Politik

Ukraine: Massive Explosion bei Erdgas-Pipeline nach Europa

Lesezeit: 1 min
17.06.2014 17:18
In der Ukraine hat eine Explosion die für Europa wichtigste Erdgas-Pipeline beschädigt. Doch der russische Energiekonzern Gazprom gibt Entwarnung. Das Erdgas fließe nun durch eine Parallel-Leitung in die EU. Noch ist unbekannt, ob es sich bei der Explosion um Sabotage gehandelt haben könnte. Das ukrainische Innenministerium sagt, es gäbe Hinweise auf einen Terror-Anschlag.
Ukraine: Massive Explosion bei Erdgas-Pipeline nach Europa

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In der ukrainischen Region Poltawa ist es zu einer Großexplosion an einer Erdgas-Pipeline gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen kam es zu einer 230 Meter hohen Stichflamme. Die Regierung in Kiew hält einen Anschlag für möglich. Die Detonation erschütterte am Dienstag mitten in der Ukraine einen Abschnitt jener Leitung, durch die ein Großteil russischen Erdgases nach Europa fließt. Es gebe verschiedene Erklärungen für die Ursache, allen voran ein Terroranschlag, sagte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow. Auch das Energieministerium des Landes schloss dies nicht aus. Der Explosionsort in der zentralukrainischen Region Poltawa ist weit von den umkämpften Gebieten im Osten des Landes entfernt. Dort kämpfen prorussische Aufständische gegen die Zentralregierung in Kiew.

Im Streit über Gaspreise hatte Russland dem Nachbarland am Vortag den Gashahn zugedreht. Die Ukraine hat aber zugesichert, den für die Europäische Union bestimmten Rohstoff durchzuleiten. Aus dem russischen Konzern Gazprom verlautete, der Gasexport sei durch die Explosion nicht beeinträchtigt, weil auf eine Parallelleitung ausgewichen werden könne. Der ukrainischen Polizei zufolge kam bei der Detonation niemand ums Leben.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Trader von JPMorgen wegen Manipulatinonen des Gold-Markts verurteilt

Nach einem langen Prozess in Chicago haben die Geschworenen zwei Goldhändler von JPMorgan wegen Spoofing, also jahrelanger Manipulationen...

DWN
Politik
Politik Energie-Krise offenbart Planlosigkeit: Scholz will jetzt Pipeline aus Portugal

Eigentlich sollte es die Pipeline von Portugal über Spanien nach Mitteleuropa längst geben. Doch das Projekt wurde gestoppt. Das rächt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen China wird für deutsche Industrie zum Risiko-Standort

Ein chinesischer Überfall auf Taiwan ist eine reale Gefahr. Den deutschen Unternehmen, die Milliardensummen in China investiert haben,...

DWN
Deutschland
Deutschland Energie-Krise weitet sich aus: Steigende Rohölnachfrage erwartet

Der Rohölpreis ist zuletzt gesunken, Heizölkäufer profitieren davon bisher nicht – und bald könnte die weltweite Nachfrage nach...

DWN
Deutschland
Deutschland IW-Analyse: Teure Energie ist verheerend für Deutschland

Die Experten des IW haben durchgespielt, was teure Energie für deutsche Verbraucher, Firmen und die Wirtschaft bedeutet. Die Aussichten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BASF: Chemieriese blickt zuversichtlich in die Zukunft

Der weltweit größte Chemiekonzern und größte Erdgasverbraucher Deutschlands sieht keinen Grund zur Panik und setzt sich ambitionierte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Telekom: Auf stabilem Wachstumskurs

Trotz einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wächst die Deutsche Telekom weiter.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Siemens meldet ersten Quartalsverlust seit 2010

Siemens hat erstmals seit 2010 in einem Quartal Verlust gemacht. Dennoch sieht sich das Unternehmen derzeit gut aufgestellt.