Finanzen

Trotz schwacher Konjunkturdaten: US-Börsen legen leicht zu

Lesezeit: 1 min
15.07.2015 09:39
Die US-Börsen haben am Dienstag zum Abschluss überraschend zugelegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 18.053 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 auf 2109 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,7 Prozent auf 5105 Punkte vor.
Trotz schwacher Konjunkturdaten: US-Börsen legen leicht zu
Der Dow Jones hat in den vergangenen Tagen permanent zugelegt. (Grafik: ariva.de)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Geldanlage  
USA  

Die US-Börsen haben am Dienstag trotz unerwartet schwacher Konjunkturdaten zugelegt. Der Umsatz der US-Einzelhändler ging im Juni überraschend zurück. Das schürte Sorgen, dass die US-Wirtschaft zum Ende des zweiten Quartals an Fahrt verloren hat. Unterstützung erhielt der Markt jedoch von robusten Unternehmenszahlen und Fusionen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 18.053 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 auf 2109 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,7 Prozent auf 5105 Punkte vor.

Bei den Einzelwerten legten die Aktien der Großbank JPMorgan 1,4 Prozent zu. Das Geldhaus verdiente im zweiten Quartal dank Kostensenkungen und geringerer Sonderlasten mehr. Die größte Hypothekenbank Wells Fargo verdiente dagegen bereits das zweite Quartal in Folge weniger, die Aktien verteuerten sich dennoch um 0,9 Prozent. Die Aussicht auf eine 23 Milliarden Dollar schwere Offerte eines chinesischen Konkurrenten beflügelten die Papiere des Chipherstellers Micron. Es wäre die bisher größte Übernahme eines US-Konzerns durch ein chinesisches Unternehmen. Die Micron-Aktien legten mehr als elf Prozent zu.

Für Aufregung sorgte ein gefälschter Medienbericht über eine Übernahme des Kurznachrichtendiensts Twitter. Die Twitter-Aktie sprang zeitweise fast acht Prozent in die Höhe. Bis zum Schluss verringerte sich das Plus auf 2,7 Prozent. In dem Bericht auf einer Internetseite, die zunächst der Agentur Bloomberg zugeschrieben wurde, hieß es, dass Twitter für 31 Milliarden Dollar übernommen werden solle. Wenig später stellte ein Sprecher der US-Agentur jedoch klar, dass der Bericht eine Fälschung sei. Auch Twitter wies den Bericht über eine angebliche Offerte zurück.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Technologie
Technologie Grüner Wasserstoff: Chance und Risiko für die Dekarbonisierung Deutschlands
24.06.2024

Deutschland setzt auf grünen Wasserstoff als zentralen Bestandteil der Energiewende. Er soll Stromengpässe ausgleichen und die Industrie...

DWN
Politik
Politik Lagebericht: Die Ukraine attackiert Ziele auf der Krim, Russland erleidet Terroranschläge im Kaukasus
24.06.2024

Der gegenseitige Beschuss zwischen Russland und der Ukraine eskaliert weiter. Im russischen Kaukasus sterben viele Polizisten bei einer...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zollstreit um E-Autos: Peking und Brüssel wollen verhandeln
24.06.2024

Eine Eskalation im Handelsstreit um ist abgewendet, zumindest vorerst: Die EU und China wollen bezüglich Zöllen auf chinesische...

DWN
Politik
Politik „Anarchokapitalist“ Milei trifft Scholz in Berlin: Viel Konsens, Streitpunkt Wirtschaftsreformen
24.06.2024

Nur 60 Minuten dauerte der Antrittsbesuch von Argentiniens exzentrischem Präsidenten bei Olaf Scholz in Berlin. Bei den Themen Ukraine und...

DWN
Politik
Politik Reservisten-Präsident und Militärexperte Patrick Sensburg: „Die Ukraine braucht Langstreckenwaffen“
23.06.2024

Seit Ende Mai ist es der Ukraine erlaubt, mit westlichen Waffen Ziele in Russland zu beschießen. Im DWN-Interview erklärt Patrick...

DWN
Finanzen
Finanzen Sterben der Bankfilialen: Ein stiller Vorbote für das Ende des Bargelds?
23.06.2024

In Deutschland schrumpft das Netz der Bankfilialen dramatisch. Diese Entwicklung wirft nicht nur Fragen zur Zukunft des Bargelds auf,...

DWN
Immobilien
Immobilien Berlin wächst: Neue Hochhäuser am Gleisdreieck erweitern City am Potsdamer Platz
23.06.2024

Über Jahrzehnte lag das Gleisdreieck im städtischen Niemandsland von West-Berlin. Mit dem Fall der Mauer und der Bebauung des...

DWN
Technologie
Technologie Der Europäische Erdgasmarkt bleibt volatil – auch wegen neuer Abhängigkeiten
23.06.2024

Europa hat sich von Russlands Energiemonopol gelöst und Versorgungsalternativen gefunden. Auch deshalb bleibt die heimische Gasversorgung...