Finanzen

Trotz Zinssenkung: Talfahrt an Chinas Börsen geht weiter

Lesezeit: 1 min
29.06.2015 12:38
Die chinesischen Börsen haben am Montag drastische Kursverluste verzeichnet. Am Wochenende hatte die chinesische Notenbank den Leitzins gesenkt.
Trotz Zinssenkung: Talfahrt an Chinas Börsen geht weiter

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Trotz der überraschenden Lockerung der Geldpolitik durch Chinas Zentralbank haben die chinesischen Börsen ihre Talfahrt der vergangenen Woche auch am Montag fortgesetzt. In Shanghai fiel der Composite Index um 3,34 Prozent auf 4053,03 Punkte, während der Component Index in Shenzhen um 5,78 Prozent auf 13 566,27 Punkte absackte. Der dem Nasdaq ähnliche ChiNext Index fiel sogar um 7,91 Prozent in den Keller und schloss bei 2689,76 Punkten.

Der seit vergangener Woche andauernde dramatische Kursrutsch in China sowie die Griechenland-Krise zogen auch den Aktienmarkt in Hongkong deutlich ins Minus. Der Hang Seng-Index schloss 2,7 Prozent niedriger, während besonders die Kurse chinesischer Unternehmen in Hongkong um 3,6 Prozent verloren.

In China selbst war Griechenland kein Thema, dafür herrscht Angst, dass nach dem achtmonatigen Boom an den Börsen jetzt noch mehr Luft aus der Aktienblase entweichen könnte. Die Kurse stehen schon seit zwei Wochen unter Druck. Am vergangenen Freitag hatten die Börsen in Shanghai und Shenzhen um mehr als sieben Prozent verloren.

Offenbar um weitere Verluste aufzuhalten, hatte Chinas Zentralbank am Samstag völlig unerwartet die Zinsen und die Anforderungen für die Kapitalreserven der Banken gesenkt. Die Märkte zeigten sich am Montag aber wenig beeindruckt. Bis Freitag hatten die beiden Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen schon rund 20 Prozent im Vergleich zu ihren letzten Höchstständen verloren.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg erwägt die Wertpapieraufsicht, neue Börsengänge vorerst zu verschieben, um die Märkte zu stabilisieren. Das Aufsichtsgremium traf am Nachmittag zusammen, ohne dass zunächst eine Entscheidung bekannt wurde.

Die gefährlichste Idee unter den chinesischen Anlegern ist, dass die Kommunistische Partei in Peking unter allen Umständen den Markt retten würde, berichtet die South China Morning Post.

[

" href="https://twitter.com/george_chen/status/615138215406624768
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
" target=_blank>twitter.com]


Mehr zum Thema:  

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes trotzt dem Trend: Jetzt soll sogar ein Maybach-Van die Besserverdiener locken
18.04.2024

Das Interesse an Elektro-Fahrzeugen in Deutschland ist verhalten. Während VW und Tesla das bei den Zulassungszahlen bemerken, nutzen die...

DWN
Politik
Politik Warum Kürzungen in der Flüchtlingspolitik nicht hilfreich sind
18.04.2024

Immer mehr Politiker und Wirtschaftsexperten fordern eine Neuanpassung der Asylpolitik. Aktuell finden kontroverse Maßnahmen wie...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Iran-Israel-Konflikt: Führt das Krisentreffen in Israel mit Baerbock und Cameron zur Deeskalation?
17.04.2024

Bei Gesprächen mit israelischen Politikern bemühen sich Annalena Baerbock und David Cameron, einen möglichen Vergeltungsschlag gegen den...

DWN
Politik
Politik Günstlingswirtschaft und Gefälligkeiten: Stephan Weil in Niedersachsen am Pranger
17.04.2024

In Berlin steht Kai Wegner (CDU) unter Verdacht, seine Geliebte mit einem Senatorenposten bedacht zu haben. Ursula von der Leyen (CDU)...

DWN
Technologie
Technologie Fluch oder Segen? – Was man aus Müll alles machen kann
17.04.2024

Die Welt ist voller Müll. In den Ländern des globalen Südens gibt es teilweise so viel davon, dass Menschen auf Abfallbergen ihr Dasein...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvenzrekorde im März: Nachwehen der Coronahilfen
17.04.2024

Deutsche Unternehmen klagen aktuell viel über die Umstände – und die Unternehmensinsolvenzen sind auch auf Rekordniveau. Ein Grund...

DWN
Politik
Politik Vor G7-Treffen: Baerbock warnt vor Eskalationsspirale im Nahen Osten
17.04.2024

Die Grünen-Politikerin hat vor einem Treffen der Gruppe sieben großer Industrienationen (G7) zu "maximaler Zurückhaltung" aufgerufen in...

DWN
Politik
Politik Die Zukunft der EU als Wirtschaftsstandort: DIHK-Befragung zeigt Stimmungstief
17.04.2024

Wie beurteilen Unternehmen die Lage der Europäischen Union? Eine Befragung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) gibt...