Weltwirtschaft

Japan hofft auf langfristig niedrigen Öl-Preis

Lesezeit: 1 min
27.12.2014 00:33
Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda sagt, dass der niedrige Ölpreis derzeit die Inflation drücke. Doch langfristig sollten die Gewinne der Unternehmen aufgrund geringerer Ausgaben steigen. Deshalb werde sich der Ölpreis-Verfall positiv auf die japanische Wirtschaft auswirken.
Japan hofft auf langfristig niedrigen Öl-Preis

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Japans Notenbankchef ist Befürchtungen entgegengetreten, der Verfall des Ölpreises schade der japanischen Wirtschaft. Zwar drücke der niedrige Ölpreis derzeit die Inflation, doch langfristig werde er sich positiv auswirken, sagte Haruhiko Kuroda am Donnerstag. Wegen geringerer Ausgaben, sollten die Gewinne der Unternehmen steigen, erläuterte Kuroda.

Dies wiederum ermögliche es den Firmen, die Löhne zu erhöhen. Die Wirtschaft Japans werde sich wieder erholen, zeigte sich der Notenbankchef zuversichtlich. Japan mache stetig Fortschritte, die Deflation hinter sich zu lassen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt steckte viele Jahre in einer Spirale aus fallenden Preisen und sinkenden Investitionen, die die Wirtschaft lähmte.

Zuletzt hatte sich die Rezession in Japan verschärft. Die Wirtschaft des Landes schrumpfte im dritten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 1,9 Prozent. Vor allem der Rückgang der Investitionen der Firmen gilt als Alarmsignal. Auch die Bürger schränkten ihren Konsum ein. Die Preisteuerung fiel im Oktober auf 0,9 Prozent und liegt damit weit unter dem Ziel der Bank of Japan von zwei Prozent.

Einige Analysten gehen daher davon aus, dass die Notenbank im Januar ihre Prognose für die Preise senken muss und ihre Geldpolitik weiter lockern wird. Erst im Oktober hatte die Zentralbank noch mehr Geld in die Wirtschaft gepumpt, um sicherzustellen, dass das Land die Deflation dauerhaft abschütteln kann.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld boomt: Die Federal Reserve überschwemmt die Welt mit Dollar-Banknoten

Die Nachfrage nach Dollar-Banknoten zieht derzeit weltweit spürbar an – ein Beleg für die Flucht der Bürger in den sicheren Hafen...

DWN
Politik
Politik Italien: Ein Land kann seinen größten Trumpf nicht nutzen

In der elften Folge der großen geopolitischen DWN-Serie zeigt Moritz Enders auf, warum Italien sein Potential als Regionalmacht nicht...

DWN
Politik
Politik Südostasiens Drahtseilakt zwischen den Giganten: Wo führt China, wo die USA? - Teil 2

Wie tief und verlässlich die bilateralen Beziehungen der Vereinigten Staaten und Chinas zu ihren Partnern in Südostasien sind, lässt...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermeiden Sie diese 7 Fehler beim Aktienkauf

Fehler kosten an der Börse oftmals viel Geld. Privatanleger, die zum ersten Mal mit Aktien handeln, treten meistens in dieselben...

DWN
Politik
Politik „Trump ist der Anführer der konservativen Bewegung“

Der republikanische Kongressabgeordnete Jim Jordan sieht den früheren US-Präsidenten Donald Trump auch nach dessen Wahlniederlage an der...

DWN
Politik
Politik Die Politik beschließt Corona-Maßnahmen nach dem Mephisto-Prinzip

DWN-Kolumnist Christian Kreiß wendet zur Beurteilung der Corona-Maßnahmen ein neues Verfahren an. Die Ergebnisse sind verblüffend.

DWN
Politik
Politik Sozialismus, Rassenhass, Korruption: Südafrika steht am Abgrund

Fast 25 Jahre hat Sebastiaan Biehl in Südafrika gelebt. Im großen DWN-Interview erläutert der Politikwissenschaftler und Journalist, wie...

DWN
Politik
Politik Nordspanien: Impfverweigerern drohen bis zu 60.000 Euro Strafe

Die Regionalregierung von Galicien plant, ein Gesetz zu verabschieden, wonach Impfverweigerer in Bezug auf die aktuelle Corona-Impfung und...

DWN
Politik
Politik Der Konzern-Sozialismus kommt: „Great Reset“ ist das Todesurteil für den deutschen Mittelstand

Die Ziele im Rahmen des „Great Reset“ und der Pandemie bedrohen vor allem den deutschen Mittelstand. Über 99 Prozent aller Unternehmen...

DWN
Politik
Politik Ägypten: Die Tage des Merkel-Schützlings al-Sisi sind gezählt

Es gibt ernsthafte Hinweise dafür, dass der ägyptische Präsident Abdul Fattah al-Sisi bald gestürzt werden könnte. Internationale...

DWN
Politik
Politik Armin Laschet meint: Jens Spahn macht einen guten Job

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet meint, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Verlauf der Pandemie einen guten Job machen. Zuvor...

DWN
Politik
Politik Corona-Kontrolle in Stuttgart: Hunderte Jugendliche mit verbalen Attacken, Flaschenwürfen und Sprechchören gegen Polizei

Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am Samstagabend in der Stuttgarter Innenstadt. Mehrere Hundert, überwiegend junge Menschen,...

DWN
Politik
Politik Weltwirtschaftsforum feiert Lockdown auf Twitter – und zieht Tweet nach Protesten wieder zurück

Das Weltwirtschaftsforum hat die Lockdown-Politik in einem Tweet hochgelobt, um nach Tausenden von Protesten den Tweet zurückzuziehen....

DWN
Politik
Politik Anti-Lockdown-Proteste in Irland eskalieren – Dominoeffekt in Europa?

Hunderte Menschen haben am Samstag in der irischen Hauptstadt Dublin gegen die Lockdown-Maßnahmen in dem Land demonstriert. Die Situation...