Panorama

Nahost-Krieg: Tschechien evakuiert Bürger und ergreift innenpolitische Sicherheitsmaßnahmen

Tschechien schickt erste Armeeflugzeuge für Evakuierungsflüge in den Nahen Osten. In dem EU- und Nato-Mitgliedstaat selbst werden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen: Prag schickt mehr Polizisten in die Straßen.
02.03.2026 11:04
Aktualisiert: 02.03.2026 11:04
Lesezeit: 1 min
Nahost-Krieg: Tschechien evakuiert Bürger und ergreift innenpolitische Sicherheitsmaßnahmen
Iran-Krieg: Der tschechische Regierungschef Andrej Babis holt Bürger mit Militärflugzeugen aus Nahost. (Foto: dpa) Foto: Šimánek Vít

Tschechien holt Bürger mit Militärflugzeugen aus Nahost

Tschechien schickt zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten, um Bürger des EU- und Nato-Mitgliedstaats in Sicherheit zu bringen. Die eine Maschine werde in den ägyptischen Küstenort Scharm el Scheich, die andere in die jordanische Hauptstadt Amman fliegen, sagte der tschechische Regierungschef Andrej Babis nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag.

Bei einem Teil der Passagiere soll es sich um tschechische Bürger handeln, die Israel auf dem Landweg verlassen haben. Wie Babis weiter ankündigte, wird die Fluggesellschaft Smartwings mehrere Hundert Touristen aus dem Oman nach Hause bringen. Nach Angaben des Außenministeriums in Prag sind rund 6.500 Tschechen, die sich momentan im Nahen Osten aufhalten, auf einer Krisenvorsorgeliste registriert.

Prag schickt mehr Polizisten in die Straßen

Wegen der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten ergreift Tschechien zudem zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Unter anderem wird die Streifentätigkeit der Polizei verstärkt, wie Babis bestätigte. Es gebe indes aktuell keine Hinweise auf eine konkrete Bedrohung.

Israel und die USA hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran begonnen, bei denen auch das Staatsoberhaupt, Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion, in der es US-Militärstützpunkte gibt. Tausende Menschen sitzen wegen der Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr fest.

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