Politik

Ukraine: Geisel-Nehmer verlangen einen Deal mit Kiew

Lesezeit: 1 min
27.04.2014 11:20
Die Separatisten, die in Slawjansk mehrere OSZE-Beobachter als Geiseln halten, verlangen die Freilassung von Gesinnungsgenossen, die in Kiew festgehalten werden. Sie sollen vom ukrainischen Geheimdienst verhaftet worden sein.
Ukraine: Geisel-Nehmer verlangen einen Deal mit Kiew

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Slawjansker Separatistenführer Wjatscheslaw Ponomarjow will sich mit einer OSZE-Delegation treffen, um über die von seinen Leuten gefangengehaltenen Militärbeobachter zu sprechen. Die Unterhändler der OSZE sollten gegen 11.00 Uhr (MESZ) eintreffen, kündigte der selbst ernannte Bürgermeister von Slawjansk an. Bedingung für die Freilassung des OSZE-Teams, zu dem auch vier Deutsche zählen, bleibe die Freisetzung von Separatisten, die die Behörden in Kiew festhielten. Er gehe davon aus, dass eine Vereinbarung zustande komme. "Die Soldaten sind Geiseln der Situation, aber ich denke, dass alles in Ordnung gehen wird", sagte Ponomarjow. "Wir werden uns irgendwie verständigen".

In der Nacht hätten seine Leute drei Offiziere des ukrainischen Geheimdienstes festgesetzt, fügte Ponomarjow hinzu. Sie seien in dem nahe gelegenen Ort Horliwka an einem Einsatz gegen die Separatisten beteiligt gewesen.

Die pro-russischen Aufständischen hatten die 13 Männer des OSZE-Teams am Freitag gefangengenommen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat Unterhändler in die Region entsandt, um ihre Freilassung zu erreichen. Der Gruppe gehören neben drei Bundeswehr-Soldaten und einem deutschen Dolmetscher jeweils ein Militärbeobachter aus Tschechien, Polen, Schweden und Dänemark sowie fünf ukrainische Soldaten an. Deutschland führt den Militärbeobachtereinsatz. Er ist nicht identisch mit dem parallel stattfindenden Einsatz ziviler OSZE-Beobachter.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Wahlbetrug bei EU-Wahl: Präparierte Stimmzettel in Bayern aufgetaucht!
23.05.2024

Handelt es sich um einen Wahlfälschungsversuch? In der Stadt Bad Reichenhall ist es zu Unregelmäßigkeiten bei Briefwahlunterlagen für...

DWN
Politik
Politik Der Fall Kirch war sein Verhängnis: Ex-Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer gestorben
23.05.2024

Er prägte über Jahre den Finanzplatz Frankfurt und die Deutsche Bank. Ein Satz kam ihn und seinen damaligen Arbeitgeber teuer zu stehen....

DWN
Technologie
Technologie IW-Regionalranking 2024: Landkreise sind Vorreiter der Energiewende
23.05.2024

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) spielen ländliche Regionen eine zentrale Rolle in der Energiewende...

DWN
Finanzen
Finanzen Silberpreis erreicht Jahreshoch und knackt Marke von 30 Dollar
23.05.2024

Der Silberpreis legt im Fahrwasser der Goldpreis-Rekorde massiv zu und erreichte nun ein neues Jahreshoch. Was sind die Gründe und wie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Flüchtlingswelle 2015: Drei Viertel der Zugezogenen in Arbeitsmarkt integriert
23.05.2024

Arbeitsmarktexperte bringt mit der Initiative „Job-Turbo“ Geflüchtete schneller in Arbeit: Die Erwerbstätigenquote der 2015 nach...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handelskonflikt mit USA und EU heizt sich auf: China erwägt höhere Import-Zölle auf Verbrenner
23.05.2024

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert weiter und erfasst nun auch europäische Autobauer, die gar keine E-Autos...

DWN
Politik
Politik Fußball-EM 2024: Warum Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden
23.05.2024

Deutschland rüstet auf: Die Sicherheitsvorkehrungen für die Fußball-Europameisterschaft 2024 zur Abwehr von Terrorismus, Cyberangriffen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Austritt Deutschlands: Ist „Dexit“ der Weg in die Katastrophe?
23.05.2024

Seit dem Brexit-Referendum wird in Deutschland immer wieder über einen möglichen EU-Austritt, den „Dexit“, diskutiert. Eine aktuelle...