Börsen nervös wegen Konflikt Russland-Türkei

Die Furcht vor wachsenden Spannungen zwischen der Türkei und Russland hat den Börsen der beiden Staaten am Dienstag zugesetzt.

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Auslöser für die Verkäufe war der Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei. Nervös wurden die Börsen durch die Aussage des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der Abschuss eines russischen Kampfjets durch türkisches Militär werde „ernsthafte Konsequenzen“ für die gegenseitigen Beziehungen haben. Der Vorfall sei ein „Messerstich in den Rücken“.

Der Leitindex der Istanbuler Börse verdoppelte daraufhin seine Verluste und notierte 1,8 Prozent tiefer. Sein Moskauer Pendant rutschte sogar um 3,3 Prozent ab. In ihrem Sog weiteten Dax und EuroStoxx50 ihre Kursverluste auf jeweils rund zwei Prozent aus. Gleichzeitig verteuerte sich ein Dollar binnen Minuten auf 2,8730 von 2,857 Lira und von 65,933 auf 66,201 Rubel.

Die Reaktion Russlands auf solche Vorfälle lässt sich nur schwer vorhersagen“, sagte Alain McQuaid, Chef-Volkswirt des Brokerhauses Merrion. Unterdessen berief die Nato für Dienstag eine Sondersitzung ein. Dabei sollte die Türkei die übrigen Mitglieder des Verteidigungsbündnisses über den Abschuss des russischen Jets an der syrischen Grenze informieren.

Dem türkischen Militär zufolge hatte das abgeschossene Flugzeug türkischen Flugraum verletzt und nicht auf Warnungen reagiert. Das russische Verteidigungsministerium wies dies den Nachrichtenagenturen Ria und Interfax zufolge zurück. Die Maschine sei über Syrien getroffen worden.

 

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