Nach Griechen-Deal: Auch Portugal fordert Erleichterung beim Schuldendienst

Im Zuge der Gleichbehandlung werden auch Irland und Portugal günstigere Bedingungen für ihr Bailout-Programm erhalten, so der portugiesische Finanzminister. Bisher gestaltete sich dies aber beispielsweise mit Blick auf die Bankengelder an Spanien und Irland als äußerst schwierig.

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Der neue Griechenland-Deal ist noch keine zwei Tage alt, da melden sich bereits die ersten, ebenfalls unter den Rettungsschirm geschlüpften Staaten zu Wort und fordern ähnliches. Die getroffenen Entscheidung zu Griechenland, um die Verschuldung des Landes zu reduzieren, werden auch für Portugal und Irland unter dem „Grundsatz der Gleichbehandlung“ zutreffen, sagte der portugiesische Finanzminister Vitor Gispar am Dienstag dem Parlament. Insofern würden beide Länder auch günstigere Bedingungen für ihre Kredite über den EFSF erhalten, zitiert die portugiesische Zeitung Jornal de Negócios den Finanzminister. Angesichts der wachsenden Proteste in seinem Land, würde das dem Finanzminister natürlich entgegenkommen (hier).

Neben einer Verlängerung der Kreditlaufzeiten wurde unter anderem für Griechenland beschlossen, dass die EZB auf die für die gekauften griechischen Anleihen erwirtschafteten Zinsgewinne verzichtet (mehr hier). Ähnliches ist in Portugal denkbar. Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass eine Erleichterung für ein gestraucheltes Land nicht auch zu Erleichterungen in anderen Ländern führt. Im Zuge der angestrebten direkten Finanzierung der Banken Spaniens über den ESM, soll die Schuldenlast des Landes reduziert werden. Würden die geplanten Bailout-Gelder nicht direkt an die Banken fließen, würden sie an den spanischen Staat gehen und somit die Verschuldung des Landes erhöhen. Seit geraumer Zeit versucht Irland nun, mit Blick auf die Gleichberechtigung eine ähnliche Zusage zu bekommen. Bisher jedoch ohne großen Erfolg.

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