Finanzen

TSMC-Aktie auf Wachstumskurs: Neuer Höchstwert durch KI

TSMC profitiert vom globalen KI-Boom und setzt neue Maßstäbe im Chipmarkt. Der taiwanische Konzern erwartet 2025 einen höheren Umsatz als bislang prognostiziert, getrieben von der starken Nachfrage nach leistungsfähigen Prozessoren für Anwendungen wie ChatGPT. Zugleich investiert das Unternehmen massiv in Produktionskapazitäten in den USA, Japan und Deutschland, um geopolitische Risiken abzufedern.
16.10.2025 12:02
Lesezeit: 2 min

TSMC-Aktie: KI-Boom treibt Wachstum

Der taiwanische Chip-Hersteller TSMC <TW0002330008> rechnet auch dank des weltweiten Booms bei Künstlicher Intelligenz für 2025 mit noch mehr Umsatz als bisher prognostiziert. In US-Dollar gerechnet dürfte der Erlös um einen mittleren 30er-Prozentsatz steigen, sagte Konzernchef C.C. Wei am Donnerstag. Bisher war er von einer Steigerung um etwa 30 Prozent ausgegangen. Zugleich dürften die Investitionen 40 bis 42 Milliarden US-Dollar (34,4 bis 36,1 Milliarden Euro) erreichen und damit die obere Hälfte der bisherigen Zielspanne.

Rekordzahlen im dritten Quartal

Im dritten Quartal erzielte TSMC in US-Währung einen Umsatz von 33 Milliarden Dollar und damit 41 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In taiwanesischer Währung waren es rund 990 Milliarden Taiwan-Dollar. Der Überschuss stieg um 39 Prozent auf 452 Milliarden Taiwan-Dollar (12,7 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen von Analysten.

Nachfrage nach KI-Prozessoren treibt TSMC

TSMC profitiert besonders von der starken Nachfrage nach leistungsstarken Prozessoren, die etwa in den Grafikchips von Nvidia <US67066G1040> stecken und für KI-Anwendungen wie ChatGPT benötigt werden. Als wichtigster Auftragsfertiger für Konzerne wie Apple <US0378331005> und Nvidia gilt TSMC als einer der größten Gewinner der weltweiten KI-Investitionswelle.

Risiken durch Geopolitik und Handel

Zwar laufen die Geschäfte gut, doch Beobachter weisen auf wachsende Risiken hin. Der zunehmende Handelsdruck der USA unter Präsident Donald Trump und die geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking könnten die Branche belasten. Auch drängt Washington darauf, dass mehr Halbleiter in den USA gefertigt werden.

Ausbau in Übersee und Deutschland

Hinzu kommt die Sorge vor einem möglichen Konflikt zwischen China und Taiwan, der auch strategisch wichtige Werke von TSMC auf der Insel treffen könnte. Um unabhängiger zu werden, baut das Unternehmen derzeit Produktionskapazitäten in den USA, Japan und im sächsischen Dresden auf. Zum Werk in Deutschland sagte TSMC-Chef C.C. Wei bei der Vorlage der Geschäftszahlen, die Bauarbeiten kämen dort gut voran.

Aktie auf Rekordkurs

Die in den vergangenen Wochen und Monaten ohnehin stark gefragte Aktie legte weiter zu. Der Kurs der TSMC-Aktie stieg am Donnerstag um bis zu zwei Prozent auf den Rekordwert von 1.495 Taiwan-Dollar. Damit liegt das Jahresplus inzwischen bei knapp 40 Prozent, nachdem das Papier im vergangenen Jahr um etwas mehr als 80 Prozent zugelegt hatte. Der Börsenwert des Unternehmens lag zuletzt bei etwas mehr als 38 Billionen Taiwan-Dollar oder umgerechnet knapp 1,1 Billionen Euro.

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