Finanzen

Unicredit-Aktie auf Rekordkurs: Milliardengewinne und Mega-Dividenden bis 2028

Die italienische Großbank Unicredit setzt ihren rasanten Wachstumskurs fort. Mit ambitionierten Gewinnzielen bis 2028 und Versprechen über massive Ausschüttungen in zweistelliger Milliardenhöhe versetzt CEO Andrea Orcel die Finanzwelt in Staunen. Während die Konkurrenz in Deutschland noch an ihrer Effizienz arbeitet, untermauert Unicredit mit diesen Zahlen auch ihren Anspruch im Übernahmepoker um die Commerzbank.
09.02.2026 10:07
Lesezeit: 1 min

Gewinnziel 2028: Unicredit peilt 13 Milliarden Euro an

Unicredit-Chef Andrea Orcel hat am Montag in Mailand die Messlatte für die kommenden Jahre deutlich höher gelegt. Bis zum Jahr 2028 soll der bereinigte Überschuss auf beeindruckende 13 Milliarden Euro steigen. Bereits für das laufende Jahr plant die Bank mit einem Gewinn von 11 Milliarden Euro. Die Märkte reagierten prompt: Die Unicredit-Aktie verzeichnete kurz nach Handelsstart ein Plus von 3,8 Prozent.

50 Milliarden Euro für Aktionäre: Dividenden und Rückkäufe im Fokus

Anleger können sich auf einen Geldregen einstellen. Die Bank plant, 80 Prozent ihrer Gewinne direkt an die Aktionäre zurückzugeben. In den kommenden drei Jahren sollen mindestens 30 Milliarden Euro über Dividenden und Aktienrückkäufe fließen – auf Sicht von fünf Jahren kalkuliert das Geldhaus sogar mit einer Summe von 50 Milliarden Euro. Sollten die Kapitalpuffer weiter wachsen, könnten diese Beträge sogar noch steigen.

Effizienz-Check: Unicredit lässt Deutsche Bank und Commerzbank hinter sich

Besonders deutlich wird die Dominanz der Italiener im direkten Vergleich mit deutschen Instituten. Während die Unicredit eine Eigenkapitalrendite von über 23 Prozent bis 2028 anstrebt, hinkt die Deutsche Bank mit einem Ziel von 13 Prozent hinterher. Auch bei der Kosten-Ertrags-Quote setzt Mailand Maßstäbe: Orcel will diese auf rund 33 Prozent drücken. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank liegt aktuell bei 64 Prozent, die Commerzbank strebt bis 2028 etwa 50 Prozent an.

Übernahmedruck auf die Commerzbank wächst

Die starken Zahlen verleihen der Unicredit zusätzliche Schlagkraft im strategischen Ringen um die Commerzbank. Mit einem Anteil von mittlerweile über 26 Prozent (und Zugriff auf mehr als 29 Prozent über Finanzinstrumente) stehen die Italiener kurz vor der Schwelle für ein Pflichtangebot. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp versucht derweil mit einem harten Sparkurs und dem Abbau von rund 3.900 Stellen, die Unabhängigkeit der Frankfurter Bank zu sichern und das Institut für die eigenen Aktionäre attraktiver zu machen.

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