Politik

Erste US-Militärausbilder treffen in Ukraine ein

Lesezeit: 1 min
14.04.2015 18:28
In der Ukraine sind die ersten hundert US-Fallschirmjäger eingetroffen. Sie werden kommende Woche mit der Ausbildung von ukrainischen Soldaten beginnen. Umstritten bleibt nach wie vor, dass die Amerikaner auch bewaffnete Rechtsextremisten ausbilden werden.
Erste US-Militärausbilder treffen in Ukraine ein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Für die Ausbildung ukrainischer Soldaten im Kampf gegen Rebellen sind die ersten gut 100 US-Fallschirmjäger auf dem Flughafen von Lwiw (Lemberg) eingetroffen. Das berichtete der Fernsehsender 24 am Dienstag. Ab 20. April sollen insgesamt 300 US-Ausbilder 240 Tage lang Regierungstruppen auf dem Übungsplatz Jaworiw bei Lwiw ausbilden. Bereits am vergangenen Freitag waren Berichten zufolge die ersten 50 US-Soldaten der 173. Luftlandebrigade aus Vicenza (Italien) in Jaworiw angekommen.

Der Oberkommandeur der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, hatte im Februar gesagt, dass die Ukrainer lernen sollen, sich gegen „Artillerie- und Raketenangriffe“ zu schützen.

Doch die gesamte Ausbildungs-Mission der Amerikaner ist hochumstritten. Denn unter den ukrainischen Militärs befinden sich zahlreiche Rechtsextremisten, die bei Freiwilligen-Verbänden kämpfen. Es werden auch gemeinsame Militär-Übungen stattfinden. An den Übungen wird die rechtsextreme Asow-Miliz teilnehmen. In den Reihen der Neo-Nazi-Miliz kämpfen im Osten der Ukraine auch EU-Bürger.

Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums ist der Führer der rechtsextremen Miliz Rechter Sektor, Dimitri Jarosch, zum offiziellen Berater der Armee-Führung ernannt worden. Der Einfluss rechtsextremer Kreise in der Ukraine wird immer offenkundiger. So ist der Polizei-Chef von Kiew, Vadim Troyan, ein Ex-Kommandeur der Asow-Miliz. Doch sowohl die USA als auch die EU halten sich mit Kritik zurück.

Währenddessen sind die Kämpfe im Osten der Ukraine wieder aufgeflammt. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach nach einem Treffen der sogenannte Normandie-Gruppe von „teilweise sehr kontroversen Gesprächen“. Man sei an einem Punkt aber sogar über das im Februar beschlossene Minsker Abkommen hinausgegangen. In einer gemeinsamen Erklärung werde nun der Rückzug aller Arten von Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und schweren Waffen auch mit weniger als 100 Millimeter Kaliber aus der vereinbarten Pufferzone zwischen ukrainischen Truppen und Rebelen gefordert. Dem hätten auch der russische und ukrainische Außenminister zugestimmt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russlands Öl- und Gasvorkommen gehen zur Neige

Die Öl- und Gasvorkommen der Russischen Föderation werden nach offiziellen Angaben bald zur Neige gehen, sagt der russische...

DWN
Finanzen
Finanzen Inflationsschock in den USA: Verbraucherpreise steigen um 4,2 Prozent

Die Furcht vor einer höheren Inflation lastet seit Tagen auf den Aktienmärkten. Nun meldet das Arbeitsministerium die höchste...

DWN
Deutschland
Deutschland Mieter und Vermieter müssen CO2-Sondersteuer bezahlen: „Am Ende der Kanzlerschaft Merkels ist das vermietete Privateigentum in akuter Gefahr“

Die Kosten der neuen Sondersteuer auf das Naturgas CO2 müssen Mieter und Vermieter künftig zu gleichen Teilen bezahlen. Vertreter der...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Politik
Politik Der „Great Reset“ ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Realität

Der „Great Reset“ wird in der Öffentlichkeit als Verschwörungstheorie abgetan. Doch das stimmt nicht. Es handelt sich dabei um eine...

DWN
Deutschland
Deutschland Heute vor 72 Jahren: Alliierte Militärgouverneure genehmigen das Grundgesetz

Am 12. Mai 1949 hatten die Militärgouverneure Clay, Robertson und Koenig das Grundgesetz vorbehaltlich der Bestimmungen des...

DWN
Deutschland
Deutschland Drosten: Ohne Corona-Impfung wird man sich "unweigerlich infizieren"

Wer sich gegen eine Impfung entscheide, der werde sich "unweigerlich" mit dem Corona-Virus infizieren, sagte der Virologe Christian...

DWN
Politik
Politik Baerbock will mindestens 2 Prozent der Fläche Deutschlands mit Windkraftanlagen bestücken

Annalena Baerbock zufolge müssen mindestens 2 Prozent der gesamten deutschen Landfläche mit Windkraftanlagen bestückt werden, um das...