Krise erfasst Frankreich: Staatsschulden und Wirtschaftsflaute treiben Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch

Frankreich wird das Defizitziel von drei Prozent im kommenden Jahr verfehlen, so die OECD. Strukturelle Reformen und umfangreiche Einsparungen seien unerlässlich. Angesichts der schwachen Wirtschaftsdaten und der Arbeitslosenquote von 10,6 Prozent stellt dies Hollande allerdings vor große Herausforderungen.

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Die französische Regierung muss handeln. Die Wirtschaft des Landes ist stark angeschlagen und weitere Massenentlassungen – diesmal in der Stahlindustrie – drohen (hier). In ihrem aktuellen Bericht korrigiert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nun ihre Wachstumsprognosen für das Land deutlich nach unten: Von 1,2 auf 0,3 Prozent im kommenden Jahr und von 2,0 auf 1,3 Prozent 2014.

„Frankreich muss eine umfassende, mittelfristige Strategie zur Haushaltskonsolidierung schaffen“, heißt es im OECD-Bericht. Ausgabenkürzungen und Strukturreformen seien zur Stärkung des Vertrauens und der Wettbewerbsfähigkeit unbedingt notwendig. Allerdings werden Einsparungen den französischen Arbeitsmarkt weiter belasten. Im Oktober stieg die Arbeitslosigekit auf 3,1 Millionen Menschen – 45.000 mehr als noch im September. Das ist die höchste Zahl der Erwerbslosen seit 16 Jahren. Die offizielle Arbeitslosenrate liegt bei 10,6 Prozent.

Die sinkenden Steuereinnahmen werden letztlich auch dazu führen, dass Frankreich 2013 nicht wie erhofft sein Defizit-Ziel von drei Prozent erreichen kann. Das sich abschwächende Wachstum der deutschen Wirtschaft (hier) und die Rezession in Südeuropa erhöhen den Druck auf Hollande angesichts der auch sinkenden Inlandsnachfrage.

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