Unternehmen

Faule Hypotheken: Citigroup muss Strafe in Milliardenhöhe zahlen

Lesezeit: 1 min
14.07.2014 14:40
Die Citigroup muss eine Geldstrafe in Höhe von sieben Milliarden US-Dollar zahlen. Darauf einigte sie sich mit dem US-Justizministerium. Die Bank soll vor der Finanzkrise faule Hypotheken verkauft haben.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Citigroup muss wegen umstrittener Hypotheken-Geschäfte vor der Finanzkrise eine Strafe von sieben Milliarden Dollar zahlen. Es werde eine Buße von 4,5 Milliarden Dollar in bar entrichtet sowie Kundenentschädigungen über 2,5 Milliarden, teilte die US-Großbank am Montag mit. Der Fall werde das zweite Quartal vor Steuern mit 3,8 Milliarden Dollar belasten. Die Bilanz soll noch am Nachmittag veröffentlicht werden.

Citigroup-Chef Michael Corbat sagte, die Einigung mit dem US-Justizministerium sei im besten Interesse der Aktionäre. Das ermöglicht uns, nach vorne zu schauen und uns auf die Zukunft zu konzentrieren, nicht auf die Vergangenheit.

Die Strafe ist mehr als doppelt so hoch wie von Analysten erwartet. In den Verhandlungen waren allerdings vonseiten der Regierung zeitweise zwölf Milliarden Dollar gefordert worden. Mit der Einigung werden alle Klagen in der Sache hinfällig.

Zahlreichen Banken wird vorgeworfen, Investoren beim Verkauf von Wertpapieren vor 2008 hinters Licht geführt zu haben - was die weltweite Finanzkrise ins Rollen brachte. US-Branchenprimus JPMorgan hatte deswegen einem Vergleich zugestimmt, der von den Behörden als wegweisend bezeichnet wurde. Gegen andere Institute stehen Verfahren noch aus, unter anderem gegen die Bank of America . Hier wird über einen Vergleich von zwölf bis 17 Milliarden Dollar spekuliert.

Die Deutsche Bank hatte im Dezember mit der Zahlung von 1,4 Milliarden Euro den Streit über solche Geschäfte mit der US-Behörde FHFA beigelegt. Damit sind aber noch nicht alle Klagen in der Sache aus dem Weg geräumt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Kissinger fordert Verhandlungen für einen Waffenstillstand - bevor der Konflikt aus dem Ruder läuft

Henry Kissinger mahnt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos schnellstmögliche Friedensverhandlungen an. Der Westen solle nicht versuchen,...

DWN
Finanzen
Finanzen Rückkehr zur Normalität: Russland lockert die Geldpolitik

Die russische Notenbank hat ihren Leitzins erneut deutlich gesenkt. Dies markiert den Rückgang zur geldpolitischen Normalität - trotz...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handel ohne Regeln: Wie die Rohstoffhändler sich jeder Kontrolle entziehen

Ohne den Rohstoffhandel könnte die moderne Welt nicht existieren. Doch so immanent wichtig dieses Geschäft auch ist, findet es fast...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Staaten erlassen vermehrt Export-Beschränkungen bei Lebensmitteln

Mehrere Länder haben in den vergangenen Wochen Exportbeschränkungen oder -verbote von Grundnahrungsmitteln erlassen.

DWN
Politik
Politik Big-Data-Unternehmen: Risiko eines Atomkriegs liegt bei „20 bis 30 Prozent“

Alex Karp sagt, dass ein Atomkrieg sehr viel wahrscheinlicher ist, als die meisten Menschen glauben. Der Gründer und Vorstand der...

DWN
Politik
Politik Deutschland verkündet engere Zusammenarbeit mit Ostsee-Staaten beim Windkraftausbau

Am 1. Juli übernimmt Deutschland den Vorsitz im Ostseerat. Früher hat man in dem Forum mit Moskau zusammengearbeitet. Nach dem Angriff...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Top-Investor: Die Rezession ist bereits hier

Der Finanz-Insider Peter Schiff sieht die US-Wirtschaft bereits in der Rezession. Wenn die größte Volkswirtschaft der Welt ins Straucheln...