Auto-Krise: Fiat und Peugeot können nur mit Staatshilfe überleben

Steuerzahler in Europa werden einige Autohersteller retten müssen. Davon geht der Finanzchef von VW aus. Gerade Kleinwagenhersteller in Südeuropa benötigen Hilfe sagt Hans Dieter Pötsch.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: Konjunktur-Erwartungen in der Eurozone brechen ein

Der Volkswagen Konzern erwartet, dass seine Mitbewerber Steuergelder benötigen werden, um die aktuelle Krise am europäischen Automarkt überleben zu können: „Es ist unklar, ob Autohersteller ohne staatliche Hilfe überleben werden. Besonders Autohersteller in Südeuropa, die kleine Autos bauen, werden betroffen sein“, sagte VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch bei der Eröffnung der Paris Motor Show. Dies berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg.

Pötsch dürfte damit auf Fiat angespielt haben. Aber auch der französische Autobauer PSA Peugeot Cirtoen hat massive Probleme. Die französische Regierung kritisierte kürzlich, der Konzern habe sich strategisch falsch aufgestellt und sei auch deshalb in der aktuell schlechten Verfassung (mehr hier).

Volkswagen selbst scheint in guter Verfassung zu sein. Das Engagement in Wachstumsmärkten außerhalb Europas dürfte den Gewinn von VW vergleichsweise gut ausfallen lassen. Noch sieht die VW-Führung eine Möglichkeit, dass das Betriebsergebnis des vergangenen Jahres wieder erreicht werden kann. Dies wäre ein großer Erfolg. Doch auch in Deutschland rechnet die Industrie mit mehr Kurzarbeit in der Autobranche (mehr hier)

Neben der sinkenden Nachfrage macht vor allem der erbitterte Preiskampf in der Branche den Autoherstellern zu schaffen: „Das größte Problem für die Industrie ist der vollständige Zusammenbruch der Preisdisziplin“, sagte ein Analyst der Credit Suisse im Interview mit Bloomberg.

Mehr Themen:
Spanien: Weitere Region in Finanznot, Kastilien-La Mancha braucht Millionen
Van Rompuy unter Beschuss: Baukosten für neue EU-Behörde außer Kontrolle
Tschechischer Präsident: Euro-Einführung vielleicht 2074

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick