Finanzen

Griechenland bittet Merkel um mehr Zeit für Sparmaßnahmen

Lesezeit: 1 min
15.08.2012 01:08
Der griechische Premier Antonis Samaras wird Angela Merkel bei seinem Berlin-Besuch vorschlagen, die Sparmaßnahmen auf zwei Jahre zu strecken. Die Griechen wollen etwa 20 Milliarden Euro auftreiben, um über die kommenden Monate zu kommen. Über einen Umweg dürfte dies von der EZB finanziert werden.
Griechenland bittet Merkel um mehr Zeit für Sparmaßnahmen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die griechische Regierung hat ein Dokument vorbereitet, in dem die Umsetzung der Sparmaßnahmen auf weitere zwei Jahre gestreckt wird. Die FT berichtet, dass der griechische Premier Antonis Samaras einen entsprechenden Vorschlag in der kommenden Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande unterbreiten möchte. Der Plan sieht vor, dass die mit der Troika vereinbarten Budgetkürzungen langsamer vorgenommen werden dürfen als vereinbart.

Zusätzlich benötigt Griechenland eine Finanzspritze von etwa 20 Milliarden Euro, um die kommenden Monate zu überstehen. Dieses Geld solle durch weitere Anleihen aufgetrieben werden, die Griechenland begibt. Bei einer solche Auktion hat Griechenland am Dienstag kurzfristige sogenannte T-Bills für etwa 4 Milliarden Euro auf den Markt geworfen. Die Griechen brauchen das Geld, um die am 20. August fällig werdenden Staatsanleihen zu bezahlen.

Die griechischen Banken verwenden die Anleihen, um sich bei der EZB Geld zu holen. Die Papiere werden nämlich von der EZB wegen ihrer kurzen Laufzeit als Sicherheiten akzeptiert. Offenbar möchte Samaras dieses Vehikel vermehrt einsetzen, um mit solch kurzfristigen Papieren die Liquidität Griechenlands sicherzustellen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Palästinenser nehmen Tel Aviv unter Beschuss, Israel zerstört Medien-Hochhaus in Gaza

Gleich drei Mal gab es in Tel Aviv Raketenalarm. Israels Militär zerstört Dutzende Waffenfabriken der Hamas und ein Hochhaus mit...

DWN
Politik
Politik Unionsfraktionsvize will CO2-Preis ab 2022 fast verdoppeln

Andreas Jung schlägt vor, den CO2-Preis auf Öl und Gas bereits im kommenden Jahr drastisch zu erhöhen. Benzin würde sich dadurch um 13...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Inflationswarnung: Getreidehändler melden historische Preisanstiege

Getreidehändler verzeichnen historische Preisausschläge, die sich bald auch in den Supermärkten zeigen werden - etwa bei Mehl, Fleisch...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Politik
Politik Nahost-Konflikt: Jede Chance auf Frieden löst ein Blutbad aus

Friedensverhandlungen zwischen Palästinensern und Israelis sind sinnlos, wie die Geschichte lehrt: Nur wenn die Fronten verhärtet sind,...

DWN
Politik
Politik Deutschlandweit Proteste gegen Israel, Ausschreitungen in Berlin

Auch in Deutschland sind die Auswirkungen des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern zu spüren. Zunächst friedliche...

DWN
Technologie
Technologie China landet erstmals Rover auf dem Mars

China feiert die erfolgreiche Landung der Sonde Tianwen-1 auf dem Mars. Es ist das erste Mal, dass das Land auf einem Planeten eine Sonde...

DWN
Deutschland
Deutschland 850 Menschen stehen in Bayern Schlange für eine Impfdosis

Im oberbayerischen Ebersberg standen am Samstag 850 Menschen an, einige schon ab 5 Uhr früh. Der Vorfall ist kein Einzelfall.