Auto-Neuzulassungen brechen auch in Deutschland ein

Im Dezember ist die Zahl der neu angemeldeten Autos erneut drastisch zurückgegangen. Sowohl im Vergleich zum Vorjahresmonat als auch im gesamten Jahr. Auch in diesem Jahr wird mit einem weiteren Rückgang gerechnet.

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Vor allem bei den Privatunden hat die Nachfrage nach neuen Autos 2012 stark nachgelassen (Screenshot).

Vor allem bei den Privatkunden hat die Nachfrage nach neuen Autos 2012 stark nachgelassen (Screenshot).

Im Jahr 2012 ist der deutsche Automarkt massiv geschrumpft, wie der Verband der Auto-Importeure am Donnerstag mitteilte. Im Dezember wurden lediglich 204.000 Neuzulassungen gezählt. Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Mit Blick auf das gesamte vergangene Jahr sind die neu zugelassenen Fahrzeuge sogar auf etwa 3 Millionen geschrumpft: 2,9 Prozent weniger als 2011, so der Verband. „Es überraschten die insgesamt rückläufigen Zulassungen der privaten Käufer”, so der Verband. Aufgrund des Konsumrückgangs und der schwierigen wirtschaftlichen Lage geht der Verband außerdem davon aus, dass auch 2013 keine Erleichterung auf dem deutschen Automarkt zu spüren sein wird.

Neben Deutschland leiden vor allem auch Frankreich und Spanien unter schlechten Absatzahlen. Die Neuzulassungen in Frankreich rutschten im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 14,6 Prozent ab und in Spanien sogar um 23 Prozent (mehr hier). Doch nicht nur die Rezession in Europa macht den europäischen Automobilmärkten zu schaffen, sondern auch die Konkurrenz aus China. Analysten sehen China in diesem Jahr erstmals als größeren Autoproduzenten als Europa (hier).

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Kommentare

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    • 11 sagt:

      Wundert mich nicht wenn Bürger ,die bereits im Durchschnitt bereits 30 % ihres Nettoeinkommen nur für Auto zahlen müssen, jetzt kaum noch Geld haben.
      Bei solchen Kosten kommts zwangsläufig zum Konsumeinbruch.
      Man muss auch bedenken wieviel Steuerbelastungen sich da in den letzen 20 jahren aufgebaut haben NUR um mobil zu sein!
      z.B ökosteuer,MWsteuer…auf Benzin,KFZ Steuererhöhungen,KFZ versicherung und Versicherungssteuer, MW steuer auf Ersatzteile, und auch noch massig Regelungen
      und Vorschriften für Autofahrer.
      Hinzu kommen steigende Nahrungsmittelkosten,steigende Stromkosten,Steigende Heizkosten,mehr GEZ,teils steigende Mieten,höhere Mehrwertsteuern,höhre Krankenkassen Beiträge,höhere Rentenbeiträge;……
      Eigentlich würde man Stunden brauchen um die ganzen Mehr-Belastungen der letzen
      20 Jahre zu rechechieren und aufzulisten:)
      Und was jetzt kommt ist eben eine Zahlungsunfähigkeit der Bürger,das bedeutet Staat ist Pleite.
      ABER unser Staat wird wie so oft einfach mit weiteren Abgabenerhöhungen reagieren
      bis zum bitteren Ende.

    • Uwe Borchert sagt:

      Hier mal ein Link auf das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg auf die Statistik der Neuzulassungen nach Halter:

      http://www.kba.de/cln_030/nn_537276/sid_FBEA305157959D38C94CC0E9A0BC2DCD/nsc_true/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/Halter/z__n__halter.html?__nnn=true

      2002 waren die Privat-PKW mit 1,6 Mio. knapp unter 50%. Diese Zahl von etwa 1,6 Mio. Privat-PKW blieb ist etwa 2006 mehr oder weniger konstant. Ab 2007 rutschte die Zahl auf 1,2 Mio, was damals einer Quote von 38% entsprach und blieb dort bis auf das Jahr 2009 mit der Abwrackprämie. Das gab einen Ausreißer von 2,4 Mio. und einer Quote von 63%. Das war aber eine absolute Ausnahme. 2009 nahmen die Eigenzulassungen extrem ab, man hatte es nicht mehr nötig zu hypschen. Aber jenseits 2009 waren die Privat-PKW bei den Neuzulassungen seit 2000 immer unter 50% und seit einigen Jahren um 40%. Die Leasingflotten sind auch ein Bestandteil der Eigenzulassungen, laufen aber IIRC teilweise formal über Subunternehmen, sollten daher auch teilweise in den Vermietungen drinnen sein. Alles weitere müsste man beim KBA erfragen.

    • Kaiser Wilhelm sagt:

      Hallo,
      also wenn ich bei uns auf den Strassen die vielen Audis,BMWs und Mercedes sehe, was alles Neuwagen zu sein scheinen kann ich die Überschrift nicht unterschreiben.
      Ausserdem hieß es gestern den ganzen Tag in den nachrichten,so wenig Arbeitslose wie nie,ab Frühjahr 2013 deutlicher Konjunkturaufschwung ab 2014 starkes Wachstum.
      Gruß