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PCK-Raffinerie GmbH: Treuhandverwaltung für Rosneft Deutschland verlängert

Die deutschen Töchter des russischen Staatskonzerns Rosneft stehen wegen des Ukraine-Kriegs jetzt unter Kontrolle der Bundesnetzagentur als Treuhänderin. Eine neue Rechtsgrundlage macht das möglich.
02.03.2026 13:23
Lesezeit: 1 min
PCK-Raffinerie GmbH: Treuhandverwaltung für Rosneft Deutschland verlängert
Anlagen der Rohölverarbeitung auf dem Gelände der PCK-Raffinerie GmbH. Die Raffinerie in Schwedt in der Uckermark versorgt große Teile des Nordostens Deutschlands mit Treibstoff. (Foto: dpa) Foto: Patrick Pleul

Treuhandverwaltung für Rosneft Deutschland verlängert

Rosneft Deutschland bleibt unter der Treuhandverwaltung des Bundes. Auf einer neuen Rechtsgrundlage hat die Bundesregierung die Bundesnetzagentur als Treuhänderin für die deutschen Tochtergesellschaften des russischen Energiekonzerns eingesetzt, wie das Wirtschaftsministerium am Samstag in Berlin mitteilte. Sie gilt für die Firmen Rosneft Deutschland GmbH und RN Refining & Marketing GmbH.

Die Netzagentur erhält damit auch die Kontrolle über den jeweiligen Anteil an den drei Raffinerien PCK Schwedt in Brandenburg, MiRo in Karlsruhe und Bayernoil in Vohburg an der Donau (Bayern). Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums vereint Rosneft Deutschland rund 13 Prozent der deutschen Erdölverarbeitungskapazität auf sich. Die Anordnung gewährleiste vor allem die Versorgung der Bundesländer Berlin und Brandenburg mit Mineralölprodukten und sichere den Standort Schwedt, hieß es.

Nach Beginn des Ukraine-Krieges unter Treuhand gestellt

Die EU-Kommission hatte erst vor einer Woche entschieden, dass der Bund dauerhaft die Kontrolle über Rosneft Deutschland übernehmen darf. Es gebe diesbezüglich keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.

Die Treuhandverwaltung fußt auf einer Neuerung im Außenwirtschaftsgesetz. Hintergrund der Gesetzesänderung war das 18. Sanktionspaket der EU gegen Russland aus dem Juli 2025, wie das Wirtschaftsministerium erläuterte.

Ohne eine öffentlich-rechtliche Treuhand wären EU-Töchter von sanktionierten russischen Muttergesellschaften ebenfalls unter die EU-Sanktionen gefallen.

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine hatte der Bund die Rosneft-Töchter 2022 unter Treuhandverwaltung gestellt. Die damalige Bundesregierung entschied auch, auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten, mit dem PCK jahrzehntelang versorgt wurde. Die Treuhandverwaltung wurde bisher für jeweils ein halbes Jahr angeordnet, die jüngste Anordnung galt bis 10. März.

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