – und diese Informationen können für Werbung genutzt werden. Wer seine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Drogeriemarkt DM expandiert: Omnichannel-Strategie treibt Auslandsgeschäft an
17.01.2026

Der DM-Konzern treibt den Ausbau seines Auslandsgeschäfts trotz hoher Anlaufkosten gezielt voran. Geht die Skalierungsstrategie des...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Eberswalder Wurst: Fleischriese Tönnies macht Traditionsbetrieb dicht – warnendes Lehrstück für andere Unternehmen
16.01.2026

Mit der Schließung der Eberswalder Wurstwerke verschwindet ein weiterer DDR-Traditionsbetrieb. Das Werk im brandenburgischen Britz wird im...