Deutsche müssen mehr verdienen, dann können sie Europa retten

Mit einer deutlichen Erhöhung der Löhne in Deutschland könne man zur Stabilisierung der Eurozone beitragen, so das IMK-Institut. Eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit gebe es nicht, höchstens müssten die Unternehmen ihre Gewinnmargen verringern.

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Derzeit fordert der Deutsche Beamtenbund 6,5 Prozent mehr Lohn (hier). Für das IMK-Institut ist das der richtige Weg, um Europa zu unterstützen. Dem Institut zufolge sollten künftig die Löhne in Deutschland deutlich über den durchschnittlichen Gehaltsentwicklungen in der Eurozone liegen. „Aus Gründen der europäischen und der deutschen Stabilität dürften es in den nächsten zwei, drei Jahren vier Prozent oder vielleicht sogar etwas mehr sein“, sagte der Direktor des Instituts Gustav Horn am Montag in Berlin. Dies sei jedoch kein „Opfer“, das man bringen würde, sondern ein Beitrag zur Stabilisierung der Eurozone, zitiert Reuters Gustav Horn (ähnlich sieht es auch Olli Rehn – hier).

Höhere Einkommen würden die Inlandsnachfrage ankurbeln, die deutschen Importe würden steigen und somit auch die Exportchancen für die Krisenländer. Um die drei Prozent in allen Branchen wären dem IMK zufolge möglich. Der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen würde dies nicht schaden, selbst wenn dadurch der ein oder andere Auftrag von außerhalb der Eurozone wegfallen würde. Die Unternehmen müssten eben ihre Gewinnmargen etwas eindampfen, so das IMK.

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