Politik

Russische Staatsbank übernimmt Modehaus Roberto Cavalli

Lesezeit: 1 min
08.10.2014 15:25
Die russische Großbank VTB übernimmt 70 Prozent des Modelabels Roberto Cavalli. Das Paket wird mit 400 Millionen Euro bewertet. Die Bank hat bereits eine Barzahlung geleistet, somit ist der Deal bindend.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Trotz der Wirtschaftssanktionen kommt die Investmentgesellschaft der russischen Großbank VTB bei der geplanten Übernahme des italienischen Modehauses Roberto Cavalli voran. Wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen zu Reuters sagten, hat VTB Capital eine Barzahlung geleistet, um den Deal abzusichern. Die Transaktion sei bereits rechtlich bindend, sagte einer der Insider. Bei einer Verschärfung der gegenseitigen Sanktionen zwischen Russland und dem Westen könne der Deal aber noch scheitern, schränkte der andere Insider ein.

Es sei vorgesehen, dass VTB 70 Prozent des Modehauses aus Florenz kaufe. Dieses Paket werde mit 400 Millionen Euro bewertet. VTB Capital - geleitet vom Italiener Riccardo Orcel - besorge sich wiederum bei international tätigen Investoren Geld, um das Geschäft zu finanzieren. Mit der Barzahlung steige die Chance, dass die Transaktion am Ende auch über die Bühne gehen könne. Vertreter von VTB Capital und Cavalli wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

Der 73-jährige Designer hat das Modehaus in den 1960er-Jahren gegründet. Cavalli soll die restlichen 30 Prozent behalten. Die bisherigen Versuche, die Mehrheit zu verkaufen, war stets an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert.

Russische Firmen haben bereits mehrfach die Hand nach italienischen Konzernen ausgestreckt. So beteiligte sich etwa der russische Öl-Riese Rosneft am Reifen-Hersteller Pirelli. Durch den Ukraine-Konflikt sind solche Deals aber schwerer geworfen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ukraine-Effekt: Rheinmetall bekommt Rekordauftrag von der Bundeswehr
20.06.2024

Rheinmetall stellt Panzer, Geschütze und Militär-Lkw her. Vor allem die Nachfrage nach Artilleriemunition zog seit Beginn des...

DWN
Finanzen
Finanzen Giropay ist am Ende – doch die Idee lebt weiter
20.06.2024

Giropay, das einmal als sichere Alternative der deutschen Banken zu US-amerikanischen Diensten wie PayPal gedacht war, steht vor dem Aus...

DWN
Politik
Politik Neue EU-Sanktionen gegen Russland: Deutschland setzt mildere Maßnahmen durch
20.06.2024

In zähen Verhandlungen um das neue EU-Sanktionspaket gegen Russland plädierte Deutschland für mildere Maßnahmen. Es geht vor allem um...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Konjunktur-Prognosen: Zunehmende Lichtblicke für deutsche Wirtschaft
20.06.2024

Mehr Kaufkraft, mehr Exporte, mehr Investitionen - die deutsche Wirtschaft kommt langsam wieder besser in Gang. Das bestätigen...

DWN
Politik
Politik Spannung vor der Sachsen-Wahl: AfD und CDU in Umfragen fast gleichauf
20.06.2024

Wenige Monate vor der Landtagswahl in Sachsen deutet eine neue Umfrage auf ein spannendes Duell hin: Die AfD liegt knapp vor der CDU, doch...

DWN
Immobilien
Immobilien Zwangsversteigerungen: Ein Schnäppchenmarkt für Immobilien?
20.06.2024

2023 wurden 12.332 Objekte in Deutschland zwangsversteigert. Für die ehemaligen Besitzer bedeutet die Versteigerung in der Regel ein...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bürokratie-Krise: Rettung für Handwerker in Sicht?
20.06.2024

Handwerksbetriebe ächzen unter der Last stetig wachsender Bürokratie – mehr Papierkram, weniger Zeit für die eigentliche Arbeit. Der...

DWN
Politik
Politik Bund kann Deal nicht stemmen: Kauf von Tennet-Stromnetz gescheitert
20.06.2024

Der Ausbau der Stromnetze in Deutschland kostet zweistellige Milliardensummen. Der niederländische Netzbetreiber Tennet wollte daher sein...