Finanzen

USA: Hacker klauen Daten von 70 Millionen Kaufhaus-Kunden

Kriminelle stehlen beim Hackerangriff auf die US-Kaufhauskette Target mehr als 70 Millionen Kundendaten. Bisher ging die Kette von 40 Millionen Betroffenen aus. Neben Pin- und Kreditkartennummer der Kunden konnten die Betrüger auch Namen, E-Mail- und Lieferadressen mitlesen.
10.01.2014 16:51
Lesezeit: 1 min

Der Hackerangriff auf die US-Kaufhauskette Target war weitaus umfangreicher als bislang angenommen. Es seien Daten von bis zu 70 Millionen Kunden gestohlen worden, teilte Target am Freitag mit. Zuvor war der Einzelhändler von etwa 40 Millionen ausgegangen.

Eine Untersuchung des Vorfalls habe ergeben, dass neben Kredit- und sonstigen Bankkartendaten auch Namen, E-Mail- und Lieferadressen sowie Telefonnummern entwendet wurden. Zuvor hatte Target die Öffentlichkeit nur scheibchenweise über den Umfang des Datenklaus informiert (mehr hier).

Firmenchef Gregg Steinhafel entschuldigte sich bei den Target-Kunden. „Ich weiß wie frustrierend es ist, erfahren zu müssen, dass diese Informationen gestohlen wurden. Es tut uns aufrichtig leid, dass unsere Kunden dies erleiden müssen.“

Der Angriff hat sich während der ersten drei Wochen des Weihnachtsgeschäftes ereignet, das in den USA traditionell unmittelbar nach Thanksgiving eingeläutet wird. 2013 fiel der Feiertag auf den 28. November.

Nachdem Target am 19. Dezember die Öffentlichkeit über den Datendiebstahl informiert hatte, sei der Umsatz deutlich zurückgegangen, teilte der US-Konzern mit. Deshalb schraubte er seine Umsatzerwartung für das vierte Quartal zurück. Es sei nun von einem Rückgang auf vergleichbarer Basis um 2,5 Prozent zu rechnen. Zuvor hatte Target stagnierende Erlöse angepeilt.

Der bereinigte Gewinn je Aktie werde sich im US-Geschäft nur noch auf 1,20 bis 1,30 Dollar belaufen nach zuvor 1,50 bis 1,60 Dollar. Wie hoch die Kosten des Hackerangriffs ausfallen werden, sei noch nicht abzuschätzen.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Immobilien
Immobilien House Flipping: Wie Sie mit sanierungsbedürftigen Objekten Geld machen können
31.08.2025

Der USA-Trend findet auch hierzulande immer mehr Anklang: Beim House Flipping geht es darum, möglichst günstig Immobilien zu erwerben,...

DWN
Technologie
Technologie Fachkräftemangel? Roboter bauen schon heute Häuser – schneller, günstiger, sicherer
31.08.2025

Die Baustelle der Zukunft: Roboter, Drohnen und autonome Helfer übernehmen Aufgaben rund um den Bau – präzise, effizient und 24 Stunden...

DWN
Politik
Politik Was will Trump, der „amerikanische Erdogan“?
31.08.2025

Donald Trump greift die Fed und Amerikas Institutionen frontal an – mit Folgen, die weit über die USA hinausreichen. Droht Europa ein...

DWN
Politik
Politik Trump-Krise: Rebellion im Herzen der MAGA-Bewegung
31.08.2025

Donald Trump sieht sich mit der größten internen Rebellion seiner Amtszeit konfrontiert. Der Epstein-Skandal droht, seine Machtbasis in...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienerwerb: Umfrage offenbart Wissenslücken beim Immobilienkauf
31.08.2025

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung kann schnell Hunderttausende Euro kosten, doch viele Menschen kennen wichtige Bedingungen nicht....

DWN
Finanzen
Finanzen Polen setzt auf Atomenergie: Orlen verspricht den Bau des ersten SMR-Reaktor Europas
31.08.2025

Polen baut Europas ersten Small Modular Reactor (SMR) vom Typ BWRX-300. Während Warschau auf Kernkraft setzt, könnte Deutschland bald...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Fossiles Heizen: Explodieren die Preise 2027?
30.08.2025

Seit Jahren herrscht ein Kampf in Europa: Wie kann man die klimaschädlichsten Aspekte des Gebäudesektors in Angriff nehmen und...

DWN
Finanzen
Finanzen Wird die Grundsteuer erhöht? Zu viele Ausgaben, zu wenig Einnahmen - deutsche Kommunen vorm finanziellen Kollaps
30.08.2025

Fast neun von zehn Städten und Gemeinden in Deutschland droht in absehbarer Zeit die Pleite, wie der Stadt Moers in NRW. Die Kommunen...