Politik

USA-Einreise: Kaution auf 15.000 Dollar ausgeweitet – diese 50 Länder sind betroffen

Neue Hürden bei der USA-Einreise sorgen für Unsicherheit: Eine USA-Kaution von 15.000 Dollar wird für immer mehr Länder Pflicht. Doch was steckt hinter der Maßnahme – und könnte sie zum Problem für den internationalen Reiseverkehr werden?
19.03.2026 12:10
Lesezeit: 2 min
USA-Einreise: Kaution auf 15.000 Dollar ausgeweitet – diese 50 Länder sind betroffen
US-Einreisepolitik verschärft: Immer mehr Reisende müssen eine Einreise-Kaution zahlen. (Foto: ChatGPT)

USA-Einreise wird strenger: Regierung baut Kautionssystem aus

Die Regeln für die USA-Einreise werden weiter verschärft: Die US-Regierung baut ihr Kautionsprogramm deutlich aus und nimmt damit Einfluss auf die aktuelle US-Einreisepolitik. Künftig müssen deutlich mehr Reisende eine sogenannte Einreise-Kaution hinterlegen, bevor sie die USA betreten dürfen. Ziel dieser Maßnahme ist es laut Behörden, die Zahl der Visumsüberziehungen zu reduzieren und Kosten für den Staat zu vermeiden.

Konkret betrifft die neue Regelung zur USA-Einreise Geschäftsreisende und Touristen aus nun insgesamt 50 Ländern. Zum 2. April wird die Liste um zwölf weitere Staaten erweitert. Neu hinzugekommen sind unter anderem Tunesien, Kambodscha, Äthiopien, Georgien, Grenada, Lesotho, Mauritius, die Mongolei, Mosambik, Nicaragua, Papua-Neuguinea sowie die Seychellen. Besonders auffällig: Mit Tunesien ist auch ein Fußball-WM-Teilnehmer von der neuen USA-Kaution betroffen.

15.000 Dollar USA-Einreise-Kaution

Die Höhe der Einreise-Kaution liegt bei 15.000 Dollar (rund 13.000 Euro). Diese USA-Kaution soll laut US-Außenministerium sicherstellen, dass Reisende ihr Visum nicht überziehen. Hintergrund der verschärften US-Einreisepolitik sind die hohen Kosten, die entstehen, wenn sich Personen unerlaubt länger im Land aufhalten. Nach offiziellen Angaben belaufen sich die durchschnittlichen Kosten für die Abschiebung eines Ausländers auf etwa 18.000 Dollar.

Das Programm zur USA-Einreise wurde bereits im vergangenen August als Pilotprojekt gestartet. Seitdem ist laut Ministerium die Zahl der Visuminhaber, die ihre Aufenthaltsdauer überschreiten, deutlich zurückgegangen. Die Ausweitung wird daher als konsequenter Schritt gesehen, um die Wirksamkeit der Maßnahme weiter zu erhöhen.

Für Reisende bedeutet die neue Regelung zur USA-Einreise eine zusätzliche finanzielle Hürde. Allerdings wird die Einreise-Kaution vollständig zurückerstattet, sofern sich die Betroffenen an alle Vorgaben halten oder die Reise gar nicht antreten. Die USA-Kaution fungiert somit als eine Art Sicherheitsleistung innerhalb der verschärften US-Einreisepolitik.

Visa Waiver Program: Wer von der USA-Kaution befreit ist

Nicht betroffen von der neuen Regelung zur USA-Einreise sind Besucher aus Staaten des sogenannten Visa Waiver Programs (VWP). Zu diesen 42 Ländern zählen neben zahlreichen EU-Staaten auch Deutschland. Für diese Reisenden bleibt die Einreise weiterhin ohne Einreise-Kaution möglich.

Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass die USA-Einreise zunehmend restriktiver gestaltet wird. Die Kombination aus hoher Einreise-Kaution und gezielter Auswahl betroffener Länder verdeutlicht die strategische Ausrichtung der US-Einreisepolitik: Weniger Visa-Verstöße und geringere Kosten für den Staat. Für internationale Geschäftsreisende und Touristen aus den betroffenen Ländern dürfte die USA-Einreise damit künftig deutlich anspruchsvoller werden.

USA-Einreise wird zur finanziellen Hürde

Die verschärfte US-Einreisepolitik zeigt klar, dass die USA-Einreise zunehmend kontrollierter und selektiver wird. Mit der Ausweitung der Einreise-Kaution auf 50 Länder setzt die Regierung gezielt Anreize, Visa-Verstöße zu reduzieren und Kosten zu senken. Die USA-Kaution von 15.000 Dollar stellt dabei eine erhebliche finanzielle Hürde dar, die insbesondere Geschäftsreisende und Touristen aus betroffenen Ländern vor neue Herausforderungen stellt. Gleichzeitig bleibt die Regelung für Staaten im Visa Waiver Program unverändert. Insgesamt verdeutlicht die Entwicklung, dass wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen die USA-Einreise stärker denn je prägen und langfristig den internationalen Reiseverkehr beeinflussen könnten.

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Markus Gentner

Markus Gentner ist seit 1. Januar 2024 Chefredakteur bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Zuvor war er zwölf Jahre lang für Deutschlands größtes Börsenportal finanzen.net tätig, unter anderem als Redaktionsleiter des Ratgeber-Bereichs sowie als Online-Redakteur in der News-Redaktion. Er arbeitete außerdem für das Deutsche Anlegerfernsehen (DAF), für die Tageszeitung Rheinpfalz und für die Burda-Tochter Stegenwaller, bei der er auch volontierte. Markus Gentner ist studierter Journalist und besitzt einen Master-Abschluss in Germanistik.

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