Politik

Bank of Japan: China befindet sich in der „Gefahrenzone“

Lesezeit: 1 min
21.08.2012 10:48
Die Kombination aus Immobilienblase, demografischem Wandel und steigenden Krediten erhöhe erheblich die Gefahr einer Finanzkrise, warnte ein Gouverneur der Bank of Japan mit Blick auf China. Das Land stehe kurz davor.
Bank of Japan: China befindet sich in der „Gefahrenzone“

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: EZB: 40 zusätzliche Stellen im Kampf gegen die Krise

China droht eine Finanzkrise, warnte einer der stellvertretenden Gouverneure der Bank of Japan am Dienstag in einer Konferenz in Sydney, die von der Reserve Bank of Australia und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich veranstaltet wurde. Kiyohiko Nishimura von der Bank of Japan sagte, die Kombination aus einer Immobilienblase, demografischer Veränderung und einem schnellen Wachstum der Kredite erhöhe die erheblich die Möglichkeit einer drohenden Finanzkrise. Und genau in dieser Hinsicht befinde sich China bereits in der „Gefahrenzone“.

Es geben in China deutliche Ähnlichkeiten zwischen der US-Immobilienblase in der 2000er Jahren und der Spekulationsblase bei den Vermögenswerten in Japan in der 1990er Jahren, so der stellvertretende Gouverneur Kiyohiko Nishimura. In beiden Fällen sei es zu einer Finanzkrise gekommen. China habe zwar noch nicht die entsprechende Überalterung erreicht, „ist aber in der Nähe“. Das Wachstum der Kredite und die Immobilienpreise seien jedoch bereits drastisch angestiegen.

Bisweilen, so Kiyohiko Nishimura, säten Politiker beispielsweise auch selbst die Saat der Immobilienblase, weil sie allzu optimistische, wirtschaftliche Erwartungen in der Öffentlichkeit nährten. „Es ist extrem schwierig, Menschen, die glauben (wollen, Anm. d. Red.), dass es „diesmal anders ist“, und überzeugt sind, „sie befinden sich auf dem Weg zum ewigen Wohlstand“, vom Gegenteil zu überzeugen. Zumindest so lang, wie der Weg dieser Menschen „von einige dummen Politikmacher nicht versperrt wird“, fügte er hinzu.

Weitere Themen

Deutsche Banken wollen nationale Bankenaufsicht auflösen

Moody’s: Wirtschaftliche Angleichung in Eurozone wird Jahre dauern

Wegen Krise: Zahl der Geschäfte für Goldankäufe in Italien hat sich vervierfacht

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik G7-Gipfel verhängt weitere Sanktionen gegen Russland - keine Einigung bei Öl und Gold

Unter der Leitung der US-Regierung wird das Sanktionsregime gegen Russland ausgeweitet. Auf wichtigen Feldern besteht aber weiterhin...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiekrise: Deutschland muss zittern - aber Russland mindestens genauso

Während Russland den Europäern schrittweise den Gashahn zudreht, ist der Kreml gezwungen, sich neue Absatzmärkte zu eröffnen. Aber das...

DWN
Deutschland
Deutschland Experte: Steigende Corona-Inzidenzen sind irrelevant

Die derzeit steigenden Infektionszahlen sieht ein Gesundheitsexperte gelassen. Minister Lauterbach warnt vor einer „Sommerwelle“.

DWN
Finanzen
Finanzen Sanktionen hindern Russland, Anleihezinsen zu bezahlen - erste Gläubiger betroffen

Den Ausschluss Russlands aus westlichen Finanztransaktionssystemen bekommen die ersten Investoren zu spüren.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Deutschland
Deutschland Südwest-CDU fordert längeren Betrieb von Atomkraftwerken

Die CDU Baden-Württemberg fordert angesichts der Energie-Krise längere Laufzeiten für die letzten verbliebenen Kernkraftwerk in...

DWN
Technologie
DWN
Finanzen
Finanzen Zum ersten Mal seit 1918: Russland im Verzug mit Staatsschulden

Zuletzt sah sich Russland noch unter Lenin mit so einer Situation konfrontiert. Ein düsteres Zeichen für die weitere Entwicklung des...