Deutschland

Massive Streiks bei Flugpersonal: Flug-Chaos über Deutschland

Lesezeit: 1 min
04.09.2012 16:36
Weltweit fielen über 300 der 1.800 Flüge der Lufthansa aus. Flughäfen in Frankfurt, München und Berlin waren betroffen. Als „Schlag ins Gesicht der Kunden“, bezeichnete Lufthansa-Sprecher Klaus Walther die Aktion der Flugbegleiter. Die Gewerkschaft droht indes mit unbegrenztem Streik.
Massive Streiks bei Flugpersonal: Flug-Chaos über Deutschland

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Innerhalb weniger Tage streikten die Flugbegleiter der Gewerkschaft UFO am Dienstag erneut: Diesmal waren neben Frankfurt auch der Flughafen München und Berlin Tegel von der Arbeitsniederlegung betroffen. Überforderte Lufthansa-Mitarbeiter, gestresste Passagiere und überfüllte Terminals waren die Folge. Der Gewerkschaft UFO zufolge waren bisher 300 der weltweit 1.800 Flüge der Lufthansa ausgefallen.

Trotz des Flug-Chaos in Deutschland ist die Gewerkschaft jedoch noch nicht gewillt, von weiteren Streiks abzusehen. „Sollte diese Arroganz beibehalten werden, dann wird das jetzt aufhören mit diesen zeitlich begrenzten und vor allem örtlich begrenzten Streiks“, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies Reuters. „Dann werden wir in den nächsten Tagen irgendwann sagen, Deutschland steht still von 0.00 bis 24.00 Uhr.“

Für Lufthansa-Sprecher Klaus Walter ist die Aktion der Gewerkschaft, die damit höhere Löhne erreichen und gegen Leiharbeiter an Bord protestiert, völlig unangemessen. „Das ist keine Taktik der Nadelstiche wie von Ufo angekündigt. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Kunden", sagte er Reuters. Der bereits durch den ersten Streiktag entstandene Millionenschaden dürfte heute noch einmal um einiges angestiegen sein. Klaus Walthers hat dafür kein Verständnis. „Auch ein Gewerkschaftsführer trägt Verantwortung für die Mitglieder und das Unternehmen. Mit einem Streik schadet er dem Unternehmen langfristig."

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
Finanzen Wann beginnt der nächste Bullenmarkt beim Gold?

Trotz hohen Inflationsraten überall auf der Welt ist der Goldpreis in den letzten Wochen deutlich gefallen. Doch der nächste Bullenmarkt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kupfer: Rezessionsgefahr trübt die Aussichten, langfristig aber enormes Potential

Der Rohstoff-Experte der DWN, Markus Grüne, analysiert den Kupfermarkt.

DWN
Politik
Politik WEF-Treffen in Davos wirft Schatten voraus : Schweiz aktiviert Armee für Transport und Sicherheit der Gäste

Damit sich hunderte Politiker und Milliardäre in einem noblen Bergort vergnügen können, wird ein großer Aufwand betrieben.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Russland-Sanktionen sind für deutsche Unternehmen ein Rätsel

Deutschen Unternehmen fällt es schwer zu erkennen, welche Geschäfte unter die Russland-Sanktionen fallen, wie eine Umfrage von KPMG...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission will russisches Vermögen an Ukraine übergeben

Die EU-Kommission will beschlagnahmte russische Vermögenswerte an die Ukraine übergeben. Es brauche eine europaweite strafrechtlich...

DWN
Politik
Politik Nutzen nicht ersichtlich: Afrikaner verzichten auf Corona-Impfung

Die Corona-Impfstationen in Afrika stehen leer, Millionen unbenutzter Fläschchen stapeln sich. Die Menschen haben hier andere Sorgen, vor...

DWN
Politik
Politik Geopolitische Kehrtwende: US-Regierung nimmt Sanktionen gegen Venezuela zurück

US-Präsident Biden hat die unter Trump begonnene Druck-Kampagne gegen Venezuela abrupt beendet und eine erstaunliche Kehrtwende...