Deutschland

Überproduktion in der Krise: Zwangsurlaub bei Daimler

Aufgrund der schwachen Absatzzahlen bei Daimler wird die Produktion über Weihnachten bis ins Jahr 2013 für zwei Wochen eingestellt. Dabei fällt der Urlaub der Beschäftigten noch länger aus als vergangenes Jahr. Damit soll eine Überproduktion verhindert werden. Die gesamte Autoindustrie hat mit Absatzeinbrüchen zu kämpfen.
20.10.2012 23:22
Lesezeit: 1 min

Aktuell: USA: Sprunghafte Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt

Ab Weihnachten wird wegen einer drohenden Überproduktione für insgesamt zwei Wochen kein Fahrzeug mehr bei Daimler gebaut, berichtet Reuters. Damit ist der Zwangsurlaub doppelt so lang wie im Jahr zuvor. Die schwache Situation auf den Absatzmärkten Europas wird für die Sparmaßnahme verantwortlich gemacht.

Die Marke Mercedes-Benz wird trotz allem bis Jahresende Rekordverkaufszahlen verbuchen, teilte Daimler am Freitag in Stuttgart mit. Mit über einer Million verkaufter Fahrzeuge liegt der Absatz bereits jetzt 4,7 Prozent höher als letztes Jahr. Aber auch in Deutschland und Westeuropa, den wichtigsten Absatzzonen für Daimler, zeigt sich eine Sättigung des Automarktes ab (hier).

Im Stammwerk in Stuttgart gibt es jedoch nur eine Woche Urlaub, da dort die Kleinwagen von Mercedes produziert werden, die nach wie vor gefragt sind. In China muss sogar über den Jahreswechsel durchgearbeitet werden. Dies sind jedoch die Ausnahmen. Daimler muss sich in Zukunft vor feindlichen Übernahmen vorsehen (hier). Insgesamt ist der Ausblick für den europäischen Automarkt schlecht (hier). Auch Volkswagen, Volvo (hier), Fiat und Peugeot (hier) müssen Absatzeinbrüche hinnehmen.

Weitere Themen:

Griechenland: Troika-Reformen am Arbeitsmarkt rechtswidrig

DIW: Vermögenssteuer würde 11 Milliarden Euro jährlich einbringen

Wegen Sparmaßnahmen: Generalstreik in ganz Südeuropa angekündigt

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie BradyPrinter i7500: Revolution im Hochpräzisionsdruck

Sie haben genug vom altmodischen Druck großer Etikettenmengen? Keine Kalibrierung, keine Formatierung, kein umständliches Hantieren mit...

X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Politik
Politik AfD-Kandidat erstmals ins Verfassungsgericht gewählt: Zweidrittelmehrheit im Thüringer Landtag
03.04.2025

Die AfD hat einen Kandidaten für den Thüringer Verfassungsgerichtshof durchgesetzt: Rechtsanwalt Bernd Falk Wittig wurde mit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Sichere KI statt Datenleck: Das müssen Firmen beim Chatbot-Einsatz beachten
03.04.2025

KI-Chatbots sind im Mittelstand längst Alltag – doch oft fehlt es an Sicherheitsstandards. Der Hamburger KI- und Digitalisierungsexperte...

DWN
Panorama
Panorama Orban trifft Netanjahu in Budapest trotz Haftbefehl -und erklärt Rückzug aus Internationalen Strafgerichtshof
03.04.2025

Viktor Orbán ignoriert den Haftbefehl, den der Internationale Strafgerichtshof gegen Israels Premier erlassen hat – und heißt ihn in...

DWN
Politik
Politik Russlands Verzögerung der Verhandlungen könnte auch der Ukraine nützen
03.04.2025

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine mögliche Waffenruhe oder Friedenslösung ziehen sich weiter hin. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX aktuell: DAX-Kurs fällt nach Trumps Zollankündigung - wie sollten Anleger reagieren?
03.04.2025

Die erneute Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die Aktienmärkte stark unter Druck gesetzt. Der DAX-Kurs...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ostdeutsche Textilbranche kämpft mit Umsatzeinbußen – trotz erfolgreichen Neustart
03.04.2025

Sachsen und Thüringen zählen noch zu den größten Textilstandorten bundesweit. Doch die ostdeutsche Textilbranche hat erheblich zu...

DWN
Politik
Politik Trump Strafzölle: Warum fehlt Russland auf Trumps Zölle-Liste?
03.04.2025

Die von US-Präsident Donald Trump verkündeten Strafzölle treffen eine Liste von 185 Handelspartnern – Russland fehlt darauf, im...

DWN
Panorama
Panorama April 2025: Lohn, Pakete, Elterngeld - die wichtigsten Änderungen
03.04.2025

Beschäftigte im Bau erhalten mehr Lohn, Pakete werden teurer und auch im neuen Bundestag steht einiges an. Der neue Monat bringt zudem...